AaronLynenkamp

Aaron Lynenkamp


„Ich bin Künstler. Ja, gescheiterter Künstler, aber was soll’s. Ich scheiß auf eine akademische Ausbildung… Scheiß auf alles. Ich kann machen, was ich will. Und genau das habe ich vor. Diese ganzen neuen Eindrücke, die ich jeden Tag erfahren kann… ich sehe, ich höre, ich fühle, rieche, schmecke. Das ist Kunst. Mir geht’s so gut, wie noch nie zuvor und ich habe vor, dass das so bleibt. Außerdem hab ich jetzt genug Kohle und muss mir nicht… naja, egal… sagen wir, ich hatte ne schwierige Zeit.

Was? Ich interessiere mich für Dekonstruktion. Na und? Ich weiß, das ist postmodern und postmodern ist out. Egal. Ich finde, die Postmoderne ist noch überhaupt nicht ausgeschöpft. Irgendwie… da geht’s lang… ich weiß das. Ich weiß das ganz genau. Aber die Medien sind ausgeschöpft… da muss was Neues her. Da sind so Pläne. Aber das ist moralisch vielleicht nicht so… angesehen… verstehst du? Ja? Du verstehst mich. Das brauche ich auch. Also, dass mich jemand versteht. Endlich.

Natürlich ist diese ganze „neue Gesellschaft“ in der ich mich jetzt befinde irgendwie ein Ärgernis. Also die Leute an sich, meine ich. Nicht die Institution. Ich steh auf die Camarilla. Die ist gut zu mir. …das sollte ich so sagen, meint Viktor. Ich lach mich weg, verdammt, hoffentlich hört das hier keiner…irgendwie erinnert mich die ganze Camarilla an eine große Frucht, an irgendetwas, das verfault. Was soll’s.

Und die ganzen Regeln, die Do’s and Dont’s, das ist ärgerlich, aber bisher läuft alles super. „Fun ist ein Stahlbad“ sagt eine Freundin von mir immer, da muss man wohl durch. Was soll’s.

Na, ich habe auf jeden Fall bekommen, was ich verdiene: Ein Kainit zu sein. Das kann man so oder so sehen. Gut oder schlecht. Mach es, wie du willst. Ich ziehe es vor, es gut zu sehen. Viktor hat mein Leben gerettet, nein, er hat mir Leben gegeben. Vorher war ich tot. Er hat mir Leben gegeben, indem er es mir genommen hat. Deshalb höre ich wohl auch auf ihn. Ich muss ihm gehorchen, weil er mich sonst ganz alleine lässt und dann erfahre ich niemals den Master-Plan. Irgendwas passiert schon bald. Sehr bald.
Scheiße, das ist total pathetisch. Kaum zu glauben, dass ich das sage. Auf jeden Fall, war das der richtige Schritt in die richtige Richtung. Das alles. Alles!
Diese ganzen neuen Einsichten und so. Ja, das gibt mir voll viel.

Hey, ich gehe jetzt noch ins Berghain. Total geil. Kommste mit? Ich bring dich umsonst rein…“


Bevor Aaron Lynenkamp das Kind von Viktor Gideon Alburn wurde, studierte er Bildende Kunst an der Universität der Künste in Berlin. Viel Talent und ein gewagter Ausdruck brachten ihn schnell voran, doch schien Aaron nie wirklich zufrieden mit dem zu sein, was er tat.

Er sehnte sich nach einer neuen Ausdrucksweise, aber er hatte zu wenig Geduld, um seine Studien zu vertiefen. Nichts schien ihm wichtig genug, es tatsächlich abzubilden und kein Weg, sich seinem Ziel zu nähern, schien ihn zu befriedigen. Keine Erfahrung schien ihn weiter zu bringen. Er brach sein Studium aus Verzweiflung ab, was zum Ende des Geldsegens seiner wohlhabenden Eltern führte und auf Abbruch folgte Absturz.
Er merkte noch, dass er vor einem großen Schritt stand, den er einfach nicht vollziehen konnte, doch brachte er es bald nicht mehr fertig sich diesen Ideen zu widmen. Zu viele Probleme sein Leben zu bewältigen strömten auf ihn ein, so dass er sich von seinen eigentlichen Zielen entfernte.
Es mangelte ihm an etwas, dass ihn daran hinderte weiter zu kommen, einen tieferen Sinn zu erfahren. Aber er wusste nicht was, bis er Viktor Gideon Alburn traf, beziehungsweise bis Viktor Gideon Alburn Aaron traf und ihn so zu einem Teil seines neuen „Schlägertrupps“ machte.

Seine Gleichgültigkeit und sein Hedonismus scheinen die einen zu verwirren und den Zorn der anderen herab zu beschwören, aber noch ist Aaron schwer zu greifen, da er selten anwesend ist und sich generell wenig aus den politischen Aktionen der Camarilla macht, so lange es ihm gut geht. Er umgibt sich lieber mit diversen Damen des Clans der Rose und irgendeine Verbindung aus seinem früheren Leben scheint auch zu Viktors zweitem Kind, Elisabeth Winterfeldt zu bestehen.

Aaron sieht sein neu gewonnenes Leben als die Lösung an, auf die er sein ganzes Leben gewartet hat. Endlich wurde ihm ein Schlüssel in die Hand gegeben, um die Türen zu öffnen, die anderen verschlossen bleiben. Die Verlockungen des Blutes, Gewalt und Zerstörung, Sex und Drogen und jegliche anderen „Genüsse“ gepaart mit den angesagtesten Partys und viel elektronischer Musik (und vor allem genug Geld) sind die Welten, in denen er immer noch schwelgt und wer weiß, ob er jemals satt wird seine neuen Eindrücke zu genießen und wann er aufhört so intensiv nach neuen zu suchen.
 

Kategorien: Charakter, Malkavian, Camarilla
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