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ArchivIm folgenden findest Du die Berichte und Erzählungen über die letzten fünf Sessions von uns. Alle hier angegebenen Informationen dienen den aktiven Spielern unserer Chronik lediglich zur Erbauung, nicht jedoch zur Verwendung im Spiel.
19.06.2010: Filmabend? Blutbad!
Viktor Gideon Alburn lud zu einem Filmabend. Seinem berüchtigten Filmabend. Es ist ja bekannt, dass seine Einladungen die Gemüter bewegen. Aber dieses Mal wären wohl alle Gäste froh gewesen, wenn die Einladung auf bekannte Art und Weise verlaufen wäre.
Leandra Feodora Lilienfein genoss den Anfang des Abends im Gespräch mit Viktor, da sich sein Hausmeister Herr Paschulke mit der Technik ein wenig verspätete. Man suchte also anderweitige Unterhaltung, um die Zeit zu vertreiben.
Harry von Arnim-Suckow und
Jan de Kerk sowie
Corax Klein und
Neshaid Hakim Al-Assam verbrachten die Zeit mit Smalltalk untereinander und in gemischten Gruppen. Auch
Elisabeth Rust und
Jakob Rhis nutzten die Gelegenheit des Wartens, soziale Kontakte zu pflegen. Später stießen noch
Cailean O Donnell und
Dorothea Bishop zu der Gruppe, dicht gefolgt von
Winter Duncan.
Lässt man den Umstand außer acht, dass die Technik weiter auf sich warten ließ, war es eigentlich ein gesittetes Treffen -- bis zu dem Zeitpunkt, wo
William Allister-Thorne auftauchte. Der Gastgeber und die Konsulin suchten das Gespräch mit ihm, der bei etwas mehr als flüchtiger Betrachtung auch ein wenig mehr als nur mitgenommen aussah. Es wurde getuschelt, Gerüchte kamen auf, Spekulationen wurden ausgetauscht -- dann machte es die Runde: Ein Rudel Gangrel aus Brandenburg sei auf dem Weg zu diesem Treffen. Diesem Treffen!
Währenddessen versuchte die anwesende Prominenz wohl einen Plan zu entwerfen, wie mit dieser Bedrohung umzugehen sei. Am (scheinbaren) Ende wurde es ein mehr oder minder geordneter Rückzug, während William versuchte, mit den Angreifern zu reden.
Sein Verhandlungsversuch endete mit Schreien des Schmerzes und des Kampfes.
Aufgeschreckt dadurch, dass William angegriffen wurde, endete der Rückzug damit, dass die versammelten Artgenossen zur Offensive übergingen. Es waren nur drei Angreifer. Aber diese drei Angreifer beschäftigten die anwesenden Vampire mehr als eine Stunde. Währenddessen fielen auf Seite der Camarilla immer wieder einzelne in die Kampfunfähigkeit: William war verschwunden, vermutlich nach zuviel Schaden mit dem Boden verschmolzen. Hakim lag mit durchtrennter Wirbelsäule und zerschmettertem Arm danieder. Ambrosius Klein brauchte lange, um seinen Körper soweit zu heilen, dass er wieder aufstehen konnte -- und man sagte ihm danach einen wilden Blick nach, der alles und jeden nach seiner Eignung als Snack beurteilte. Doro wand sich mit offenliegenden Gedärmen am Boden. Und Cailean schien in die Starre geschickt worden zu sein.
Nur Herr Paschulke schien an dem Abend ungeschoren davongekommen zu sein. Als die Verletzten vom Kampfplatz getragen wurden, war er immer noch nicht aufgetaucht.
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Sessionbericht
03.04.2009: Kreis der Verschwörer
Neshaid Hakim Al-Assam hatte nicht wirklich große Resonanz erwartet: Sobald der Fürst oder einer der Konsuln rufen, erscheint die ganze Domäne, und wenn es nur darum geht, ein wenig Ungeziefer zu jagen. Wenn Hakim ruft -- dann ist wohl das zu erwartende Prestige so gering, daß die Mühen des Schuhebindens zuviel erscheinen. Weder
Angelique de Bonvallé, die von der Regierung offiziell mit der Koordination betraut wurde, ist erschienen, noch die Geißel
Beate Güldenberg -- obwohl die beiden eigentlich noch am meisten Interesse haben sollten. Gut, Bea kann gerade im Dienst sein und irgendwelchen Scheinvampiren oder so hinterherhetzen. Angelique hingegen -- Privataudienz bei Corelli, seit zwei Wochen. Ob sie noch bei Bewußtsein ist? Wird sie regelmäßig genährt, damit sie nicht in die Arme des kalten Schlafes versinkt?
Ganz erfolglos war das Treffen ja nicht. Klar,
Corax Klein war da. Er verpaßt ja auch nur zu ungerne eine Gelegenheit, um sich als Möchtegern-Geißel zu profilieren. Und daß, wo bislang jeder äußerst froh war, den Job wieder los zu sein. Als mordende Bestie durch die Straßen zu schleichen und dabei immer mehr
Seele zu verlieren -- das ist nicht jedermanns Sache. Aber vielleicht ist es die Sache dieses Nazis.
Maedhbh Cowen war ebenfalls da. Oder sein Körper, der im Moment von Oliver Cowen bewohnt wird. Ganz schön kaputter Mann, wenn sein Geist solche Kapriolen schlägt, um funktionstüchtig zu bleiben.
Hakim jedenfalls versuchte den beiden einen kleinen Überblick darüber zu liefern, wie der Ist-Zustand im Berliner Umland derzeit ist (kurz vor katastrophal!), als als dritter und letzter Gast
Dorothea Bishop zu der kleinen Runde stieß, wodurch Hakim aber seine Ausführungen von vorne beginnen mußte.
Und dann passierte etwas Ungewöhnliches.
Hakim fuhr einfach fort, immer wieder unterbrochen von seinen Zuhörern, die Fragen stellten; die seine Erklärungen in andere Richtungen lenkten; die
Interesse zeigten, eigene Gedanken entwickelten, einander Ideen wie Bälle zuspielten, um sie zu verfeinern oder auf Schwachpunkte abzuklopfen. Und langsam schälte sich etwas wie ein Konzept heraus, ein Plan, eine Vorgehensweise. Eine Hoffnung, doch noch das Ziel zu erreichen. Einfach noch länger zu überleben.
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Sessionbericht
21.03.2009: Theater der Wohltätigkeit
Nachlese
Vicomte Antoine Adrien de Gramont sah mit Zufriedenheit auf seine beiden Blutsklaven, wenn auch das Gesicht wenig davon verriet. Sie zeigten im Moment nicht mal schlecht verdeckte Eifersucht aufeinander. Marie-Florence war ihm eine große Hilfe gewesen, ebenso Christoph, aber Marie-Florence wurde von den Gästen wahrgenommen -- Christoph hatte als Koordinator der Sicherheit weitaus weniger Anerkennung erhalten.
Gut! Sie konnten sich also beherrschen.
Es war schlimm genug gewesen, diese Demütigung durch den närrischen Brujah
Simon Lion hinnehmen zu müssen. Auch daß Irene, die Tresenkraft, von diesem wahnsinnigen Walter Freyer niedergeschossen wurde, löst in dem alten Ventrue noch immer Unbehagen aus: Er hatte Gäste, die die Regeln des zivilisierten Beisammenseins ignorierten, die Gastfreundschaft angeboten und zugelassen, daß sie den ganzen Abend über auf seiner Einladung waren. Er fühlte sich beschmutzt und gedemütigt. Er wäre jetzt nicht in der Verfassung gewesen, auch noch die Zwietracht zwischen seinen Ghulen zu ertragen.
Marie-Florence war schon seit einiger Zeit in der Bibliothek bei ihm, wo sie gemeinsam die Ergebnisse der Spendensammlung durchgegangen sind. Fast 1,4 Millionen Euro, davon mehr als zwei Drittel aus den Versteigerungen. Er gestattete sich einen kleinen Augenblick der Verachtung für die demonstrierte Leichtgläubigkeit seiner Gäste. Dann rief er sich wieder zur Ordnung. Gerade bei den Auktionen konnte man doch sehr gut beobachten, wer sich wem gutstellen wollte. Geradezu obszöne Beträge wurden für wertlosen Plunder hinausgeschleudert, allein um die Gunst der Stifter der Objekte zu erregen. Nun, der Druck besaß vielleicht wirklich ein wenig Wert, das Ei hingegen war vermutlich eine Fälschung. Aber
AnnabelMagnis hatte wenigstens eine abenteuerliche Geschichte mit verkauft. Das Ei wird vermutlich noch für ein wenig Aufmerksamkeit sorgen; er sollte jemanden in der Nähe des
CMMdMontlucon haben, der sein Schicksal weiter beobachtet. Irgendein diffuses Gefühl sagte ihm, daß das Ei nicht ohne Hintergedanken angeboten wurde.
Dennoch müßte er --gerade wegen des Erlöses-- diesen Leute danken.
Arcangelo Corelli wird er vielleicht noch ein wenig weiter in sein schlechtes Gewissen treiben, nur übertreiben sollte er es nicht. Fürst
Hans Kohlhase wiederum wird wohl andere Forderungen stellen. Gräfin Magnis, ja!, Gräfin Magnis muß nur überführt werden, daß es sich bei dem Ei um eine arglistige Täuschung oder das Verfolgen eigener Pläne handelt. Und
Ruben Alexander Carrol? Der Versuch, sein Angebot als eigenes Vergnügen zu diskreditieren, wird wohl als zu plump bemerkt werden. Es schadet nicht, ihm gegenüber angemessen dankbar zu sein.
Die kommenden Nächte werden noch eine Flut an Informationen über die Artgenossen in Deutschland und Österreich einbringen. Sollten diese ihm tatsächlich Informationen über Teile ihrer Geschäftsstruktur mitteilen, dürfte das einen enormen Schatz an Wissen darstellen. Nicht, daß er einen Wirtschaftskrieg anzetteln würde, nein, das nicht. Ganz im Gegenteil ist deren wirtschaftlicher Erfolg vital für den Frieden in der Gesellschaft der Artgenossen. Für den Fall der Fälle jedoch ...
Sehr interessant war auch die Zusammensetzung der Gäste von außerhalb Berlins. Daß man Berliner Würdenträger begrüßt, überrascht nicht. Daß aber drei Fürsten, einer davon sogar mit Fürstregentin, und ein Vogt die beschwerliche Reise auf sich genommen hatten, sagt viel über die Probleme in deren Domänen aus. Diesem Verdacht sollte er dezent nachgehen, vielleicht könne er daraus noch weiteren Profit schlagen.
Wenn nur nicht dieses unschickliche Ende gewesen wäre -- es hätte ein so schöner Abend sein können. Nun, die Herren Lion und Freyer werden dafür zahlen, das ist sicher.
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Sessionbericht
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