Elysium
Das Elysium ist älter als jede bekannte Sekte. Das ist unumstößlicher Fakt. Ab da an wird es mysteriös und höchstwahrscheinlich erlogen. Aber die Patrizier nehmen natürlich dessen Ursprung gerne für sich in Anspruch und erzählen, dass das Elysium durch einen der ersten Ventrue während der frühen Antike konzipiert wurde, um einen neutralen Ort für diplomatische Zusammenkünfte zu schaffen -- eine Idee, die dann von den griechischen Toreador aufgegriffen und verfeinert worden sei.
Jahrtausende in der fast vampirleeren Welt eher von nebensächlicher Bedeutung, brachten die Ahnen der Sieben Clane es mit dem Dornenkonvent, das die Anarchenrevolte und damit das vampirische Massensterben der Renaissance beendete, zum ersten Mal prominent aufs Tapet. Zwar konnten die einzelnen Fraktionen keine Einigung finden und gingen bitter verfeindet als Sabbat und Camarilla auseinander. Aber in der Woche des Konventes soll tatsächlich ungebrochener, gewaltloser Frieden geherrscht haben (wer\'s glaubt wird wahrscheinlich nicht nur seelig sondern auch Asche, aber diese "Wahrheit" nehmen beide Seiten als Begründung des
status quo stolz für sich in Anspruch). Die moderne Version des Elysiums beruht auf diesem Ereignis und wird als eine der größten Triumphe der vampirischen Gesellschaft angesehen. Mehr als das: Das Elysium ist heilig und unantastbar. Dabei ist es egal, ob es sich um Mitglieder der Camarilla, Autarki oder sogar Sabbatianer handelt, denn der elysiale Frieden ist der einzige, allgemeinverbindlichen Usus, der gleichermaßen von allen Fraktionen der vampirischen Machtkämpfe anerkannt und praktiziert wird. Die Vorteile, friedlich und diskret auch heikle Geschäfte mit der Gegenseite abwickeln zu können oder Orte der Zuflucht zu haben, an dem einem niemand etwas antun darf, ist für alle so enorm, dass jede Fraktion aus reinem Kosten-Nutzen-Denken diese Institution eisern schützt.
Regeln des Elysiums
In einem Elysium gilt der sogenannte dreifach heilige Friede. Hinter diesem salbungsvollen Wortungetüm verbergen sich folgende feste Regeln:
- Es ist verboten, jedwede Form der Gewalt gegen Vampire auszuüben.
- Es ist verboten, Disziplinen des Blutes anzuwenden, es sei denn, ihr Einsatz dient der Wahrung der Maskerade in der Gegenwart von Menschen.
- Es ist verboten den Besitz von Vampiren zu beschädigen. Dies gilt für Gegenstände, Ghule und Blutpuppen. Das umsichtige Trinken gilt dabei nicht als Schaden.
Im Allgemeinen gelten noch drei weitere Regeln, die nicht explizit zu den Geboten gehören, aber durch permanenten Gebrauch tradierten Charakter haben:
- Jeder Vampir und dessen Personal sollen sich zivil gegenüber den Gästen verhalten.
- Jeder Vampir soll die Konflikte von Clan oder Sekte am Eingang zurücklassen.
- Jeder Vampir soll die Diskretion des Ortes wahren, indem er anderen die freie An- und Abreise ermöglicht.
Eine Gefährdung des Elysiums geht aus dem Zuwiderhandeln des zweiten Dreierpaars an Regeln hervor. Meist verweist der Hüter Gäste, die das Elysium gefährden des Abends und leitet mit Hilfe des sozialen Netzwerkes der Harpyien gesellschaftliche Konsequenzen ein. Ein Bruch des Elysiums geht aus dem Zuwiderhandeln des ersten Dreierpaars an Regeln hervor. Hierbei ist es üblich, das die Beschädigung von Besitz durch öffentliche Demütigung und Reparationen an den Leidtragenden geahndet wird. Der Einsatz von Disziplinen zieht meist harte körperliche Strafen, bis hin zur Starre nach sich. Der Einsatz von Gewalt gegenüber Vampiren aber, egal wie scheinbar gering oder harmlos, kann und wird nur mit der sofortigen Vernichtung durch den Hüter geahndet!
Verwaltung
Elysien nehmen aufgrund der Akzeptanz durch die beiden großen Sekten als auch durch viele der freien Clane eine Sonderstellung in der konfliktreichen Kultur der Vampire ein. Mit nur wenig Überlegung muß es als furchtbar komisch erscheinen, wenn ein Fürst der Camarilla oder einer seiner autorisierten Stellvertreter Gebiete als Elysien deklariert, die dann ebenfalls von Sabbat und Freien anerkannt und geachtet werden. Tatsächlich sind die Elysien kein Zufall, keine Willkür, sondern über lange Zeit von allen Parteien respektierte uund in zahlreichen Verhandlungen bestimmte Treffpunkte. Sie sind das Ergebnis knallharter Händel zwischen den lokalen Ältesten aller Parteien und Fraktionen!
Ein Elysium ist ein Ort, der vom Herren einer Domäne (oder einem dazu autorisierten Stellvertreter) dazu erklärt wird. Ausgerufene Elysien werden einmal der gesamten Domäne bekannt gemacht, danach ist die Pflicht an jedem einzelnen, sich über den Stand der Dinge informiert zu halten. Elysien sind niemals Teil des Territoriums eines belehnten Vampirs, selbst wenn sie sich auf dessen Jagdgründen befinden. Sie sind wahrhaft neutrale Orte.
Selbst ein temporäres Elyisium wird für einen vorbestimmten Zeitraum ausgerufen. Kein Herrscher würde es wagen, ein Elysium wie einen Lichtschalter an und auszuknipsen, um seine Feinde in ein Gefühl der Sicherheit zu locken und dann, seine Gastfreundschaft verratend, sie zu eliminieren.
Ebenso wie das Elysium ist auch sein Hüter nur als Ergebnis von heimlichen Vereinbarungen der lokalen Spitzen von Sabbat, Camarilla und Freien zu verstehen, denn ansonsten müßte er mit den nicht an seiner Ernennung beteiligten Fraktionen ständig um seine Autorität ringen. Dies mag in vielerlei Gegenden der Welt tatsächlich so sein -- aber wer auch immer die Vorherrschaft in einer Region hat, wer die lokale Macht stellt, wird auch bei der Ernennung ein gewichtigeres Wort mitzureden haben. In Europa, in den Kernlanden der Camarilla dürften Hüter der Elysien ebenso wie die Elysien selbst fast ausschließlich von den Ahnen der Camarilla bestimmt werden. Die anderen Parteien kriegen bestenfalls ein Memo die Neuerung betreffend zugesandt.
Herrscher benennen als Zeichen ihrer Integrität und Anerkenntnis der Neutralität des Elysiums einen sogenannten Hüter, dessen Aufgabe darin besteht, den Erhalt der sterblichen Institutionen, auf denen das Elysium liegt, zu garantieren und Sicherungs/Versorgungs- maßnahmen für vampirische Treffen zu arrangieren. Er verwaltet auch den "Gesellschaftskalender" für Events in Elysien, über die er selbstverständlich von Gastgebern zu informieren ist. Zwar kann niemandem das Recht verwehrt werden, in ein Elysium zu kommen, aber es gehört zum guten Ton, vorher höflich zu fragen. Der Hüter des Elysiums ist bei größeren Einladungen meist selbst anwesend und betätigt sich als Vermittler und Conferencier. Ein Teil seiner Macht besteht darin, dass er jeden Bruch eines Elysiums nach seinem eigenen Ermessen mit aller Macht verhindern oder rückwirkend bestrafen darf. Seine Befugnisse ähneln hier der Geißel, begrenzt auf das Gebiet der Elysien.
Elysien in Berlin
Mit Wirkung des Herrschaftsantrittes
Hans Kohlhases wurde in dessen Namen die Liste der aktuellen Elysien von seinem Consul
Arcangelo Corelli ausgerufen. Zeitgleich wurde
Zodiak zum Hüter des Elysiums ernannt. Diese Konstellation existiert unverändert seit dem Jahr 2005. Daher wird als selbstverständlich erwartet, dass jeder Untertan mit den Gepflogenheiten vertraut ist und entsprechend sein Handeln ausrichtet. Die Elysien und der Umgang mit Ihnen kann bei den Consuln, dem Hüter oder eigenen Clan erfragt werden. Mit diesem Text hier kann aber zunächst davon ausgegangen werden, dass die hier genannten allgemeinen Informationen auf die eine oder andere Weise den zur Zeit aktiven Charakteren bekannt sind und Verwendung im Spiel finden dürfen.
Die Orte des Elysiums in Berlin und Potsdam sind:
- Alle geweihten Stätten des Glaubens einer der drei großen monotheistischen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam). Dazu gehören in Berlin Gotteshäuser und Friedhöfe samt Kapellen, nicht jedoch Gemeindesäle, Häuser von Geistlichen oder entweihte/umgewidmete Gebetsstätten.
- Alle staatlichen Museen, Galerien, sonstigen Ausstellungsräume und Bibliotheken. Nicht eingeschlossen sind alle privat geführten Orte der Kultur, sowie die Berliner und Potsdamer Schlösser.
- Standorte in Berlin-Mitte
- Standorte in Berlin-Tiergarten
- Standort in Berlin-Moabit
- Standorte in Berlin-Charlottenburg
- Standorte in Berlin-Dahlem]] (Museumszentrum)
- Standorte in Berlin-Köpenick
- Forschungseinrichtungen (Überprüfen! Keine tatsächlichen Museen)
- Alle Theater und Opernhäuser, die vor 1933 erbaut und eingeweiht wurden und heute noch in Betrieb sind. Ausgeschlossen sind alle jüngeren Bühnen oder solche Häuser, die einmal einen Vorführungsort beherbergten, jetzt aber einem anderen Zweck gewidmet sind.
- Alle Orte der Staatspolitik, also Gebäude, die Bundes- oder Landesbehörden beherbergen, in denen die Regierung tagt, etc. Nicht eingeschlossen sind Parteizentralen oder Zweigstellen, sowie Amtsgebäude der Berliner Lokalpolitik oder Verwaltung.
- Alle öffentlich betriebenen Flughäfen und Bahnhöfe.
- Das gesamte Gelände des Pfefferbergs in seinen Begrenzungen durch die einzelnen Tore.
- Das gesamte Areal der Museumsinsel, begrenzt von dem Dreieck aus den zwei Armen der Spree und der Straße Unter den Linden.
- Das gesamte Areal des Gendarmenmarktes, begrenzt auf die nur für Fußgänger zugängliche Zone.
- Der Pariser Platz zwischen Brandenburger Tor und Wilhelmstraße.
- Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und der gesamte Teil des Breitscheidplatzes, auf dem sie steht.
- Der Rosengarten im Tiergarten in den Grenzen der Zäune.
- Die mittlere Ebene des Schillerparks, also das von den Treppen nach oben und unten eingegrenzte Feld um das Dichterdenkmal.
- Das Internationale Congress Centrum.
- Die Zitadelle zu Spandau und das gesamte in ihren Mauern enthaltene Gelände.
Karten:
- Das gesamte Gelände des Pfefferbergs in seinen Begrenzungen durch die einzelnen Tore.
- Das gesamte Areal der Museumsinsel, begrenzt von dem Dreieck aus den zwei Armen der Spree und der Straße Unter den Linden.
- Das gesamte Areal des Gendarmenmarktes, begrenzt auf die nur für Fußgänger zugängliche Zone.
- Der Pariser Platz zwischen Brandenburger Tor und Wilhelmstraße.
- Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und der gesamte Teil des Breitscheidplatzes, auf dem sie steht.
- Der Rosengarten im Tiergarten in den Grenzen der Zäune.
- Die mittlere Ebene des Schillerparks, also das von den Treppen nach oben und unten eingegrenzte Feld um das Dichterdenkmal.
- Das Internationale Congress Centrum.
- Die Zitadelle zu Spandau und das gesamte in ihren Mauern enthaltene Gelände.
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