AristideGillette

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AristideGilletteGeschichte


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======Aristide Gillette======
AristideGilletteRisiko
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~auf meiner Stirn, die sich nicht schließt.
~das Herz sich nicht draus tot.
~Blut im Munde.//
~~~Gottfried Benn, Mutter
Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben.
Aristide, Kind der Bombennächte von \'44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte.
Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen?
So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein.
Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen auf überregionalem Parkett der Politik andient. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin nach vier Jahren übrig gelassen hat, das Abbild des ausgebrannten Idealisten ... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Arbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
So scheint es nicht weiter zu verwundern, daß [[TageBuch20080628 seinem Ableben im Kampf gegen den Sabbat]] Zwistigkeiten mit und Drohungen zwischen ihm und seinen Freunden vorausgingen -- ja, der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert. Viele, Freunde und Feinde, werden mit zwiespältigen Gefühlen an ihn zurückdenken.
{{image class="right" image url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="text" alt="text"}}=====Die lange Weihnacht=====
Deletions:
======Aristide de Lesseps======
AristideGilletteRisiko>>
auf meiner Stirn, die sich nicht schließt.
das Herz sich nicht draus tot.
Blut im Munde.//
- Gottfried Benn, Mutter
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Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen auf überregionalem Parkett der Politik andient. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin nach vier Jahren übrig gelassen hat, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Arbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
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**Die lange Weihnacht**


Revision [8356]

Edited on 2008-09-07 14:47:31 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [Fehler korr.]
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======Aristide de Lesseps======
>>Zugehörigkeit: Brujah
Ein weiterer wintertiefer Nachmittag. Die Standuhr schlägt gedämpft die Stunde. Ein Zucken fährt wie ein elektrischer Impuls durch die auf dem Ohrensessel zusammengesunkene Gestalt. Der Todesschlaf des Tages vergeht in einer Sekunde – bevor Aristide die eisblauen Augen aufschlägt, ist er schon wach.
Mit kalkulierter Müßigkeit nimmt er das aufgeschlagene Buch von seiner Brust und liest noch ein paar Zeilen weiter, wo ihm der Sonnenaufgang die Marionettenfäden des falschen Lebens durchschnitt und seine Lektüre unter Zwang beendete. Brecht. „…und er kann sich nicht erinnern und man kann nicht an ihn ran, Denn ein Haifisch ist kein Haifisch, wenn man’s nicht beweisen kann.“ Ari denkt an den Vergleich, als er die zerlesene Originalausgabe der ‚Dreigroschen Oper’ behutsam auf den Kaffeetisch legt und muss unwillkürlich lächeln. Mimik ist nur eine Pflichtübung in einer Welt, die Ausdruck umdeutet und Gefühl ausnutzt. Ein abgewetztes Lächeln ist ihm geblieben, der Wind hat die Freundlichkeit daraus ausgeschabt. Kaum Lippen, viel von den Zähnen, die Fältchen um die Augen bewegen sich nicht.
Jetzt entspannt sich das Lächeln, ist nicht mehr so aus Plastik, Glas und Stahl. Jetzt ist es fast echt. Für einen kurzen Moment hält Aristide inne und blickt auf das Arrangement auf dem Tisch herab. Verwirrung. Er weiß, dass er es immer so macht. Jedes einzelne Mal. Ohne Fehl. Ohne Abweichung. Ohne Nachdenken. Stille. Er schüttelt leicht den Kopf. Der Moment geht vorbei. Er steht auf und zieht den abgewetzten Mantel mit dem schwarz-weißen Fischgrätenmuster – Überbleibsel seiner Tage als Sterblicher (sie werden immer weniger, diese Dinge) – über seine Schultern. Draußen wartet die Nacht auf Schritte, die getan werden wollen.
Wie ein Heimkehrender setzt er zögerlich einen ersten Fuß auf den Boden. Er hätte mit dem Auto in die Stadt fahren können, aber so ist es besser. Nicht einfach nur, weil er es mittlerweile gewohnt ist, sondern auch, weil er das Gefühl hat, erst jeden Quadratzentimeter dieser Stadt jede Nacht wieder neu für sich entdecken zu müssen. Die Außenbezirke sind immer anders als der Kern, aber diese kleinbürgerliche Villensiedlung ist wie das Monument einer längst vergangenen Zivilisation von einem entfernten Stern. So wenig Berlin… und doch so sehr.
Ein verarmtes Lächeln bleibt auf Aristides Lippen hängen, als er das Zentrum erreicht. Die Stadt umfängt ihn und kann ihn dennoch nicht verzehren. Obschon es nicht nötig ist, will er es erleben. Tief und gleichmäßig atmet er kristallklare Luft ein, öffnet seinen Mantel, breitet die Arme aus, bis sein ganzer Körper von dieser Nacht erfüllt ist. Nichts. Nicht viel, jedenfalls. Leer, ausgebrannt. Die Atemzüge sind gleichmäßig und tief – und unnötig. Mit ihm atmet das dumpfe Grollen in seinem Inneren. Immer präsent, naht es jetzt stärker, hat es die Lücke in der Verteidigung erkannt. Ein schneller, verstohlener Blick: Die Gasse ist leer. Die Füße finden festen Halt, stoßen sich, wie von selber ab, als wollten sie der Erde fern sein, trotzten aus Ärger über die Anmaßung den Fesseln der Schwerkraft und schon steht er auf dem Dachfirst.
Sicher, er hat triumphiert. Wieder mal. Nicht ohne etwas dafür zu bezahlen, aber dennoch siegreich. Was bedeutet ihm dieser Erfolg, was brachte die gestrige Nacht? Nur mehr Vampire, die es galt, für ihre Arroganz und ihre Grausamkeit zu bestrafen. Ja, … bestrafen. Er kann sich noch so oft einreden, dass er die Dinge, die er tut, zum Schutz der Gesellschaft macht, dass es ihm seine Verantwortung als gebietet, sich um jeden einzelnen dieser nutzlosen Parasiten Sorgen zu machen, und wir doch wissen, dass davon seine Hände auch nicht reiner werden.
Aristide schaut wütend auf seine abgewetzten Stiefel und die geteerte Dachpappe darunter. Wieder ein Ort verseucht von den langsamen, den schleichenden Einflüsterungen seiner Inneren Bestie. Ob er diesem Ort oder sich selbst entkommen will, weiß er nicht, als er sich mit einem kraftvollen Sprung vom Dach abstößt und mühelos den Abgrund bis zum nächsten Dach überwindet. Immer wieder hat er Angst davor, wie leicht solche Dinge ihm fallen. An einer Fassade empor zu springen, eine gepanzerte Stahltür zu zerreißen, als wäre sie aus Papier – sein Blut gibt ihm die Macht dazu. Er hat es immer hingenommen, wenn seine Kräfte mit der Zeit wuchsen und ihn immer unmenschlichere Dinge tun ließen. Noch dazu er, überlegt Aristide, der Hänfling, der Streber ohne Muskeln der in der Schule immer widerstandslos verprügelt wurde. Aber es sind nicht nur die kainitischen Disziplinen, die ihm Sorgen bereiten. Seine Kraft ist nützlich. Aber die Wut Troiles, die als Erbe durch seine kalten Adern fließt, korrumpiert sie, pervertiert sie.
Wie deutlich noch erinnert er sich des Gesichtes des ersten Sterblichen, den er getötet hat? Eigentlich wollte er ihn nur zu Boden schlagen – tatsächlich platzte der Kopf wie eine reife Wassermelone und das lose Gesicht glitt vom zerborstenen Schädel hinunter. Das groteske Bild bleibt. Die Identität verschleiert sich in einer Vergangenheit von Taten, die so oft bereut wurden, dass er gegen sie abgestumpft ist,
Seine Wut – mittlerweile kann er sie beherrschen. Das Lied der Wälder hat den Heimkehrenden verändert. Als hätte ein unsichtbarer Schraubstock seine Schultern begradigt, hat sich sein Gang aufgerichtet. Wer durch den tiefsten Morast gekrochen ist, den der Wildnis und den seines Herzens, erst wer all seine Würde verloren hat, wenn der Stolz aus den abgebrochenen Fingerspitzen geblutet ist, mit denen man versucht hat, in der harten Eiserde ein Grab für den Tag auszuheben, der will nur gehen und schreitet schon. Die Leere weicht vor einem zurück, macht Platz, will nicht ergriffen werden.
Er ist wie feuchter Ton. So viele haben ihm ihr Siegel schon aufgedrückt, so dass von der Urform nur wenig geblieben ist. Druck. Der Staudamm versteht das Wasser nicht und muss darum brechen. Es ist eine Wahrheit – früher oder später passieren diese Dinge. Aristide wollte sich nur tragen lassen, dem Flusslauf folgen, aber dann stand er in der Strömung. Einmal, da hat es ihn gebrochen, hat ihn zerfetzt und mitgerissen und er schrie nächtelang. Der Laut zwang seine Kiefer auseinander und brüllte, ich will hinaus aus dir, nicht länger gefangen sein. Jetzt tun sich die Straßen mit all ihrer Flut vor ihm auf und er fürchtet sie nicht.
Doch immer noch lauert der eine entscheidende Moment der Kontrollosigkeit. Lass dich fallen, flüstert die Innere Bestie – und es ist ein so unglaublich süßes, verlockendes Angebot. Das Leben nur noch ein einziger Schleier wilder, unkontrollierter Emotion, ohne Verantwortung, ohne Zweifel, ohne… Liebe.
Unwirsch springt Aristide wieder auf ein anderes Dach. Sein Blut kocht so heiß, dass er einfach nicht stillstehen kann. Wie viel einfacher war es, als er noch mit den Anarchen durch die Gegend zog, als Freiheit noch eine schöne Illusion war. Doch diese Freiheit war nur ein weiteres Gefängnis und Rast gibt es nicht für die Ruhelosen. Sich selbst entsagend, ist er auf der Suche nach den Zeilen seiner Bücher Jahrzehnte durch die Welt gewandert. Er hat mehr Freunde verloren, als er gefunden hat, hat geliebt und geweint und am Ende immer wieder nur Asche zwischen den Fingern gefunden. Dann kam Berlin und die Entscheidung, vor der auch seine Erzeugerin stand, als sie in diesen Moloch gesogen wurde. Er hat alles verraten, was er war, um das zu werden was er ist. Was die Familien brauchen… alle beide, auch wenn keine es zugibt. Er ist der geworden, der die Verantwortung trägt und tut was getan werden muss. Er fühlt sich nicht ungeliebt. Aber selbst unter vielen, ist er jetzt immer allein.
Es fällt ihm schwer. Diese Egel nähren sich vor den Menschen, ohne den geringsten Respekt vor dem Wert ihres Lebens zu zeigen und spreizen sich dann wie Pfaue voreinander, um sich stolz ihre nichtigen Errungenschaften zu präsentieren. Und er ist jetzt schon lange Teil dieses Systems, auf Gedeih und Verderb ein Rädchen im Uhrwerk der Camarilla. Er ist Hüter eines Systems, dass er verachtet. Aristide ist heute Nacht voller Verachtung… vor allem vor sich selbst. Aber er tut seinen Dienst. Vielleicht weil sonst alles noch viel schlimmer wäre. Vielleicht weil er einfach etwas tun muss.
Der Frieden ist so schrecklich tosend laut. Nach dem Töten ist es still. Dann schweigt seine Bestie. Dann schweigt sein Gewissen. Und dann? Dann kommt der nächste Wahnsinnige und der nächste Sabbatangriff und der nächste Traditionsbrecher und der nächste… Es wird nicht aufhören. Niemals.
Aristide sieht sein Ziel in der Nähe, jenseits der Spree, sieht die stolze Kuppel des Doms und springt vom Dach herunter, hinab in die Straßen Berlins, die ihn umarmen, um ihn weiter zu besudeln. Die Wahrheit ist, er braucht diese Stadt. Aber er ist auch immer noch Aristide. Noch… Wie lange noch? Wofür? Kann er in Jahrhunderten noch mitfühlend sein oder wenigstens Freude empfinden? Kann man sich selbst entkommen? Stellt man sich dann überhaupt noch Fragen? Der Wind pfeift vorbei an den schweren Pforten des Doms. Seine Fenster sind leere Augen.
Routine. Sicherheit. Es ist nichts Unstetes mehr in seinen Augen, nichts Gehetztes. Das Eismeer seiner Iris strahlt nur noch Ruhe aus und eine Sanftheit, die ihn fremd macht. Sanft, wie ein Wolf sanft ist – Harmonie, nicht Frieden. Es ist fast wieder Zeit zu töten. Neues Blut wäscht altes ab. Es muss nur immer weiter fließen. Mit ihm und in ihm atmet die Bestie im Einklang. Und schweigt.
Deletions:
=====Aristide de Lesseps=====
>>Clan: Brujah
Ein weiterer wintertiefer Nachmittag. Die Standuhr schlägt gedämpft die Stunde. Ein Zucken fährt wie ein elektrischer Impuls durch die auf dem Ohrensessel zusammengesunkene Gestalt. Der Todesschlaf des Tages vergeht in einer Sekunde – bevor Aristide die eisblauen Augen aufschlägt, ist er schon wach.
Mit kalkulierter Müßigkeit nimmt er das aufgeschlagene Buch von seiner Brust und liest noch ein paar Zeilen weiter, wo ihm der Sonnenaufgang die Marionettenfäden des falschen Lebens durchschnitt und seine Lektüre unter Zwang beendete. Brecht. „…und er kann sich nicht erinnern und man kann nicht an ihn ran, Denn ein Haifisch ist kein Haifisch, wenn man’s nicht beweisen kann.“ Ari denkt an den Vergleich, als er die zerlesene Originalausgabe der ‚Dreigroschen Oper’ behutsam auf den Kaffeetisch legt und muss unwillkürlich lächeln. Mimik ist nur eine Pflichtübung in einer Welt, die Ausdruck umdeutet und Gefühl ausnutzt. Ein abgewetztes Lächeln ist ihm geblieben, der Wind hat die Freundlichkeit daraus ausgeschabt. Kaum Lippen, viel von den Zähnen, die Fältchen um die Augen bewegen sich nicht.
Jetzt entspannt sich das Lächeln, ist nicht mehr so aus Plastik, Glas und Stahl. Jetzt ist es fast echt. Für einen kurzen Moment hält Aristide inne und blickt auf das Arrangement auf dem Tisch herab. Verwirrung. Er weiß, dass er es immer so macht. Jedes einzelne Mal. Ohne Fehl. Ohne Abweichung. Ohne Nachdenken. Stille. Er schüttelt leicht den Kopf. Der Moment geht vorbei. Er steht auf und zieht den abgewetzten Mantel mit dem schwarz-weißen Fischgrätenmuster – Überbleibsel seiner Tage als Sterblicher (sie werden immer weniger, diese Dinge) – über seine Schultern. Draußen wartet die Nacht auf Schritte, die getan werden wollen.
Wie ein Heimkehrender setzt er zögerlich einen ersten Fuß auf den Boden. Er hätte mit dem Auto in die Stadt fahren können, aber so ist es besser. Nicht einfach nur, weil er es mittlerweile gewohnt ist, sondern auch, weil er das Gefühl hat, erst jeden Quadratzentimeter dieser Stadt jede Nacht wieder neu für sich entdecken zu müssen. Die Außenbezirke sind immer anders als der Kern, aber diese kleinbürgerliche Villensiedlung ist wie das Monument einer längst vergangenen Zivilisation von einem entfernten Stern. So wenig Berlin… und doch so sehr.
Ein verarmtes Lächeln bleibt auf Aristides Lippen hängen, als er das Zentrum erreicht. Die Stadt umfängt ihn und kann ihn dennoch nicht verzehren. Obschon es nicht nötig ist, will er es erleben. Tief und gleichmäßig atmet er kristallklare Luft ein, öffnet seinen Mantel, breitet die Arme aus, bis sein ganzer Körper von dieser Nacht erfüllt ist. Nichts. Nicht viel, jedenfalls. Leer, ausgebrannt. Die Atemzüge sind gleichmäßig und tief – und unnötig. Mit ihm atmet das dumpfe Grollen in seinem Inneren. Immer präsent, naht es jetzt stärker, hat es die Lücke in der Verteidigung erkannt. Ein schneller, verstohlener Blick: Die Gasse ist leer. Die Füße finden festen Halt, stoßen sich, wie von selber ab, als wollten sie der Erde fern sein, trotzten aus Ärger über die Anmaßung den Fesseln der Schwerkraft und schon steht er auf dem Dachfirst.
Sicher, er hat triumphiert. Wieder mal. Nicht ohne etwas dafür zu bezahlen, aber dennoch siegreich. Was bedeutet ihm dieser Erfolg, was brachte die gestrige Nacht? Nur mehr Vampire, die es galt, für ihre Arroganz und ihre Grausamkeit zu bestrafen. Ja, … bestrafen. Er kann sich noch so oft einreden, dass er die Dinge, die er tut, zum Schutz der Gesellschaft macht, dass es ihm seine Verantwortung als gebietet, sich um jeden einzelnen dieser nutzlosen Parasiten Sorgen zu machen, und wir doch wissen, dass davon seine Hände auch nicht reiner werden.
Aristide schaut wütend auf seine abgewetzten Stiefel und die geteerte Dachpappe darunter. Wieder ein Ort verseucht von den langsamen, den schleichenden Einflüsterungen seiner Inneren Bestie. Ob er diesem Ort oder sich selbst entkommen will, weiß er nicht, als er sich mit einem kraftvollen Sprung vom Dach abstößt und mühelos den Abgrund bis zum nächsten Dach überwindet. Immer wieder hat er Angst davor, wie leicht solche Dinge ihm fallen. An einer Fassade empor zu springen, eine gepanzerte Stahltür zu zerreißen, als wäre sie aus Papier – sein Blut gibt ihm die Macht dazu. Er hat es immer hingenommen, wenn seine Kräfte mit der Zeit wuchsen und ihn immer unmenschlichere Dinge tun ließen. Noch dazu er, überlegt Aristide, der Hänfling, der Streber ohne Muskeln der in der Schule immer widerstandslos verprügelt wurde. Aber es sind nicht nur die kainitischen Disziplinen, die ihm Sorgen bereiten. Seine Kraft ist nützlich. Aber die Wut Troiles, die als Erbe durch seine kalten Adern fließt, korrumpiert sie, pervertiert sie.
Wie deutlich noch erinnert er sich des Gesichtes des ersten Sterblichen, den er getötet hat? Eigentlich wollte er ihn nur zu Boden schlagen – tatsächlich platzte der Kopf wie eine reife Wassermelone und das lose Gesicht glitt vom zerborstenen Schädel hinunter. Das groteske Bild bleibt. Die Identität verschleiert sich in einer Vergangenheit von Taten, die so oft bereut wurden, dass er gegen sie abgestumpft ist,
Seine Wut – mittlerweile kann er sie beherrschen. Das Lied der Wälder hat den Heimkehrenden verändert. Als hätte ein unsichtbarer Schraubstock seine Schultern begradigt, hat sich sein Gang aufgerichtet. Wer durch den tiefsten Morast gekrochen ist, den der Wildnis und den seines Herzens, erst wer all seine Würde verloren hat, wenn der Stolz aus den abgebrochenen Fingerspitzen geblutet ist, mit denen man versucht hat, in der harten Eiserde ein Grab für den Tag auszuheben, der will nur gehen und schreitet schon. Die Leere weicht vor einem zurück, macht Platz, will nicht ergriffen werden.
Er ist wie feuchter Ton. So viele haben ihm ihr Siegel schon aufgedrückt, so dass von der Urform nur wenig geblieben ist. Druck. Der Staudamm versteht das Wasser nicht und muss darum brechen. Es ist eine Wahrheit – früher oder später passieren diese Dinge. Aristide wollte sich nur tragen lassen, dem Flusslauf folgen, aber dann stand er in der Strömung. Einmal, da hat es ihn gebrochen, hat ihn zerfetzt und mitgerissen und er schrie nächtelang. Der Laut zwang seine Kiefer auseinander und brüllte, ich will hinaus aus dir, nicht länger gefangen sein. Jetzt tun sich die Straßen mit all ihrer Flut vor ihm auf und er fürchtet sie nicht.
Doch immer noch lauert der eine entscheidende Moment der Kontrollosigkeit. Lass dich fallen, flüstert die Innere Bestie – und es ist ein so unglaublich süßes, verlockendes Angebot. Das Leben nur noch ein einziger Schleier wilder, unkontrollierter Emotion, ohne Verantwortung, ohne Zweifel, ohne… Liebe.
Unwirsch springt Aristide wieder auf ein anderes Dach. Sein Blut kocht so heiß, dass er einfach nicht stillstehen kann. Wie viel einfacher war es, als er noch mit den Anarchen durch die Gegend zog, als Freiheit noch eine schöne Illusion war. Doch diese Freiheit war nur ein weiteres Gefängnis und Rast gibt es nicht für die Ruhelosen. Sich selbst entsagend, ist er auf der Suche nach den Zeilen seiner Bücher Jahrzehnte durch die Welt gewandert. Er hat mehr Freunde verloren, als er gefunden hat, hat geliebt und geweint und am Ende immer wieder nur Asche zwischen den Fingern gefunden. Dann kam Berlin und die Entscheidung, vor der auch seine Erzeugerin stand, als sie in diesen Moloch gesogen wurde. Er hat alles verraten, was er war, um das zu werden was er ist. Was die Familien brauchen… alle beide, auch wenn keine es zugibt. Er ist der geworden, der die Verantwortung trägt und tut was getan werden muss. Er fühlt sich nicht ungeliebt. Aber selbst unter vielen, ist er jetzt immer allein.
Es fällt ihm schwer. Diese Egel nähren sich vor den Menschen, ohne den geringsten Respekt vor dem Wert ihres Lebens zu zeigen und spreizen sich dann wie Pfaue voreinander, um sich stolz ihre nichtigen Errungenschaften zu präsentieren. Und er ist jetzt schon lange Teil dieses Systems, auf Gedeih und Verderb ein Rädchen im Uhrwerk der Camarilla. Er ist Hüter eines Systems, dass er verachtet. Aristide ist heute Nacht voller Verachtung… vor allem vor sich selbst. Aber er tut seinen Dienst. Vielleicht weil sonst alles noch viel schlimmer wäre. Vielleicht weil er einfach etwas tun muss.
Der Frieden ist so schrecklich tosend laut. Nach dem Töten ist es still. Dann schweigt seine Bestie. Dann schweigt sein Gewissen. Und dann? Dann kommt der nächste Wahnsinnige und der nächste Sabbatangriff und der nächste Traditionsbrecher und der nächste… Es wird nicht aufhören. Niemals.
Aristide sieht sein Ziel in der Nähe, jenseits der Spree, sieht die stolze Kuppel des Doms und springt vom Dach herunter, hinab in die Straßen Berlins, die ihn umarmen, um ihn weiter zu besudeln. Die Wahrheit ist, er braucht diese Stadt. Aber er ist auch immer noch Aristide. Noch… Wie lange noch? Wofür? Kann er in Jahrhunderten noch mitfühlend sein oder wenigstens Freude empfinden? Kann man sich selbst entkommen? Stellt man sich dann überhaupt noch Fragen? Der Wind pfeift vorbei an den schweren Pforten des Doms. Seine Fenster sind leere Augen.
Routine. Sicherheit. Es ist nichts Unstetes mehr in seinen Augen, nichts Gehetztes. Das Eismeer seiner Iris strahlt nur noch Ruhe aus und eine Sanftheit, die ihn fremd macht. Sanft, wie ein Wolf sanft ist – Harmonie, nicht Frieden. Es ist fast wieder Zeit zu töten. Neues Blut wäscht altes ab. Es muss nur immer weiter fließen. Mit ihm und in ihm atmet die Bestie im Einklang. Und schweigt.


Revision [7677]

Edited on 2008-07-03 11:15:58 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
Additions:
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Revision [7278]

Edited on 2008-06-08 11:07:12 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
Additions:
//Ich trage dich wie eine Wunde
auf meiner Stirn, die sich nicht schließt.
Sie schmerzt nicht immer. Und es fließt
das Herz sich nicht draus tot.
Nur manchmal bin ich blind und spüre
Blut im Munde.//
- Gottfried Benn, Mutter


Revision [7277]

Edited on 2008-06-08 10:56:43 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
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Revision [7276]

Edited on 2008-06-08 10:55:58 by Ben Haedrich [Fehler korr.]

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Revision [7275]

Edited on 2008-06-08 10:55:00 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
Additions:
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Revision [7274]

Edited on 2008-06-08 10:52:26 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
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Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen auf überregionalem Parkett der Politik andient. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin nach vier Jahren übrig gelassen hat, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Arbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
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Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen auf überregionalem Parkett der Politik andient. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Arbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.


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Edited on 2008-06-08 10:50:10 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
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**Die lange Weihnacht**
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Die lange Weihnacht


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Die lange Weihnacht
Ein weiterer wintertiefer Nachmittag. Die Standuhr schlägt gedämpft die Stunde. Ein Zucken fährt wie ein elektrischer Impuls durch die auf dem Ohrensessel zusammengesunkene Gestalt. Der Todesschlaf des Tages vergeht in einer Sekunde – bevor Aristide die eisblauen Augen aufschlägt, ist er schon wach.
Langsam erhebt er sich, zwingt das Blut aus der Körpermitte wieder in die Muskeln und läuft zum Kühlschrank. Mit mehr als nur ein wenig Widerwillen gießt er etwas vom Inhalt einer der drei großen Thermosflaschen in ein Whiskeyglas und sieht den blinkenden Lichtern zu, während es in der Mikrowelle kreist. Der erste Schluck der Nacht, das erste Aufglimmen des Hungers nicht befriedigt, aber eingedämmt. Er wartet vergeblich auf den Hauch der Erregung des Trinkens, den er seit einer Weile braucht, um in Schwung zu kommen. Nichts. Was will man anderes erwarten? Tage altes Tierblut. Mit Gerinnungshemmern versehen. Kalt und dann erhitzt. Bah!
Seine schmalen, weißen Finger tasten nach dem silbernen Etui auf dem fleckigen Mahagonischreibtisch. Das Schloss schnappt auf, eine dünne Zigarillo wird entnommen, das Schloss klickt zu, das Etui auf den Tisch. Tapp, Tapp, zweimal den Tabak fest geklopft, die Zigarillo zwischen Zeige- und Mittelfinger gedreht, während sie zum Mund geführt wird. Eine Streichholzschachtel. Der Druck ist zu schwach, das Zündholz geht nicht an, ein zweites Mal, dann lodert die Flamme. Die Spitze wird angezündet und rot gepafft, das Streichholz gehalten, bis sein Lodern die Fingerkuppen erreicht, dann achtlos in den Aschenbecher geworfen. Die Streichholzschachtel kommt rechts neben das Etui. Die rechte Hand geht wieder hoch zur Zigarillo. Der erste, tiefe Zug, dann ein Absetzen. Das würzige Aroma des Tabaks überdeckt den schalen Kupfergeschmack des Blutes. Angekommen.
Jetzt entspannt sich das Lächeln, ist nicht mehr so aus Plastik, Glas und Stahl. Jetzt ist es fast echt. Für einen kurzen Moment hält Aristide inne und blickt auf das Arrangement auf dem Tisch herab. Verwirrung. Er weiß, dass er es immer so macht. Jedes einzelne Mal. Ohne Fehl. Ohne Abweichung. Ohne Nachdenken. Stille. Er schüttelt leicht den Kopf. Der Moment geht vorbei. Er steht auf und zieht den abgewetzten Mantel mit dem schwarz-weißen Fischgrätenmuster – Überbleibsel seiner Tage als Sterblicher (sie werden immer weniger, diese Dinge) – über seine Schultern. Draußen wartet die Nacht auf Schritte, die getan werden wollen.
Wie ein Heimkehrender setzt er zögerlich einen ersten Fuß auf den Boden. Er hätte mit dem Auto in die Stadt fahren können, aber so ist es besser. Nicht einfach nur, weil er es mittlerweile gewohnt ist, sondern auch, weil er das Gefühl hat, erst jeden Quadratzentimeter dieser Stadt jede Nacht wieder neu für sich entdecken zu müssen. Die Außenbezirke sind immer anders als der Kern, aber diese kleinbürgerliche Villensiedlung ist wie das Monument einer längst vergangenen Zivilisation von einem entfernten Stern. So wenig Berlin… und doch so sehr.
Ein verarmtes Lächeln bleibt auf Aristides Lippen hängen, als er das Zentrum erreicht. Die Stadt umfängt ihn und kann ihn dennoch nicht verzehren. Obschon es nicht nötig ist, will er es erleben. Tief und gleichmäßig atmet er kristallklare Luft ein, öffnet seinen Mantel, breitet die Arme aus, bis sein ganzer Körper von dieser Nacht erfüllt ist. Nichts. Nicht viel, jedenfalls. Leer, ausgebrannt. Die Atemzüge sind gleichmäßig und tief – und unnötig. Mit ihm atmet das dumpfe Grollen in seinem Inneren. Immer präsent, naht es jetzt stärker, hat es die Lücke in der Verteidigung erkannt. Ein schneller, verstohlener Blick: Die Gasse ist leer. Die Füße finden festen Halt, stoßen sich, wie von selber ab, als wollten sie der Erde fern sein, trotzten aus Ärger über die Anmaßung den Fesseln der Schwerkraft und schon steht er auf dem Dachfirst.
Aristide spürt das nadelfeine Stechen des Windes in seinem Gesicht überdeutlich. Die Böen treiben Tränen in seine Augen und er riecht das Blut, das dabei austritt. Hier wo er ist, braucht er sich keine Sorgen um die Masquerade zu machen. Auf diesem Haus gibt es nur ihn und seine Gedanken. Er braucht die Ruhe und das Gefühl, hier über den Dächern Berlins, Abstand gewinnen zu können.
Sicher, er hat triumphiert. Wieder mal. Nicht ohne etwas dafür zu bezahlen, aber dennoch siegreich. Was bedeutet ihm dieser Erfolg, was brachte die gestrige Nacht? Nur mehr Vampire, die es galt, für ihre Arroganz und ihre Grausamkeit zu bestrafen. Ja, … bestrafen. Er kann sich noch so oft einreden, dass er die Dinge, die er tut, zum Schutz der Gesellschaft macht, dass es ihm seine Verantwortung als gebietet, sich um jeden einzelnen dieser nutzlosen Parasiten Sorgen zu machen, und wir doch wissen, dass davon seine Hände auch nicht reiner werden.
Bis vor ein paar Jahren hätte die Lebenslüge vielleicht sogar ein Körnchen Wahrheit enthalten. Aber seitdem das Töten begann, ist alles anders geworden. Es ist fast, als sei ihm etwas entglitten, etwas nicht fassbares, kostbares, mit jedem gepfählten Leib den er anzündete, mit jedem Kopf, den er von angstzitternden Schultern schlug. Der Schmerz in all ihren Augen war echt, das unvermeidliche Wissen um die vertane Chance. So sehr er seine Feinde, die Feinde all dessen, für das er steht und das er mit seinem Leben verteidigen würde, versucht zu hassen. Es gelingt ihm einfach nicht. Mit dem Glauben ist es fortgeflogen. Etwas sehr Essentielles, das ihn immer unbemerkt begleitete und das ihm jetzt schmerzlich fehlt, auch wenn er es vorher nie wahrnahm. Seine Unschuld mag er es nicht nennen. Es war basischer. Vielleicht der Lebenswille.
Aristide schaut wütend auf seine abgewetzten Stiefel und die geteerte Dachpappe darunter. Wieder ein Ort verseucht von den langsamen, den schleichenden Einflüsterungen seiner Inneren Bestie. Ob er diesem Ort oder sich selbst entkommen will, weiß er nicht, als er sich mit einem kraftvollen Sprung vom Dach abstößt und mühelos den Abgrund bis zum nächsten Dach überwindet. Immer wieder hat er Angst davor, wie leicht solche Dinge ihm fallen. An einer Fassade empor zu springen, eine gepanzerte Stahltür zu zerreißen, als wäre sie aus Papier – sein Blut gibt ihm die Macht dazu. Er hat es immer hingenommen, wenn seine Kräfte mit der Zeit wuchsen und ihn immer unmenschlichere Dinge tun ließen. Noch dazu er, überlegt Aristide, der Hänfling, der Streber ohne Muskeln der in der Schule immer widerstandslos verprügelt wurde. Aber es sind nicht nur die kainitischen Disziplinen, die ihm Sorgen bereiten. Seine Kraft ist nützlich. Aber die Wut Troiles, die als Erbe durch seine kalten Adern fließt, korrumpiert sie, pervertiert sie.
Wie deutlich noch erinnert er sich des Gesichtes des ersten Sterblichen, den er getötet hat? Eigentlich wollte er ihn nur zu Boden schlagen – tatsächlich platzte der Kopf wie eine reife Wassermelone und das lose Gesicht glitt vom zerborstenen Schädel hinunter. Das groteske Bild bleibt. Die Identität verschleiert sich in einer Vergangenheit von Taten, die so oft bereut wurden, dass er gegen sie abgestumpft ist,
Seine Wut – mittlerweile kann er sie beherrschen. Das Lied der Wälder hat den Heimkehrenden verändert. Als hätte ein unsichtbarer Schraubstock seine Schultern begradigt, hat sich sein Gang aufgerichtet. Wer durch den tiefsten Morast gekrochen ist, den der Wildnis und den seines Herzens, erst wer all seine Würde verloren hat, wenn der Stolz aus den abgebrochenen Fingerspitzen geblutet ist, mit denen man versucht hat, in der harten Eiserde ein Grab für den Tag auszuheben, der will nur gehen und schreitet schon. Die Leere weicht vor einem zurück, macht Platz, will nicht ergriffen werden.
Er ist wie feuchter Ton. So viele haben ihm ihr Siegel schon aufgedrückt, so dass von der Urform nur wenig geblieben ist. Druck. Der Staudamm versteht das Wasser nicht und muss darum brechen. Es ist eine Wahrheit – früher oder später passieren diese Dinge. Aristide wollte sich nur tragen lassen, dem Flusslauf folgen, aber dann stand er in der Strömung. Einmal, da hat es ihn gebrochen, hat ihn zerfetzt und mitgerissen und er schrie nächtelang. Der Laut zwang seine Kiefer auseinander und brüllte, ich will hinaus aus dir, nicht länger gefangen sein. Jetzt tun sich die Straßen mit all ihrer Flut vor ihm auf und er fürchtet sie nicht.
Doch immer noch lauert der eine entscheidende Moment der Kontrollosigkeit. Lass dich fallen, flüstert die Innere Bestie – und es ist ein so unglaublich süßes, verlockendes Angebot. Das Leben nur noch ein einziger Schleier wilder, unkontrollierter Emotion, ohne Verantwortung, ohne Zweifel, ohne… Liebe.
Knurrend schlägt Aristide gegen eine Antenne und beobachtet entsetzt, wie das dünne Metall reißt und die Spitze meterweit durch die Luft geschleudert wird. Seit das Töten begann, ist es soviel einfacher geworden. Es fühlt sich fast richtig an, ab und zu seiner Wut freien Lauf zu lassen.
Vor wem soll er sie auch verstecken? Jeder seiner Clansgeschwister weiß um die dunkle Seite, die in einem jeden Brujah schlummert. Seine wahre Familie sieht in ihm den Bruder und Freund und kann verzeihen. Und die anderen? Wer ist es schon wert, sich vor ihm zu verbergen? Es giebt niemanden. Diese ganze lächerliche, sinnentleerte Gesellschaft, die sich selbst vorspielt noch menschlich zu sein und deren Salonabende um so vieles emotional grausamer sind, als sich irgend ein Foltermeister jemals körperliche Pein erdenken könnte. Es widert ihn an, stößt ihn ab, vielleicht auch, weil er das Spiel notgedrungen selbst so gut beherrscht. Da spielt er den netten, den kompetenten, den etwas treudummen Idealisten. Weil er Brujah ist. Weil er jung ist. Mit Klischees kommen die Leute besser klar und lassen ihn trotz aller Rügen seine Arbeit machen.
Die Bürger der Camarilla wollen Stereotypien, wollen klare Rahmen für ihre Zerrbilder und Strukturen der Macht, denen sie lakaienhaft und anbiedernd zu Diensten sein können. Sie schmücken sich gern mit den Federn ihrer Älteren und nehmen es dafür in Kauf, sich zu willfährigen Marionetten machen zu lassen, die auch noch brav Danke dafür sagen, wie eine Hure gefickt zu werden, damit sie sich das dann nach ein paar Jahrhunderten auch gegenüber anderen rausnehmen können. Niemand tanzt hier aus der Reihe. Von Ewigkeit zu Ewigkeit meandert der Reigen der Toten. Und er ist Teil davon. Wer einmal tanzt, hört niemals auf.
Unwirsch springt Aristide wieder auf ein anderes Dach. Sein Blut kocht so heiß, dass er einfach nicht stillstehen kann. Wie viel einfacher war es, als er noch mit den Anarchen durch die Gegend zog, als Freiheit noch eine schöne Illusion war. Doch diese Freiheit war nur ein weiteres Gefängnis und Rast gibt es nicht für die Ruhelosen. Sich selbst entsagend, ist er auf der Suche nach den Zeilen seiner Bücher Jahrzehnte durch die Welt gewandert. Er hat mehr Freunde verloren, als er gefunden hat, hat geliebt und geweint und am Ende immer wieder nur Asche zwischen den Fingern gefunden. Dann kam Berlin und die Entscheidung, vor der auch seine Erzeugerin stand, als sie in diesen Moloch gesogen wurde. Er hat alles verraten, was er war, um das zu werden was er ist. Was die Familien brauchen… alle beide, auch wenn keine es zugibt. Er ist der geworden, der die Verantwortung trägt und tut was getan werden muss. Er fühlt sich nicht ungeliebt. Aber selbst unter vielen, ist er jetzt immer allein.
Aber er steht in einer tiefen Schuld an diese verfluchte Stadt Berlin und ihre Bewohner. Eine Schuld, welche die meisten Kainiten, so oft sie dieses Wort auch in einem gesellschaftlichen Kontext gebrauchen, niemals verstehen würden. Seine eine Familie hat großes Leid über diese Stadt gebracht, seine andere letztlich darunter gelitten. Es ist an ihm, dafür gerade zu stehen und sie zu verteidigen, die eine, wie die andere, gegen alles was kommen mag. Er zimmert sich selbst sein Kreuz. Ausgelutschter Postkartenerlöser für einen kleinen Kreis von Verdammten.
Es fällt ihm schwer. Diese Egel nähren sich vor den Menschen, ohne den geringsten Respekt vor dem Wert ihres Lebens zu zeigen und spreizen sich dann wie Pfaue voreinander, um sich stolz ihre nichtigen Errungenschaften zu präsentieren. Und er ist jetzt schon lange Teil dieses Systems, auf Gedeih und Verderb ein Rädchen im Uhrwerk der Camarilla. Er ist Hüter eines Systems, dass er verachtet. Aristide ist heute Nacht voller Verachtung… vor allem vor sich selbst. Aber er tut seinen Dienst. Vielleicht weil sonst alles noch viel schlimmer wäre. Vielleicht weil er einfach etwas tun muss.
Der Frieden ist so schrecklich tosend laut. Nach dem Töten ist es still. Dann schweigt seine Bestie. Dann schweigt sein Gewissen. Und dann? Dann kommt der nächste Wahnsinnige und der nächste Sabbatangriff und der nächste Traditionsbrecher und der nächste… Es wird nicht aufhören. Niemals.
Und diesmal ist es keine Wut, sondern Trauer, die Aristide wie ein waidwundes Tier aufbrüllen lässt. Trauer um die vielen Unschuldigen, die noch sterben werden. Trauer um seine Schwester und seinen Bruder, die er mit in die Verdammnis gerissen hat, die von Lämmern selbst zu Wölfen wurden. Trauer um seine Erzeugerin, die von dieser beschissenen Stadt aufgefressen wurde. Ist sie nur ein vergangener Spiegel seines zukünftigen Selbst? Trauer um den Menschen, der er einmal war. Kann man dem Schicksal entkommen?
Aristide sieht sein Ziel in der Nähe, jenseits der Spree, sieht die stolze Kuppel des Doms und springt vom Dach herunter, hinab in die Straßen Berlins, die ihn umarmen, um ihn weiter zu besudeln. Die Wahrheit ist, er braucht diese Stadt. Aber er ist auch immer noch Aristide. Noch… Wie lange noch? Wofür? Kann er in Jahrhunderten noch mitfühlend sein oder wenigstens Freude empfinden? Kann man sich selbst entkommen? Stellt man sich dann überhaupt noch Fragen? Der Wind pfeift vorbei an den schweren Pforten des Doms. Seine Fenster sind leere Augen.
Heute Abend wird er wieder töten müssen, noch ein Feind, noch ein Sieg oder endlich Vernichtung. Unbewegt steht er im Hauptgang zum Altar, den Blick auf die großen Augen des Jesusbildes im Hauptfenster gerichtet. Bei Tag scheint hier die Sonne hindurch und webt einen Strahlenkranz um den Heiland. Im Dunkel der Nacht ist das Glas stumpf und man sieht die Schmutzflecken. Das andere Bild wird er nie sehen können. Den Mut hat er trotz allem nicht. Leise bewegen sich seine Lippen.
Mein Gott, der Du im Himmelreich bist, das in uns ruht. Ich wünschte, Du würdest mir Deinen Namen verraten. Ich meine den richtigen. Ich wünschte, ich wüsste, was Du tust. Aber was auch immer es ist, bitte hilf mir, dies durchzustehen. Ich glaube nicht, dass Du all dies hier so geplant hast.
Ich habe genug des täglichen Brotes, also werde ich keine Zeit darauf verschwenden. Das Problem ist, es runterzukriegen, ohne dass es mir in der Kehle stecken bleibt. Kommen wir zur Vergebung. Mach Dir keinen Kopf, mir zu vergeben. Es gibt viel wichtigere Dinge - jene zu bewahren, die ich liebe, wenn es je so etwas wie Sicherheit geben kann. Lass sie nicht leiden. Wenn sie sterben müssen, lass es schnell geschehen. Gib Ihnen einen Himmel. Dafür brauchen wir Dich. Die Hölle schaffen wir uns selber. Versuchung kommt als nächstes. Versuchung ist alles, dass mehr als Schlafen oder Trinken ist. Wissen ist Versuchung. Ich will nicht mehr wissen, was vorgeht. Erlöse uns vom Bösen.
Dann sind da noch das Reich und die Macht und die Herrlichkeit. Ich kann kaum noch daran glauben, aber ich werde es versuchen. Du musst Dir betrogen vorkommen, wahrscheinlich nicht zum ersten Mal. Wenn ich Du wäre, würde es mir reichen. Es widert mich an. Das ist wohl der Unterschied zwischen uns. Ich komme mir komisch vor, mit Dir zu reden. Ich wünschte, Du würdest antworten.
Warum mache ich einfach immer weiter? Ich bin in Ewigkeit. Und Du bist so weit fort. Nicht Deine Schuld. Frohe Weihnachten, Herr.
Vor der Tür schleift ein Auto am Bordstein entlang und kurz klingt es wie das Geräusch von Krallen. Er denkt an die bevorstehende Jagd. Das Geräusch gräbt Tunnel in seinen Berg, bis er lernt von innen an sich die Picke zu schwingen, dem Licht entgegen. Die Schönheit die er verteidigt ist nicht seine, wird es nie sein. Aber es gibt sie da draußen. Sie gibt Hoffnung, dass nicht alles hässlich sein kann. Für diese Hoffnung, muss er Hässliches tun, aber die Schönheit bleibt makellos. Sie können einem alles nehmen. Alles. Bis auf einen Zentimeter Freiheit.
Das Schloss schnappt auf, eine dünne Zigarillo wird entnommen, das Schloss klickt zu. Tapp, Tapp, zweimal den Tabak fest geklopft, die Zigarillo zwischen Zeige- und Mittelfinger gedreht, während sie zum Mund geführt wird. Das Etui gelangt wieder in die Manteltasche. Eine Streichholzschachtel. Der Druck ist zu schwach, das Zündholz geht nicht an, ein zweites Mal, dann lodert die Flamme. Die Spitze wird angezündet und rot gepafft, das Streichholz gehalten, bis sein Lodern die Fingerkuppen erreicht, dann achtlos auf den Geweg geworfen. Die Streichholzschachtel kommt in die andere Manteltasche. Die rechte Hand geht wieder hoch zur Zigarillo. Der erste, tiefe Zug, dann ein Absetzen.
Routine. Sicherheit. Es ist nichts Unstetes mehr in seinen Augen, nichts Gehetztes. Das Eismeer seiner Iris strahlt nur noch Ruhe aus und eine Sanftheit, die ihn fremd macht. Sanft, wie ein Wolf sanft ist – Harmonie, nicht Frieden. Es ist fast wieder Zeit zu töten. Neues Blut wäscht altes ab. Es muss nur immer weiter fließen. Mit ihm und in ihm atmet die Bestie im Einklang. Und schweigt.
Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen auf überregionalem Parkett der Politik andient. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Arbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
Deletions:
//Mein Gott, der Du im Himmelreich bist, das in uns ruht.
Ich wünschte, Du würdest mir Deinen Namen verraten. Ich meine den richtigen. Ich wünschte, ich wüßte, was Du tust. Aber was auch immer es ist, bitte hilf mir, dies durchzustehen. Ich glaube nicht, dass Du all dies hier so geplant hast.
Ich habe genug des täglichen Brotes, also werde ich keine Zeit darauf verschwenden. Das Problem ist, es runterzukriegen, ohne dass es mir in der Kehle stecken bleibt.
Kommen wir zur Vergebung. Mach Dir keinen Kopf, mir zu vergeben. Es gibt viel wichtigere Dinge - jene zu bewahren, die ich liebe, wenn es je so etwas wie Sicherheit geben kann. Lass sie nicht leiden. Wenn sie sterben müssen, lass es schnell geschehen. Gib Ihnen einen Himmel. Dafür brauchen wir Dich. Die Hölle schaffen wir uns selber.
Versuchung kommt als nächstes. Versuchung ist alles, dass mehr als Schlafen oder Trinken ist. Wissen ist Versuchung. Ich will nicht mehr wissen, was vorgeht.
Erlöse uns vom Bösen.
Dann sind da noch das Reich und die Macht und die Herrlichkeit. Ich kann kaum noch daran glauben, aber ich werde es versuchen.
Du musst Dir betrogen vorkommen, wahrscheinlich nicht zum ersten Mal. Wenn ich Du wäre, würde es mir reichen. Es wiedert mich an. Das ist wohl der Unterschied zwischen uns.
Ich komme mir komisch vor, mit Dir zu reden. Ich wünschte, Du würdest antworten.
Warum mache ich einfach immer weiter?
Ich bin in Ewigkeit.
Amen.//
- Aristides Weinachtsgebet, 24. 12. 2007 20.00, Berliner Dom
{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen auf überregionalem Parkett der Politik andient. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Arbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
===Auf den Dächern===
<<//Im folgenden eine kleine Geschichte, die Ben am 8.November 2004 ins Stadtnetz stellte. Sie handelt von Aristide, der damals noch Vogt unter von Salm-Kyrburg war, von Aristide //Gillette//.//>>
Der Herbst hat Einzug gehalten und Aristide spürt das nadelfeine Stechen des Windes in seinem Gesicht überdeutlich. Die Böen treiben Tränen in seine Augen und er riecht das Blut, das dabei austritt. Hier wo er ist, braucht er sich keine Sorgen um die Masquerade zu machen. Auf diesem Haus gibt es nur ihn und seine Gedanken. Er braucht die Ruhe und das Gefühl, hier über den Dächern Berlins, Abstand gewinnen zu können. Sicher, er hat triumphiert. Der Fürst hat seinen Worten Glauben geschenkt und ihm die Sondervollmachten erteilt, die es ihm ermöglichen endlich dieses ganze dreiste Patrizierpack für ihre Arroganz und ihre Nutzlosigkeit zu bestrafen. Ja, … bestrafen. Er kann sich noch so oft einreden, dass die neuen Regeln nur zum Schutz der Kainiten eingeführt wurden, dass es seine Verantwortung als Vogt ihm gebietet, sich um jeden einzelnen dieser nutzlosen Parasiten Sorgen zu machen.
Bis vor ein paar Monaten hätte diese Lüge vielleicht sogar ein Körnchen Wahrheit enthalten. Aber seit dem Tod, nein, dem Massaker an Malgorzata, ist er nicht mehr der selbe. Es ist fast, als sei ihm etwas entglitten, als er ihren gepfählten Leib anzündete. Etwas sehr essentielles, das ihn immer unbemerkt begleitete und das ihm jetzt schmerzlich fehlt, auch wenn er es vorher nie wahrnahm.
Seine Unschuld.
Ja, denkt er sich, Aniella war ein Mitglied des Sabbat, das seine Clansschwester brutal ermordet und ihre Seele gestohlen hatte, einer jener Bastarde, die für die Korruption seiner geliebten Corinne verantwortlich waren. Aber die Angst und der Schmerz in ihren Augen, die waren echt. So sehr er seine Feinde, die Feinde all dessen, für das er steht und das er mit seinem Leben verteidigen würde, versucht zu hassen. Es gelingt ihm einfach nicht.
Aristide schaut wütend herunter auf seine abgewetzten Stiefel und die geteerte Dachpappe darunter. Wieder ein Ort verseucht von den langsamen, den schleichenden Einflüsterungen seiner Inneren Bestie. Ob er diesem Ort oder sich selbst entkommen will, weiß er nicht, als er sich mit einem kraftvollen Sprung vom Dach abstößt und mühelos die zwanzig Meter Distanz bis zum nächsten Dach überwindet. In letzter Zeit hat er manchmal Angst davor, wie leicht solche Dinge ihm fallen. An einer Fassade empor zu springen, eine gepanzerte Stahltür zu zerreißen, als wäre sie aus Papier – sein Blut gibt ihm die Macht dazu. Er hat es immer hingenommen, wenn seine Kräfte mit der Zeit wuchsen und ihn immer …unmenschlichere Dinge tun ließen. Noch dazu er, überlegt Aristide, der Hänfling, der Streber ohne Muskeln der in der Schule immer widerstandslos verprügelt wurde. Aber es sind nicht nur die kainitischen Disziplinen, die ihm Sorgen bereiten. Seine Kraft ist nützlich. Aber die Wut Troiles, die als Erbe durch seine kalten Adern fließt, korrumpiert sie, pervertiert sie.
Wie deutlich noch erinnert er sich des Gesichtes des ersten Sterblichen, den er getötet hat. Eigentlich wollte er ihn nur zu Boden schlagen – tatsächlich platzte der Kopf wie eine reife Wassermelone und das lose Gesicht glitt vom zerborstenen Schädel hinunter.
Seine Wut – mittlerweile kann er sie beherrschen. Doch immer noch lauert der eine entscheidende Moment der Kontrollosigkeit. Lass dich fallen, flüstert die Innere Bestie – und es ist ein so unglaublich süßes, verlockendes Angebot. Das Leben nur noch ein einziger Schleier wilder, unkontrollierter Emotion, ohne Verantwortung, ohne Zweifel, ohne… Liebe.
Hannah!
Er weiß, diese Frau wird sein Untergang sein – Igor hat es ihm prophezeit. Sie erinnert ihn in so vielen Dingen an Corinne und doch fehlt ihr das bestialische, ist sie so beseelt von erhaltenswerter Menschlichkeit.
Doch wenn er sie erschafft, um ihr die Freiheit zu geben, was bleibt dann? Knurrend schlägt Aristide gegen eine Antenne und beobachtet entsetzt, wie das dünne Metall reißt und die Spitze meterweit durch die Luft geschleudert wird.
Seit Malgorzata starb, ist es soviel einfacher geworden. Es fühlt sich fast richtig an, ab und zu seiner Wut freien Lauf zu lassen.
Vor wem soll er sie auch verstecken. Jeder seiner Clansgeschwister weiß um die dunkle Seite, die in einem jeden Brujah schlummert. Und die anderen. Wer ist es schon wert, sich vor ihm zu verbergen? Die Malkavianer, die mit ihren ganz eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Die Nosferatu mit ihrer Maske der Höflichkeit und ihren widerwärtigen Komplotten? Die hohlen, ausgebrannten, eingebildeten Toreador? Das Faschistenpack der Tremere? Die verlogenen, unfähigen Ventrue?
Die Gangrel vielleicht. Doch gerade die Gangrel verstehen die Bestie, haben sie gemeistert. Aristide beneidet sie darum. Doch außer ihnen gibt es niemanden. Diese ganze lächerliche, sinnentleerte Gesellschaft, die sich selbst vorspielt noch menschlich zu sein und deren Salonabende um so vieles emotional grausamer sind, als sich irgend ein Foltermeister jemals körperliche Pein erdenken könnte – Es kotzt ihn so an!
Da spielt er den netten, den kompetenten, den tumben Brujah. Mit Klischees kommen die Leute besser klar und lassen ihn trotz aller Rügen seine Arbeit machen. Pah!
Wie gerne würde er de Legat einmal fragen, ob sie – die große Künstlerin – vielleicht auch einen Doktor in Germanistik hat. Ob sie vielleicht auch, sich selbst entsagend, auf der Suche nach Inspiration Jahrzehnte durch die Welt gezogen ist. Ob sie vielleicht auch fünf Bücher verfasst hat, die national Anklang fanden.
Wie gerne würde er Singh einmal fragen, ob er --der große Stützpfeiler der Camarilla-- vielleicht auch bei der Schlacht von Atlanta gegen die Vohzd-Mostrositäten des Sabbat in erster Kampfreihe gestanden hat. Ob er schon in brennende Häuser gerannt ist, nur um Beweise zu sichern, die vielleicht zum Schutz der Domäne essentiell sind. Ob er jemals seine Ansichten, sein ganze Sein verraten und geopfert hat, nur um einer Handvoll Leuten das Leben zu retten, die es einem nie mit einem Wort danken werden.
Manchmal hat Aristide das Gefühl, von all den Ancillae könnte nur Salm-Kyrburg ihn verstehen. Das ist vielleicht auch so. Er mag den Fürsten. Vor allem aber macht er sich Sorgen um ihn. Er ist so unbedarft und leichtsinnig, seine politischen Bewegungen so durchschaubar und schwach. Salm-Kyrburg ist ein guter Fürst -- aufgeschlossen, intelligent, milde und freiheitsliebend. Aber genau darum wird er sich nicht halten können.
Die Bürger der Camarilla wollen Tyrannen, denen sie lakaienhaft und anbiedernd zu Diensten sein können. Sie schmücken sich gern mit den Federn ihrer Ancillae und Ahnen und nehmen es dafür in Kauf, sich zu willfährigen Marionetten machen zu lassen, die auch noch brav Danke dafür sagen, wie eine Hure gefickt zu werden, damit sie sich das dann nach ein paar Jahrhunderten auch gegenüber anderen rausnehmen können.
Die Camarilla, ein einziger, riesiger Chain-Bang von Ficken und Gefickt Werden.
Unwirsch springt Aristide wieder auf ein anderes Dach. Sein Blut kocht so heiß, dass er einfach nicht stillstehen kann. Wie viel einfacher war es, als er noch mit den Anarchen durch die Gegend zog, als Freiheit noch mehr als nur eine Illusion war. Aber er steht in einer tiefen Schuld an diese verfluchte Stadt Berlin und ihre Bewohner. Eine Schuld, welche die meisten Kainiten, so oft sie dieses Wort auch in einem gesellschaftlichen Kontext gebrauchen, niemals verstehen würden.
Seine Familie hat großes Leid über diese Stadt gebracht. Es ist an ihm, dafür gerade zu stehen und sie zu verteidigen, gegen alles was kommen mag.
Es fällt ihm schwer. Diese Egel nähren sich vor den Menschen, ohne den geringsten Respekt vor dem Wert ihres Lebens zu zeigen und spreizen sich dann wie Pfaue voreinander, um sich stolz ihre nichtigen Errungenschaften zu präsentieren.
Und er ist jetzt Teil dieses Systems, auf Gedeih und Verderb ein Rädchen im Uhrwerk der Camarilla. Er ist Vogt – oberster Ordnungshüter eines Systems, dass er verachtet. Aristide ist heute Nacht voller Verachtung… vor allem vor sich selbst. Darüber, dass er hier nutzlos herumsteht, während in dieser Stadt ein Wahnsinniger herumläuft, der brutal Menschen erst für sich freundschaftlich einnimmt und dann verbrennt (…so wie du Malgorzata, flüstert die Bestie in seiner Seele) und auch die Kainiten gefährdet.
Ja, dieser Mistkerl wird leiden, wenn er ihn in die Finger bekommt. Er wird bezahlen, für die unsäglichen Verbrechen die er (… die Du) begangen hat.
Und dann? Dann kommt der nächste Wahnsinnige und der nächste Sabbatangriff und der nächste Traditionsbrecher und der nächste… Es wird nicht aufhören.
Und diesmal ist es keine Wut, sondern Trauer, die Aristide wie ein waidwundes Tier aufbrüllen lässt. Trauer um den Menschen den er einmal war. Trauer um die vielen Unschuldigen, die noch sterben werden. Trauer selbst um den Feuerteufel, der aus dem Trauma seines eigenen Lebens heraus diese Taten begeht. Trauer um Corinne, die von dieser beschissenen Stadt aufgefressen wurde. Ist Corinne nur ein vergangener Spiegel seines zukünftigen Selbst? Kann man dem Schicksal entkommen.
Aristide springt vom Dach herunter, hinab in die Straßen Berlins, die ihn umarmen, um ihn weiter zu besudeln. Er ist der Vogt, seine Stadt braucht ihn. Aber er ist auch immer noch Aristide.
Noch… Wie lange noch? Wofür? Kann er in Jahrhunderten noch mitfühlend sein oder wenigstens Freude empfinden? Kann man sich selbst entkommen? Stellt man sich dann überhaupt noch Fragen?
Der Wind pfeift über die Dächer der Häuser.
Ihre Fenster sind leere Augen.
Der Winter kommt.
===Heimkehr===
<<Den folgenden Text hat Ben geschrieben, als die Rückkehr seines Hauptcharakters Aristide Anfang 2006 bevorstand. Die Mail wurde am 16.Januar 2006 ans Stadtnetz geschickt.<<
Der Heimkehrende setzt zögerlich einen ersten Fuß auf Berliner Boden. Er hätte mit dem Auto in die Stadt fahren können, aber so ist es besser. Nicht einfach nur, weil er es mittlerweile gewohnt ist, sondern auch, weil er das Gefühl hat, erst jeden Quadratzentimeter dieser Stadt wieder neu für sich entdecken zu müssen. Die Außenbezirke sind immer anders als der Kern, aber diese kleinbürgerliche Villensiedlung ist wie das Monument einer längst vergangenen Zivilisation von einem entfernten Stern. So wenig Berlin... und doch so sehr.
Das Lied der Wälder hat den Heimkehrenden verändert. Als hätte ein unsichtbarer Schraubstock seine Schultern begradigt, hat sich sein Gang aufgerichtet. Wer durch den tiefsten Morast gekrochen ist, den der Wildnis und den seines Herzens, erst wer all seine Würde verloren hat, wenn der Stolz aus den abgebrochenen Fingerspitzen geblutet ist, mit denen man versucht hat, in der harten Eiserde ein Grab für den Tag auszuheben, der will nur gehen und schreitet schon. Die Leere weicht vor einem zurück, macht Platz, will nicht ergriffen werden.
Nebelschwaden in Bodennähe. In der Nacht stand er vor dem großen Feuer, roch Menschenfett und verbranntes Haar an sich, als er hindurchsprang und --als er auf der anderen Seite angekommen-- fand keine Gemeinsamkeit. Als ihm die Ohren wieder nachwuchsen, lernte er zu hören und wußte dann, was Katzen wissen, wenn sie des Nächstens wie Kleinkinder schreien.
Seine Schritte führen ihn zur Mitte. Er hat gelernt, Symmetrien zu schätzen, den Ausgleich in allen Dingen, das Maß. Die Stadt ist wie feuchter Ton. So viele haben ihr Siegel hier schon aufgedrückt, aber es ist nur wenig geblieben. Druck. Der Staudamm versteht das Wasser nicht und muss darum brechen. Es ist eine Wahrheit – früher oder später passieren diese Dinge. Der Heimkehrende will nur sich tragen lassen, dem Flußlauf folgen. Einmal, da hat es ihn gebrochen, hat ihn zerfetzt und mitgerissen und er schrie nächtelang. Der Laut zwang seine Kiefer auseinander und brüllte, ich will hinaus aus dir, nicht länger gefangen sein. Jetzt tun sich die Straßen mit all ihrer Flut vor ihm auf und er fürchtet sie nicht.
Ein Auto schleift am Bordstein entlang und kurz klingt es wie das Geräusch ihrer Krallen. In der ersten Zeit waren es notwendige Hilfsmittel, das versteht er jetzt. Sie gruben Tunnel in seinen Berg, bis er lernte von innen an sich die Picke zu schwingen, dem Licht entgegen. Es kommt ihm vor, als hätte er sein bisheriges Leben unterirdisch verbracht, im stumpfen Abglanz beigebrachter Emotionen, unfähig das Schöne und Schreckliche hinter der Mauer der Konvention zu sehen.
Er schmunzelt über das semantische Wunder, dass ihm wiederfahren. Die simple Änderung der Vorsilben in seinem Wortschatz. Das ge- zum er-. Die Verantwortung für das eigene Denken und Handeln und am Ende Akzeptanz. Sie können einem alles nehmen. Alles. Bis auf einen Zentimeter Freiheit.
Gestern hat er zum ersten Mal seit Monaten wieder in einen Spiegel geschaut. Er hat den Blick nicht mehr abgewendet, seine Reflektion ist ihm wieder Freund. Es ist nichts Unstetes mehr in seinen Augen, nichts Gehetztes. Das Eismeer seiner Iris strahlt nur noch Ruhe aus und eine Sanftheit, die ihm fremd war. Sanft, wie der Wald sanft ist – Harmonie, nicht Frieden.
Das leise Lächeln bleibt auf den Lippen des Heimkehrenden, als er das Zentrum erreicht. Die Stadt umfängt ihn und kann ihn dennoch nicht verzehren. Obschon es nicht nötig ist, will er es erleben. Tief und gleichmäßig atmet er kristallklare Luft ein, öffnet seinen Mantel, breitet die Arme aus, bis sein ganzer Körper von dieser Nacht erfüllt ist. Mit ihm und in ihm atmet die Bestie im Einklang. Und schweigt.
Die Frau hat hier auf ihn gewartet, ihr sterbliches Fleisch zittert in der Kälte. Die Welt ist ein lichter Ort.
"Aristide?" fragt sie zögerlich.
Da dreht er sich um zu ihr und sagt mit ganzem Herzen.
"Ja."
===Die lange Nacht===
<<Der folgende Text wird in seiner Gänze, sobald er fertig ist, eine Nacht im Leben von Aristide zeigen, die ein paar seiner grundlegenden Weiterentwicklungen im Verlauf des Spiels demonstriert. Eine trostlose Nacht. Ein einsames Fest. Weihnachten für einen Vampir. Es ist der 24. Dezember 2007.<<
//16.00 Uhr.// Ein weiterer wintertiefer Nachmittag. Die Standuhr schlägt gedämpft die Stunde. Ein Zucken fährt wie ein elektrischer Impuls durch die auf dem Ohrensessel zusammengesunkene Gestalt. Der Todesschlaf des Tages vergeht in einer Sekunde – bevor Aristide die eisblauen Augen aufschlägt, ist er schon wach.
Langsam erhebt er sich, zwingt das Blut aus der Körpermitte wieder in die Muskeln und läuft zum Kühlschrank. Mit mehr als nur ein wenig Widerwillen gießt er etwas vom Inhalt einer der drei großen Thermosflaschen in ein Whiskeyglas und sieht den blinkenden Lichtern zu, während es in der Mikrowelle kreist. Der erste Schluck der Nacht, das erste Aufglimmen des Hungers nicht befriedigt, aber eingedämmt. Er wartet vergeblich auf den Hauch der Erregung des Trinkens, den er seit einer Weile braucht, um in Schwung zu kommen. Nichts. Was will man anderes erwarten? Tage altes Tierblut. Mit Gerinnungshemmern versehen. Kalt und dann erhitzt. Bah!
Seine schmalen, weißen Finger tasten nach dem silbernen Etui auf dem fleckigen Mahagonischreibtisch. Das Schloss schnappt auf, eine dünne Zigarillo wird entnommen, das Schloss klickt zu, das Etui auf den Tisch. Tapp, Tapp, zwei mal den Tabak fest geklopft, die Zigarillo zwischen Zeige- und Mittelfinger gedreht, während sie zum Mund geführt wird. Eine Streichholzschachtel. Der Druck ist zu schwach, das Zündholz geht nicht an, ein zweites Mal, dann lodert die Flamme. Die Spitze wird angezündet und rot gepafft, das Streichholz gehalten, bis sein Lodern die Fingerkuppen erreicht, dann achtlos in den Aschenbecher geworfen. Die Streichholzschachtel kommt rechts neben das Etui. Die rechte Hand geht wieder hoch zur Zigarillo. Der erste, tiefe Zug, dann ein Absetzen. Das würzige Aroma des Tabaks überdeckt den schalen Kupfergeschmack des Blutes. Angekommen.
Jetzt entspannt sich das Lächeln, ist nicht mehr so aus Plastik, Glas und Stahl. Jetzt ist es fast echt. Für einen kurzen Moment hält Aristide inne und blickt auf das Arrangement auf dem Tisch herab. Verwirrung. Er weiß, dass er es immer so macht. Jedes einzelne Mal. Ohne Fehl. Ohne Abweichung. Ohne Nachdenken. Stille. Er schüttelt leicht den Kopf. Der Moment geht vorbei.


Revision [6480]

Edited on 2008-01-03 17:00:42 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
Additions:
Dann sind da noch das Reich und die Macht und die Herrlichkeit. Ich kann kaum noch daran glauben, aber ich werde es versuchen.
Du musst Dir betrogen vorkommen, wahrscheinlich nicht zum ersten Mal. Wenn ich Du wäre, würde es mir reichen. Es wiedert mich an. Das ist wohl der Unterschied zwischen uns.
Amen.//
- Aristides Weinachtsgebet, 24. 12. 2007 20.00, Berliner Dom
Deletions:
Dann sind da noch das Reich und die Macht und die Herrlichkeit. Ich kann kaum noch daran glauben, aber ich werde es versuchen. In Hoffnung, so steht es auf manchen Gräbern.
Du musst Dir betrogen vorkommen, wahrscheinlich nicht zum ersten Mal. Wenn ich Du wäre, würde es mir reichen. Es würde mich anwiedern. Das ist wohl der Unterschied zwischen uns.
Amen.// - Aristides Weinachtsgebet, 24. 12. 2007 20.00, Berliner Dom


Revision [6479]

Edited on 2008-01-03 16:57:19 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
Additions:
{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen auf überregionalem Parkett der Politik andient. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Arbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
Deletions:
Ich bin so allein.
Oh Gott, das ist kein Witz, oh Gott, oh Gott.
{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen auf überregionalem Parkett der Politik andient. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Arbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.


Revision [6478]

Edited on 2008-01-03 16:44:19 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
Additions:
//Mein Gott, der Du im Himmelreich bist, das in uns ruht.
Ich wünschte, Du würdest mir Deinen Namen verraten. Ich meine den richtigen. Ich wünschte, ich wüßte, was Du tust. Aber was auch immer es ist, bitte hilf mir, dies durchzustehen. Ich glaube nicht, dass Du all dies hier so geplant hast.
Ich habe genug des täglichen Brotes, also werde ich keine Zeit darauf verschwenden. Das Problem ist, es runterzukriegen, ohne dass es mir in der Kehle stecken bleibt.
Kommen wir zur Vergebung. Mach Dir keinen Kopf, mir zu vergeben. Es gibt viel wichtigere Dinge - jene zu bewahren, die ich liebe, wenn es je so etwas wie Sicherheit geben kann. Lass sie nicht leiden. Wenn sie sterben müssen, lass es schnell geschehen. Gib Ihnen einen Himmel. Dafür brauchen wir Dich. Die Hölle schaffen wir uns selber.
Versuchung kommt als nächstes. Versuchung ist alles, dass mehr als Schlafen oder Trinken ist. Wissen ist Versuchung. Ich will nicht mehr wissen, was vorgeht.
Erlöse uns vom Bösen.
Dann sind da noch das Reich und die Macht und die Herrlichkeit. Ich kann kaum noch daran glauben, aber ich werde es versuchen. In Hoffnung, so steht es auf manchen Gräbern.
Du musst Dir betrogen vorkommen, wahrscheinlich nicht zum ersten Mal. Wenn ich Du wäre, würde es mir reichen. Es würde mich anwiedern. Das ist wohl der Unterschied zwischen uns.
Ich komme mir komisch vor, mit Dir zu reden. Ich wünschte, Du würdest antworten.
Ich bin so allein.
Oh Gott, das ist kein Witz, oh Gott, oh Gott.
Warum mache ich einfach immer weiter?
Ich bin in Ewigkeit.
Amen.// - Aristides Weinachtsgebet, 24. 12. 2007 20.00, Berliner Dom
Deletions:
//My God. Who art in the Kingdom of Heaven, which is within.
I wish You would tell me Your name. The real one, I mean. I wish I knew what You were up to. But whatever it is, help me to get through this, please. Though maybe this is not Your doing. I don't believe for an instant that what's going on here us what You meant.
I have enough daily bread, so I won't waste time on that. It isn't the main problem. The problem is getting it down without chocking on it.
Now we come to forgiveness. Don't worry about forgiving me. There are more important things than forgiveness, like keep those I love safe, if there ever can be safety. Don't let them suffer too much. If they have to die, let it be fast. You might even provide a heaven for them. We need You for that. Hell we can make for ourselves.
Temptation comes next. Temptation is everything more than sleeping and eating. Knowing is a temptation. Maybe I don't really want to know what's going on. The Fall was a fall from innocence to knowledge.
Deliver us from evil.
Then there's the kingdom, power and glory. It takes a lot to believe in those right now. But I'll try anyway. In Hope, as they say on gravestones.
You must feel pretty ripped off. I guess, it's not the first time. If I were you, I'd be fed up. I'd be really sick of it. That's the difference between us. I feel very unreal, talking to You. I wish You'd answer.
I feel so alone.
Oh God. It's no joke. Oh God, Oh God.
How can I keep on living?//


Revision [6477]

Edited on 2008-01-03 16:28:32 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
Additions:
AristideGilletteRisiko>>
//My God. Who art in the Kingdom of Heaven, which is within.
I wish You would tell me Your name. The real one, I mean. I wish I knew what You were up to. But whatever it is, help me to get through this, please. Though maybe this is not Your doing. I don't believe for an instant that what's going on here us what You meant.
I have enough daily bread, so I won't waste time on that. It isn't the main problem. The problem is getting it down without chocking on it.
Now we come to forgiveness. Don't worry about forgiving me. There are more important things than forgiveness, like keep those I love safe, if there ever can be safety. Don't let them suffer too much. If they have to die, let it be fast. You might even provide a heaven for them. We need You for that. Hell we can make for ourselves.
Temptation comes next. Temptation is everything more than sleeping and eating. Knowing is a temptation. Maybe I don't really want to know what's going on. The Fall was a fall from innocence to knowledge.
Deliver us from evil.
Then there's the kingdom, power and glory. It takes a lot to believe in those right now. But I'll try anyway. In Hope, as they say on gravestones.
You must feel pretty ripped off. I guess, it's not the first time. If I were you, I'd be fed up. I'd be really sick of it. That's the difference between us. I feel very unreal, talking to You. I wish You'd answer.
I feel so alone.
Oh God. It's no joke. Oh God, Oh God.
How can I keep on living?//
Deletions:
AristideGilletteRisiko>>//Wir praktizieren die Einsamkeit hier als Gewerbe, in Quentchen gibt es das Alleinsein unter Vielen zu erwerben. Ein weiterer Händler jener bittersüßen Ware ist also gut aufgehoben im Gesamtbild. Die große Traurigkeit in Folge, das ist schon mehr als Kaufmannswerk, das ist schon Kunst - genug von solcher Muse Geküsste gibt es hier auch. Aber wer würde Böses vermuten wollen, ein Schuft der unsere braven Bürger sieht und Artifizielles vermutet, gar Krokodilstränen. Ich aber lebe schon zu lange hier, bin zu sehr kleiner Schuft und verzichte lieber mit echter Trauer auf falsche Tränen.
- Aristide über Berlin//


Revision [6398]

Edited on 2007-12-09 18:08:04 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
Additions:
<<Der folgende Text wird in seiner Gänze, sobald er fertig ist, eine Nacht im Leben von Aristide zeigen, die ein paar seiner grundlegenden Weiterentwicklungen im Verlauf des Spiels demonstriert. Eine trostlose Nacht. Ein einsames Fest. Weihnachten für einen Vampir. Es ist der 24. Dezember 2007.<<
Deletions:
<<Der folgende Text wird in seiner Gänze, sobald er fertig ist, eine Nacht im Leben von Aristide zeigen, die ein paar seiner grundlegenden Weiterentwicklungen im Verlauf des Spiels demonstriert. Eine trostlose Nacht. Ein einsames Fest. Weihnachten für einen Vampir. Es ist der 24.12.2007.<<


Revision [6397]

Edited on 2007-12-09 18:06:43 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
Additions:
===Die lange Nacht===
<<Der folgende Text wird in seiner Gänze, sobald er fertig ist, eine Nacht im Leben von Aristide zeigen, die ein paar seiner grundlegenden Weiterentwicklungen im Verlauf des Spiels demonstriert. Eine trostlose Nacht. Ein einsames Fest. Weihnachten für einen Vampir. Es ist der 24.12.2007.<<
//16.00 Uhr.// Ein weiterer wintertiefer Nachmittag. Die Standuhr schlägt gedämpft die Stunde. Ein Zucken fährt wie ein elektrischer Impuls durch die auf dem Ohrensessel zusammengesunkene Gestalt. Der Todesschlaf des Tages vergeht in einer Sekunde – bevor Aristide die eisblauen Augen aufschlägt, ist er schon wach.
Mit kalkulierter Müßigkeit nimmt er das aufgeschlagene Buch von seiner Brust und liest noch ein paar Zeilen weiter, wo ihm der Sonnenaufgang die Marionettenfäden des falschen Lebens durchschnitt und seine Lektüre unter Zwang beendete. Brecht. „…und er kann sich nicht erinnern und man kann nicht an ihn ran, Denn ein Haifisch ist kein Haifisch, wenn man’s nicht beweisen kann.“ Ari denkt an den Vergleich, als er die zerlesene Originalausgabe der ‚Dreigroschen Oper’ behutsam auf den Kaffeetisch legt und muss unwillkürlich lächeln. Mimik ist nur eine Pflichtübung in einer Welt, die Ausdruck umdeutet und Gefühl ausnutzt. Ein abgewetztes Lächeln ist ihm geblieben, der Wind hat die Freundlichkeit daraus ausgeschabt. Kaum Lippen, viel von den Zähnen, die Fältchen um die Augen bewegen sich nicht.
Langsam erhebt er sich, zwingt das Blut aus der Körpermitte wieder in die Muskeln und läuft zum Kühlschrank. Mit mehr als nur ein wenig Widerwillen gießt er etwas vom Inhalt einer der drei großen Thermosflaschen in ein Whiskeyglas und sieht den blinkenden Lichtern zu, während es in der Mikrowelle kreist. Der erste Schluck der Nacht, das erste Aufglimmen des Hungers nicht befriedigt, aber eingedämmt. Er wartet vergeblich auf den Hauch der Erregung des Trinkens, den er seit einer Weile braucht, um in Schwung zu kommen. Nichts. Was will man anderes erwarten? Tage altes Tierblut. Mit Gerinnungshemmern versehen. Kalt und dann erhitzt. Bah!
Seine schmalen, weißen Finger tasten nach dem silbernen Etui auf dem fleckigen Mahagonischreibtisch. Das Schloss schnappt auf, eine dünne Zigarillo wird entnommen, das Schloss klickt zu, das Etui auf den Tisch. Tapp, Tapp, zwei mal den Tabak fest geklopft, die Zigarillo zwischen Zeige- und Mittelfinger gedreht, während sie zum Mund geführt wird. Eine Streichholzschachtel. Der Druck ist zu schwach, das Zündholz geht nicht an, ein zweites Mal, dann lodert die Flamme. Die Spitze wird angezündet und rot gepafft, das Streichholz gehalten, bis sein Lodern die Fingerkuppen erreicht, dann achtlos in den Aschenbecher geworfen. Die Streichholzschachtel kommt rechts neben das Etui. Die rechte Hand geht wieder hoch zur Zigarillo. Der erste, tiefe Zug, dann ein Absetzen. Das würzige Aroma des Tabaks überdeckt den schalen Kupfergeschmack des Blutes. Angekommen.
Jetzt entspannt sich das Lächeln, ist nicht mehr so aus Plastik, Glas und Stahl. Jetzt ist es fast echt. Für einen kurzen Moment hält Aristide inne und blickt auf das Arrangement auf dem Tisch herab. Verwirrung. Er weiß, dass er es immer so macht. Jedes einzelne Mal. Ohne Fehl. Ohne Abweichung. Ohne Nachdenken. Stille. Er schüttelt leicht den Kopf. Der Moment geht vorbei.


Revision [6388]

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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen auf überregionalem Parkett der Politik andient. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Arbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen andienen würde. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Ärbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.


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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen andienen würde. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Ärbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
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Revision [6386]

Edited on 2007-12-08 16:23:33 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
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<<//Im folgenden eine kleine Geschichte, die Ben am 8.November 2004 ins Stadtnetz stellte. Sie handelt von Aristide, der damals noch Vogt unter von Salm-Kyrburg war, von Aristide //Gillette//.//>>
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<<//Im folgenden eine kleine Geschichte, die Ben am 8.November 2004 ins Stadtnetz stellte. Sie handelt von Aristide, der damals noch Vogt unter von Salm-Kyrburg war, von Aristide //Gillette//.//


Revision [6385]

Edited on 2007-12-08 16:20:38 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr, mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen andienen würde. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der Clan Brujah, dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Ärbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
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Revision [6384]

Edited on 2007-12-08 16:19:32 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr, mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen andienen würde. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[ViktorAlburn]], dort der [[ClanBrujah]], dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Ärbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr, mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen andienen würde. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[Vittorio Lucheni]], dort der [[ClanBrujah]], dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Ärbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.


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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr, mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen andienen würde. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LFLilienfein]] und [[Vittorio Lucheni]], dort der [[ClanBrujah]], dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Ärbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr, mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen andienen würde. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LeandraLilienfein]] und [[Vittorio Lucheni]], dort der [[ClanBrujah]], dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Ärbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.


Revision [6382]

Edited on 2007-12-08 16:16:25 by Ben Haedrich [Fehler korr.]
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AristideGilletteRisiko>>//Wir praktizieren die Einsamkeit hier als Gewerbe, in Quentchen gibt es das Alleinsein unter Vielen zu erwerben. Ein weiterer Händler jener bittersüßen Ware ist also gut aufgehoben im Gesamtbild. Die große Traurigkeit in Folge, das ist schon mehr als Kaufmannswerk, das ist schon Kunst - genug von solcher Muse Geküsste gibt es hier auch. Aber wer würde Böses vermuten wollen, ein Schuft der unsere braven Bürger sieht und Artifizielles vermutet, gar Krokodilstränen. Ich aber lebe schon zu lange hier, bin zu sehr kleiner Schuft und verzichte lieber mit echter Trauer auf falsche Tränen.
- Aristide über Berlin//
{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einigen Jahren den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebte die Literatur und hasste die Gewalt. Leider spielte dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Literaten das Schicksal allzu oft übel mit und er musste seine langen, kalten Finger von den Tasten seiner alte Reiseschreibmaschine nehmen und sie in jemandes Gesicht vergraben. Aristide, Kind der Bombennächte von '44 und in den wilden 60ern in die Nacht geführt, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch, sind seine Lebenslinien seit mindestens 20 Jahren immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich Anfang 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselte, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wurde, ein Amt, dass er lange Zeit mit grimmiger Effizienz ausführte, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führte, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen brachte. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnahm, zog er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden waren 11 Monate verschwunden, da kam Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem einst so freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? So lebte der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erschien nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Das Auftauchen seiner lang vergessenen sterblichen Geschwister [[Medea]] und [[FabianSchwertfeger]] in vampirischer Gestalt brachte ihn scheinbar ein wenig ins Leben zurück, doch nach der ersten aufflammenden Emotion kehrte allzu bald wieder Ruhe ein. Dem Fürsten [[HansKohlhase]] dient Ari heute vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass er, dem sein Berliner Herr, mehr und mehr fremd geworden ist, sich dessen größten Konkurrenten im eigenen Clan, dem Bremer Fürsten [[Hagen]], durch diplomatische Missionen andienen würde. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später erst Ancilla werden und dann zum Sabbat überlaufen werde. Zwischen Fronten zerrissen, hier zerren die Freunde [[LeandraLilienfein]] und [[Vittorio Lucheni]], dort der [[ClanBrujah]], dann noch die Verwandten, ist der Aristide, den Berlin seit dem Herbst 2007 zu sehen bekommt, das Abbild des ausgebrannten Idealisten... ein verbitterter, verschlagener Zyniker, dessen literarische Ärbeit allein noch schwach reflektieren kann, welch warmer, lebendiger Geist dieser Hülle einmal inne wohnte.
<<//Im folgenden eine kleine Geschichte, die Ben am 8.November 2004 ins Stadtnetz stellte. Sie handelt von Aristide, der damals noch Vogt unter von Salm-Kyrburg war, von Aristide //Gillette//.//
Aristide schaut wütend herunter auf seine abgewetzten Stiefel und die geteerte Dachpappe darunter. Wieder ein Ort verseucht von den langsamen, den schleichenden Einflüsterungen seiner Inneren Bestie. Ob er diesem Ort oder sich selbst entkommen will, weiß er nicht, als er sich mit einem kraftvollen Sprung vom Dach abstößt und mühelos die zwanzig Meter Distanz bis zum nächsten Dach überwindet. In letzter Zeit hat er manchmal Angst davor, wie leicht solche Dinge ihm fallen. An einer Fassade empor zu springen, eine gepanzerte Stahltür zu zerreißen, als wäre sie aus Papier – sein Blut gibt ihm die Macht dazu. Er hat es immer hingenommen, wenn seine Kräfte mit der Zeit wuchsen und ihn immer …unmenschlichere Dinge tun ließen. Noch dazu er, überlegt Aristide, der Hänfling, der Streber ohne Muskeln der in der Schule immer widerstandslos verprügelt wurde. Aber es sind nicht nur die kainitischen Disziplinen, die ihm Sorgen bereiten. Seine Kraft ist nützlich. Aber die Wut Troiles, die als Erbe durch seine kalten Adern fließt, korrumpiert sie, pervertiert sie.
<<Den folgenden Text hat Ben geschrieben, als die Rückkehr seines Hauptcharakters Aristide Anfang 2006 bevorstand. Die Mail wurde am 16.Januar 2006 ans Stadtnetz geschickt.<<
Der Heimkehrende setzt zögerlich einen ersten Fuß auf Berliner Boden. Er hätte mit dem Auto in die Stadt fahren können, aber so ist es besser. Nicht einfach nur, weil er es mittlerweile gewohnt ist, sondern auch, weil er das Gefühl hat, erst jeden Quadratzentimeter dieser Stadt wieder neu für sich entdecken zu müssen. Die Außenbezirke sind immer anders als der Kern, aber diese kleinbürgerliche Villensiedlung ist wie das Monument einer längst vergangenen Zivilisation von einem entfernten Stern. So wenig Berlin... und doch so sehr.
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AristideGilletteRisiko>>//Ich habe eine Schuld an dieser Stadt, wegen all dem, was meine Familie Schlechtes getan hat, wegen all dem was ich an Gutem nicht getan habe. Jedesmal, wenn ich hier bin, vergieße ich für diese Stadt das Blut ihrer Feinde. Das macht die Schuld nicht geringer, aber es hilft, sie zu verdrängen. Einmal wird der Tag kommen, da ist diese Schuld beglichen. Ich fürchte diesen Tag mehr als alles andere. Denn nur //mein// Blut kann sie abwaschen.//
{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
<<//Im folgenden eine kleine Geschichte, die Ben am 8.November 2004 ins Stadtnetz stellte. Sie handelt von Aristide, der damals noch Vogt unter von Salm-Kyrburg war, von Aristide //Gillette//.//<<>>Hallo Leute,
die folgende kleine Kurzgeschichte beschäftigt sich mit Dingen, die für Euch genaugenommen eher unwesentlich sind, nämlich dem Leben und den Gedankengängen des Vogtes. Wer von Euch also weder Zeit noch Lust hat, verpasst nichts essentielles. Aber gerade, da das Berliner Gesellschaftsleben durch die Regierung einen so herben Dämpfer bekommen hat und wir bis Weser-Aller kaum großes Spiel haben werden, gedachte ich, zumindest die Inplay Kontinuität der Gefühle ein wenig aufrecht zu halten. Ich würde mich freuen, wenn einige von Euch sich animiert fühlen würden, ähnliches auch für Ihre Charaktere zu tun. Kann das Spiel bereichern und niemand, der nicht will, braucht sich darum zu kümmern. Enjoy.
LG,
Ben>>
Aristide schaut wütend herunter auf seine abgewetzten Stiefel und die geteerte Dachpappe darunter. Wieder ein Ort verseucht von den langsamen, den schleichenden Einflüsterungen seiner Inneren Bestie. Ob er diesem Ort oder sich selbst entkommen will, weiß er nicht, als er sich mit einem kraftvollen Sprung vom Dach abstößt und mühelos die zwanzig Meter Distanz bis zum nächsten Dach überwindet. In letzter Zeit hat er manchmal Angst davor, wie leicht solche Dinge ihm fallen. An einer Fassade empor zu springen, eine gepanzerte Stahltür zu zerreißen, als wäre sie aus Papier – sein Blut gibt ihm die Macht dazu. Er hat es immer hingenommen, wenn seine Kräfte mit der Zeit wuchsen und ihn immer …unmenschlichere Dinge tun ließen. Noch dazu er, überlegt Aristide, der Hänfling, der Streber ohne Muskeln der in der Schule immer widerstandslos verprügelt wurde.  Aber es sind nicht nur die kainitischen Disziplinen, die ihm Sorgen bereiten. Seine Kraft ist nützlich. Aber die Wut Troiles, die als Erbe durch seine kalten Adern fließt, korrumpiert sie, pervertiert sie.
<<Den folgenden Text hat Ben geschrieben, als die Rückkehr seines Hauptcharakters Aristide Anfang 2006 bevorstand. Die Mail wurde am 16.Januar 2006 ans Stadtnetz geschickt.<<>>Es folgt ein kurzer Kameraschwenk an eine Stelle des Inplay, die nur sehr schwer erfahrbar ist, die des Innenlebens eines einzelnen Charakters. Ich hoffe, sie bereitet euch ein wenig Kurzweil und Freude und macht vielleicht auch ein wenig neugierig.
LG,
Ben>>Der Heimkehrende setzt zögerlich einen ersten Fuß auf Berliner Boden. Er hätte mit dem Auto in die Stadt fahren können, aber so ist es besser. Nicht einfach nur, weil er es mittlerweile gewohnt ist, sondern auch, weil er das Gefühl hat, erst jeden Quadratzentimeter dieser Stadt wieder neu für sich entdecken zu müssen. Die Außenbezirke sind immer anders als der Kern, aber diese kleinbürgerliche Villensiedlung ist wie das Monument einer längst vergangenen Zivilisation von einem entfernten Stern. So wenig Berlin... und doch so sehr.


Revision [4025]

Edited on 2007-03-25 18:25:57 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [noch ein Bild]
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.png" link="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette2.jpeg" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps bei Simon Lions Pokerabend"}}Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
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{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?


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{{image class="right" url="http://gio.larp-bb.de/res/AristideGillette/aristide_gillette.png" title="Aristide de Lssseps" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/BilderHochladen/aristide_gillette.jpeg" title="Aristide Gillette" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?


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Edited on 2007-03-08 01:45:24 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [kl.Änderungen]
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/BilderHochladen/aristide_gillette.jpeg" title="Aristide Gillette" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Fürsten [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Fürsten von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
Der Herbst hat Einzug gehalten und Aristide spürt das nadelfeine Stechen des Windes in seinem Gesicht überdeutlich. Die Böen treiben Tränen in seine Augen und er riecht das Blut, das dabei austritt. Hier wo er ist, braucht er sich keine Sorgen um die Masquerade zu machen. Auf diesem Haus gibt es nur ihn und seine Gedanken. Er braucht die Ruhe und das Gefühl, hier über den Dächern Berlins, Abstand gewinnen zu können. Sicher, er hat triumphiert. Der Fürst hat seinen Worten Glauben geschenkt und ihm die Sondervollmachten erteilt, die es ihm ermöglichen endlich dieses ganze dreiste Patrizierpack für ihre Arroganz und ihre Nutzlosigkeit zu bestrafen. Ja, … bestrafen. Er kann sich noch so oft einreden, dass die neuen Regeln nur zum Schutz der Kainiten eingeführt wurden, dass es seine Verantwortung als Vogt ihm gebietet, sich um jeden einzelnen dieser nutzlosen Parasiten Sorgen zu machen.
Manchmal hat Aristide das Gefühl, von all den Ancillae könnte nur Salm-Kyrburg ihn verstehen. Das ist vielleicht auch so. Er mag den Fürsten. Vor allem aber macht er sich Sorgen um ihn. Er ist so unbedarft und leichtsinnig, seine politischen Bewegungen so durchschaubar und schwach. Salm-Kyrburg ist ein guter Fürst -- aufgeschlossen, intelligent, milde und freiheitsliebend. Aber genau darum wird er sich nicht halten können.
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/BilderHochladen/aristide_gillette.jpeg" title="Aristide Gillette" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
Der Herbst hat Einzug gehalten und Aristide spürt das nadelfeine Stechen des Windes in seinem Gesicht überdeutlich. Die Böen treiben Tränen in seine Augen und er riecht das Blut, das dabei austritt. Hier wo er ist, braucht er sich keine Sorgen um die Masquerade zu machen. Auf diesem Haus gibt es nur ihn und seine Gedanken. Er braucht die Ruhe und das Gefühl, hier über den Dächern Berlins, Abstand gewinnen zu können. Sicher, er hat triumphiert. Der Prinz hat seinen Worten Glauben geschenkt und ihm die Sondervollmachten erteilt, die es ihm ermöglichen endlich dieses ganze dreiste Patrizierpack für ihre Arroganz und ihre Nutzlosigkeit zu bestrafen. Ja, … bestrafen. Er kann sich noch so oft einreden, dass die neuen Regeln nur zum Schutz der Kainiten eingeführt wurden, dass es seine Verantwortung als Vogt ihm gebietet, sich um jeden einzelnen dieser nutzlosen Parasiten Sorgen zu machen.
Manchmal hat Aristide das Gefühl, von all den Ancillae könnte nur Salm-Kyrburg ihn verstehen. Das ist vielleicht auch so. Er mag den Prinzen. Vor allem aber macht er sich Sorgen um ihn. Er ist so unbedarft und leichtsinnig, seine politischen Bewegungen so durchschaubar und schwach. Salm-Kyrburg ist ein guter Prinz -- aufgeschlossen, intelligent, milde und freiheitsliebend. Aber genau darum wird er sich nicht halten können.


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Edited on 2006-10-20 23:07:47 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [Einfluß- und Risiko-Links]
Additions:
AristideGilletteEP
AristideGilletteEinfluss
AristideGilletteRisiko>>//Ich habe eine Schuld an dieser Stadt, wegen all dem, was meine Familie Schlechtes getan hat, wegen all dem was ich an Gutem nicht getan habe. Jedesmal, wenn ich hier bin, vergieße ich für diese Stadt das Blut ihrer Feinde. Das macht die Schuld nicht geringer, aber es hilft, sie zu verdrängen. Einmal wird der Tag kommen, da ist diese Schuld beglichen. Ich fürchte diesen Tag mehr als alles andere. Denn nur //mein// Blut kann sie abwaschen.//
Deletions:
AristideGilletteEP>>//Ich habe eine Schuld an dieser Stadt, wegen all dem, was meine Familie Schlechtes getan hat, wegen all dem was ich an Gutem nicht getan habe. Jedesmal, wenn ich hier bin, vergieße ich für diese Stadt das Blut ihrer Feinde. Das macht die Schuld nicht geringer, aber es hilft, sie zu verdrängen. Einmal wird der Tag kommen, da ist diese Schuld beglichen. Ich fürchte diesen Tag mehr als alles andere. Denn nur //mein// Blut kann sie abwaschen.//


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Edited on 2006-07-25 12:06:59 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [Kategorien]
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CategoryCategory: [[(cat)Charakter]], [[(cat)Brujah]], [[(cat)Camarilla]]


Revision [650]

Edited on 2006-07-24 23:02:34 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [EP-Link]
Additions:
Spieler: BenHaedrich
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AristideGilletteEP>>//Ich habe eine Schuld an dieser Stadt, wegen all dem, was meine Familie Schlechtes getan hat, wegen all dem was ich an Gutem nicht getan habe. Jedesmal, wenn ich hier bin, vergieße ich für diese Stadt das Blut ihrer Feinde. Das macht die Schuld nicht geringer, aber es hilft, sie zu verdrängen. Einmal wird der Tag kommen, da ist diese Schuld beglichen. Ich fürchte diesen Tag mehr als alles andere. Denn nur //mein// Blut kann sie abwaschen.//
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Spieler: BenHaedrich>>
//Ich habe eine Schuld an dieser Stadt, wegen all dem, was meine Familie Schlechtes getan hat, wegen all dem was ich an Gutem nicht getan habe. Jedesmal, wenn ich hier bin, vergieße ich für diese Stadt das Blut ihrer Feinde. Das macht die Schuld nicht geringer, aber es hilft, sie zu verdrängen. Einmal wird der Tag kommen, da ist diese Schuld beglichen. Ich fürchte diesen Tag mehr als alles andere. Denn nur //mein// Blut kann sie abwaschen.//


Revision [640]

Edited on 2006-07-24 20:16:56 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [Text "Heimkehr" eingestellt]
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{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/BilderHochladen/aristide_gillette.jpeg" title="Aristide Gillette" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
<<//Im folgenden eine kleine Geschichte, die Ben am 8.November 2004 ins Stadtnetz stellte. Sie handelt von Aristide, der damals noch Vogt unter von Salm-Kyrburg war, von Aristide //Gillette//.//<<>>Hallo Leute,
===Heimkehr===
<<Den folgenden Text hat Ben geschrieben, als die Rückkehr seines Hauptcharakters Aristide Anfang 2006 bevorstand. Die Mail wurde am 16.Januar 2006 ans Stadtnetz geschickt.<<>>Es folgt ein kurzer Kameraschwenk an eine Stelle des Inplay, die nur sehr schwer erfahrbar ist, die des Innenlebens eines einzelnen Charakters. Ich hoffe, sie bereitet euch ein wenig Kurzweil und Freude und macht vielleicht auch ein wenig neugierig.
Ben>>Der Heimkehrende setzt zögerlich einen ersten Fuß auf Berliner Boden. Er hätte mit dem Auto in die Stadt fahren können, aber so ist es besser. Nicht einfach nur, weil er es mittlerweile gewohnt ist, sondern auch, weil er das Gefühl hat, erst jeden Quadratzentimeter dieser Stadt wieder neu für sich entdecken zu müssen. Die Außenbezirke sind immer anders als der Kern, aber diese kleinbürgerliche Villensiedlung ist wie das Monument einer längst vergangenen Zivilisation von einem entfernten Stern. So wenig Berlin... und doch so sehr.
Das Winterdunkel ist lang und tief. Er setzt den anderen Fuß ein Stück vor, zieht den ersten nach und aus dem Zusammenspiel der beiden schält sich nach einigen schleppenden Metern ein reines Gehen heraus, zögerlich erst, dann ein Schlendern und schließlich, als das gerade abnehmende Auge des Vollmondes über die Wipfel der großen Bäume streicht und der Abend sich der Nacht hingibt, ein Laufen, zielstrebig, sicher und schnell.
Das Lied der Wälder hat den Heimkehrenden verändert. Als hätte ein unsichtbarer Schraubstock seine Schultern begradigt, hat sich sein Gang aufgerichtet. Wer durch den tiefsten Morast gekrochen ist, den der Wildnis und den seines Herzens, erst wer all seine Würde verloren hat, wenn der Stolz aus den abgebrochenen Fingerspitzen geblutet ist, mit denen man versucht hat, in der harten Eiserde ein Grab für den Tag auszuheben, der will nur gehen und schreitet schon. Die Leere weicht vor einem zurück, macht Platz, will nicht ergriffen werden.
Nebelschwaden in Bodennähe. In der Nacht stand er vor dem großen Feuer, roch Menschenfett und verbranntes Haar an sich, als er hindurchsprang und --als er auf der anderen Seite angekommen-- fand keine Gemeinsamkeit. Als ihm die Ohren wieder nachwuchsen, lernte er zu hören und wußte dann, was Katzen wissen, wenn sie des Nächstens wie Kleinkinder schreien.
Seine Schritte führen ihn zur Mitte. Er hat gelernt, Symmetrien zu schätzen, den Ausgleich in allen Dingen, das Maß. Die Stadt ist wie feuchter Ton. So viele haben ihr Siegel hier schon aufgedrückt, aber es ist nur wenig geblieben. Druck. Der Staudamm versteht das Wasser nicht und muss darum brechen. Es ist eine Wahrheit – früher oder später passieren diese Dinge. Der Heimkehrende will nur sich tragen lassen, dem Flußlauf folgen. Einmal, da hat es ihn gebrochen, hat ihn zerfetzt und mitgerissen und er schrie nächtelang. Der Laut zwang seine Kiefer auseinander und brüllte, ich will hinaus aus dir, nicht länger gefangen sein. Jetzt tun sich die Straßen mit all ihrer Flut vor ihm auf und er fürchtet sie nicht.
Ein Auto schleift am Bordstein entlang und kurz klingt es wie das Geräusch ihrer Krallen. In der ersten Zeit waren es notwendige Hilfsmittel, das versteht er jetzt. Sie gruben Tunnel in seinen Berg, bis er lernte von innen an sich die Picke zu schwingen, dem Licht entgegen. Es kommt ihm vor, als hätte er sein bisheriges Leben unterirdisch verbracht, im stumpfen Abglanz beigebrachter Emotionen, unfähig das Schöne und Schreckliche hinter der Mauer der Konvention zu sehen.
Er schmunzelt über das semantische Wunder, dass ihm wiederfahren. Die simple Änderung der Vorsilben in seinem Wortschatz. Das ge- zum er-. Die Verantwortung für das eigene Denken und Handeln und am Ende Akzeptanz. Sie können einem alles nehmen. Alles. Bis auf einen Zentimeter Freiheit.
Gestern hat er zum ersten Mal seit Monaten wieder in einen Spiegel geschaut. Er hat den Blick nicht mehr abgewendet, seine Reflektion ist ihm wieder Freund. Es ist nichts Unstetes mehr in seinen Augen, nichts Gehetztes. Das Eismeer seiner Iris strahlt nur noch Ruhe aus und eine Sanftheit, die ihm fremd war. Sanft, wie der Wald sanft ist – Harmonie, nicht Frieden.
Das leise Lächeln bleibt auf den Lippen des Heimkehrenden, als er das Zentrum erreicht. Die Stadt umfängt ihn und kann ihn dennoch nicht verzehren. Obschon es nicht nötig ist, will er es erleben. Tief und gleichmäßig atmet er kristallklare Luft ein, öffnet seinen Mantel, breitet die Arme aus, bis sein ganzer Körper von dieser Nacht erfüllt ist. Mit ihm und in ihm atmet die Bestie im Einklang. Und schweigt.
Die Frau hat hier auf ihn gewartet, ihr sterbliches Fleisch zittert in der Kälte. Die Welt ist ein lichter Ort.
"Aristide?" fragt sie zögerlich.
Da dreht er sich um zu ihr und sagt mit ganzem Herzen.
"Ja."
Deletions:
{{image class="left" url="http://gio.larp-bb.de/res/BilderHochladen/aristide_gillette.jpeg" title="Aristide Gillette" alt="Aristide de Lesseps nach der Schlacht gegen Maxwell"}}
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
>>Hallo Leute,
<<//Im folgenden eine kleine Geschichte, die Ben am 8.November 2004 ins Stadtnetz stellte. Sie handelt von Aristide, der damals noch Vogt unter von Salm-Kyrburg war, von Aristide //Gillette//.//<<


Revision [445]

Edited on 2006-07-11 17:08:00 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [Alburn-Link]
Additions:
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu ViktorAlburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
Deletions:
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu [[VGAlburn]], der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?


Revision [427]

Edited on 2006-07-10 20:23:01 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [Auf den Dächern]
Additions:
===Auf den Dächern===
>>Hallo Leute,
die folgende kleine Kurzgeschichte beschäftigt sich mit Dingen, die für Euch genaugenommen eher unwesentlich sind, nämlich dem Leben und den Gedankengängen des Vogtes. Wer von Euch also weder Zeit noch Lust hat, verpasst nichts essentielles. Aber gerade, da das Berliner Gesellschaftsleben durch die Regierung einen so herben Dämpfer bekommen hat und wir bis Weser-Aller kaum großes Spiel haben werden, gedachte ich, zumindest die Inplay Kontinuität der Gefühle ein wenig aufrecht zu halten. Ich würde mich freuen, wenn einige von Euch sich animiert fühlen würden, ähnliches auch für Ihre Charaktere zu tun. Kann das Spiel bereichern und niemand, der nicht will, braucht sich darum zu kümmern. Enjoy.
LG,
Ben>>
<<//Im folgenden eine kleine Geschichte, die Ben am 8.November 2004 ins Stadtnetz stellte. Sie handelt von Aristide, der damals noch Vogt unter von Salm-Kyrburg war, von Aristide //Gillette//.//<<
Der Herbst hat Einzug gehalten und Aristide spürt das nadelfeine Stechen des Windes in seinem Gesicht überdeutlich. Die Böen treiben Tränen in seine Augen und er riecht das Blut, das dabei austritt. Hier wo er ist, braucht er sich keine Sorgen um die Masquerade zu machen. Auf diesem Haus gibt es nur ihn und seine Gedanken. Er braucht die Ruhe und das Gefühl, hier über den Dächern Berlins, Abstand gewinnen zu können. Sicher, er hat triumphiert. Der Prinz hat seinen Worten Glauben geschenkt und ihm die Sondervollmachten erteilt, die es ihm ermöglichen endlich dieses ganze dreiste Patrizierpack für ihre Arroganz und ihre Nutzlosigkeit zu bestrafen. Ja, … bestrafen. Er kann sich noch so oft einreden, dass die neuen Regeln nur zum Schutz der Kainiten eingeführt wurden, dass es seine Verantwortung als Vogt ihm gebietet, sich um jeden einzelnen dieser nutzlosen Parasiten Sorgen zu machen.
Bis vor ein paar Monaten hätte diese Lüge vielleicht sogar ein Körnchen Wahrheit enthalten. Aber seit dem Tod, nein, dem Massaker an Malgorzata, ist er nicht mehr der selbe. Es ist fast, als sei ihm etwas entglitten, als er ihren gepfählten Leib anzündete. Etwas sehr essentielles, das ihn immer unbemerkt begleitete und das ihm jetzt schmerzlich fehlt, auch wenn er es vorher nie wahrnahm.
Seine Unschuld.
Ja, denkt er sich, Aniella war ein Mitglied des Sabbat, das seine Clansschwester brutal ermordet und ihre Seele gestohlen hatte, einer jener Bastarde, die für die Korruption seiner geliebten Corinne verantwortlich waren. Aber die Angst und der Schmerz in ihren Augen, die waren echt. So sehr er seine Feinde, die Feinde all dessen, für das er steht und das er mit seinem Leben verteidigen würde, versucht zu hassen. Es gelingt ihm einfach nicht.
Aristide schaut wütend herunter auf seine abgewetzten Stiefel und die geteerte Dachpappe darunter. Wieder ein Ort verseucht von den langsamen, den schleichenden Einflüsterungen seiner Inneren Bestie. Ob er diesem Ort oder sich selbst entkommen will, weiß er nicht, als er sich mit einem kraftvollen Sprung vom Dach abstößt und mühelos die zwanzig Meter Distanz bis zum nächsten Dach überwindet. In letzter Zeit hat er manchmal Angst davor, wie leicht solche Dinge ihm fallen. An einer Fassade empor zu springen, eine gepanzerte Stahltür zu zerreißen, als wäre sie aus Papier – sein Blut gibt ihm die Macht dazu. Er hat es immer hingenommen, wenn seine Kräfte mit der Zeit wuchsen und ihn immer …unmenschlichere Dinge tun ließen. Noch dazu er, überlegt Aristide, der Hänfling, der Streber ohne Muskeln der in der Schule immer widerstandslos verprügelt wurde.  Aber es sind nicht nur die kainitischen Disziplinen, die ihm Sorgen bereiten. Seine Kraft ist nützlich. Aber die Wut Troiles, die als Erbe durch seine kalten Adern fließt, korrumpiert sie, pervertiert sie.
Wie deutlich noch erinnert er sich des Gesichtes des ersten Sterblichen, den er getötet hat. Eigentlich wollte er ihn nur zu Boden schlagen – tatsächlich platzte der Kopf wie eine reife Wassermelone und das lose Gesicht glitt vom zerborstenen Schädel hinunter.
Seine Wut – mittlerweile kann er sie beherrschen. Doch immer noch lauert der eine entscheidende Moment der Kontrollosigkeit. Lass dich fallen, flüstert die Innere Bestie – und es ist ein so unglaublich süßes, verlockendes Angebot. Das Leben nur noch ein einziger Schleier wilder, unkontrollierter Emotion, ohne Verantwortung, ohne Zweifel, ohne… Liebe.
Hannah!
Er weiß, diese Frau wird sein Untergang sein – Igor hat es ihm prophezeit. Sie erinnert ihn in so vielen Dingen an Corinne und doch fehlt ihr das bestialische, ist sie so beseelt von erhaltenswerter Menschlichkeit.
Doch wenn er sie erschafft, um ihr die Freiheit zu geben, was bleibt dann? Knurrend schlägt Aristide gegen eine Antenne und beobachtet entsetzt, wie das dünne Metall reißt und die Spitze meterweit durch die Luft geschleudert wird.
Seit Malgorzata starb, ist es soviel einfacher geworden. Es fühlt sich fast richtig an, ab und zu seiner Wut freien Lauf zu lassen.
Vor wem soll er sie auch verstecken. Jeder seiner Clansgeschwister weiß um die dunkle Seite, die in einem jeden Brujah schlummert. Und die anderen. Wer ist es schon wert, sich vor ihm zu verbergen? Die Malkavianer, die mit ihren ganz eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Die Nosferatu mit ihrer Maske der Höflichkeit und ihren widerwärtigen Komplotten? Die hohlen, ausgebrannten, eingebildeten Toreador? Das Faschistenpack der Tremere? Die verlogenen, unfähigen Ventrue?
Die Gangrel vielleicht. Doch gerade die Gangrel verstehen die Bestie, haben sie gemeistert. Aristide beneidet sie darum. Doch außer ihnen gibt es niemanden. Diese ganze lächerliche, sinnentleerte Gesellschaft, die sich selbst vorspielt noch menschlich zu sein und deren Salonabende um so vieles emotional grausamer sind, als sich irgend ein Foltermeister jemals körperliche Pein erdenken könnte – Es kotzt ihn so an!
Da spielt er den netten, den kompetenten, den tumben Brujah. Mit Klischees kommen die Leute besser klar und lassen ihn trotz aller Rügen seine Arbeit machen. Pah!
Wie gerne würde er de Legat einmal fragen, ob sie – die große Künstlerin – vielleicht auch einen Doktor in Germanistik hat. Ob sie vielleicht auch, sich selbst entsagend, auf der Suche nach Inspiration Jahrzehnte durch die Welt gezogen ist. Ob sie vielleicht auch fünf Bücher verfasst hat, die national Anklang fanden.
Wie gerne würde er Singh einmal fragen, ob er --der große Stützpfeiler der Camarilla-- vielleicht auch bei der Schlacht von Atlanta gegen die Vohzd-Mostrositäten des Sabbat in erster Kampfreihe gestanden hat. Ob er schon in brennende Häuser gerannt ist, nur um Beweise zu sichern, die vielleicht zum Schutz der Domäne essentiell sind. Ob er jemals seine Ansichten, sein ganze Sein verraten und geopfert hat, nur um einer Handvoll Leuten das Leben zu retten, die es einem nie mit einem Wort danken werden.
Manchmal hat Aristide das Gefühl, von all den Ancillae könnte nur Salm-Kyrburg ihn verstehen. Das ist vielleicht auch so. Er mag den Prinzen. Vor allem aber macht er sich Sorgen um ihn. Er ist so unbedarft und leichtsinnig, seine politischen Bewegungen so durchschaubar und schwach. Salm-Kyrburg ist ein guter Prinz -- aufgeschlossen, intelligent, milde und freiheitsliebend. Aber genau darum wird er sich nicht halten können.
Die Bürger der Camarilla wollen Tyrannen, denen sie lakaienhaft und anbiedernd zu Diensten sein können. Sie schmücken sich gern mit den Federn ihrer Ancillae und Ahnen und nehmen es dafür in Kauf, sich zu willfährigen Marionetten machen zu lassen, die auch noch brav Danke dafür sagen, wie eine Hure gefickt zu werden, damit sie sich das dann nach ein paar Jahrhunderten auch gegenüber anderen rausnehmen können.
Die Camarilla, ein einziger, riesiger Chain-Bang von Ficken und Gefickt Werden.
Unwirsch springt Aristide wieder auf ein anderes Dach. Sein Blut kocht so heiß, dass er einfach nicht stillstehen kann. Wie viel einfacher war es, als er noch mit den Anarchen durch die Gegend zog, als Freiheit noch mehr als nur eine Illusion war. Aber er steht in einer tiefen Schuld an diese verfluchte Stadt Berlin und ihre Bewohner. Eine Schuld, welche die meisten Kainiten, so oft sie dieses Wort auch in einem gesellschaftlichen Kontext gebrauchen, niemals verstehen würden.
Seine Familie hat großes Leid über diese Stadt gebracht. Es ist an ihm, dafür gerade zu stehen und sie zu verteidigen, gegen alles was kommen mag.
Es fällt ihm schwer. Diese Egel nähren sich vor den Menschen, ohne den geringsten Respekt vor dem Wert ihres Lebens zu zeigen und spreizen sich dann wie Pfaue voreinander, um sich stolz ihre nichtigen Errungenschaften zu präsentieren.
Und er ist jetzt Teil dieses Systems, auf Gedeih und Verderb ein Rädchen im Uhrwerk der Camarilla. Er ist Vogt – oberster Ordnungshüter eines Systems, dass er verachtet. Aristide ist heute Nacht voller Verachtung… vor allem vor sich selbst. Darüber, dass er hier nutzlos herumsteht, während in dieser Stadt ein Wahnsinniger herumläuft, der brutal Menschen erst für sich freundschaftlich einnimmt und dann verbrennt (…so wie du Malgorzata, flüstert die Bestie in seiner Seele) und auch die Kainiten gefährdet.
Ja, dieser Mistkerl wird leiden, wenn er ihn in die Finger bekommt. Er wird bezahlen, für die unsäglichen Verbrechen die er (… die Du) begangen hat.
Und dann? Dann kommt der nächste Wahnsinnige und der nächste Sabbatangriff und der nächste Traditionsbrecher und der nächste… Es wird nicht aufhören.
Und diesmal ist es keine Wut, sondern Trauer, die Aristide wie ein waidwundes Tier aufbrüllen lässt. Trauer um den Menschen den er einmal war. Trauer um die vielen Unschuldigen, die noch sterben werden. Trauer selbst um den Feuerteufel, der aus dem Trauma seines eigenen Lebens heraus diese Taten begeht. Trauer um Corinne, die von dieser beschissenen Stadt aufgefressen wurde. Ist Corinne nur ein vergangener Spiegel seines zukünftigen Selbst? Kann man dem Schicksal entkommen.
Aristide springt vom Dach herunter, hinab in die Straßen Berlins, die ihn umarmen, um ihn weiter zu besudeln. Er ist der Vogt, seine Stadt braucht ihn. Aber er ist auch immer noch Aristide.
Noch… Wie lange noch? Wofür? Kann er in Jahrhunderten noch mitfühlend sein oder wenigstens Freude empfinden? Kann man sich selbst entkommen? Stellt man sich dann überhaupt noch Fragen?
Der Wind pfeift über die Dächer der Häuser.
Ihre Fenster sind leere Augen.
Der Winter kommt.


Revision [334]

Edited on 2006-07-04 22:13:08 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [Bild eingefügt]
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Revision [319]

Edited on 2006-07-04 20:23:26 by Ben Haedrich [Bild eingefügt]
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Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[BeateGueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu [[VGAlburn]], der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
Deletions:
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[Beate Gueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu [[VictorGideonAlburn]], der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?


Revision [318]

Edited on 2006-07-04 20:22:07 by Ben Haedrich [Bild eingefügt]
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Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[WilliamAllisterThorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[Beate Gueldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu [[VictorGideonAlburn]], der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
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Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[William Allister Thorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[Bea Güldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu [[Victor Gideon Alburn]], der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?


Revision [317]

Edited on 2006-07-04 20:18:29 by Ben Haedrich [Bild eingefügt]
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Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla [[William Allister Thorne]] aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme [[Bea Güldenberg]] von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu [[Victor Gideon Alburn]], der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
Deletions:
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla William Thorn aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme Bea Güldenberg von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu Victor Alburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?


Revision [316]

Edited on 2006-07-04 20:16:24 by Ben Haedrich [Bild eingefügt]
Additions:
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah und sprachgewandten Schriftsteller das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt. Nachdem er als Vogt an der Seite des Noch-Prinzen von Salm Kyrburg an der Schlacht gegen Maxwell teilnimmt, zieht er aus Berlin mit dem Gangrel Ancilla William Thorn aufgrund seiner sich zusehends an die Bestie verlierenden Humanitas fort. Die beiden sind 11 Monate verschwunden, da kommt Aristide zurück, ruhiger, ausgeglichener und ungleich kälter. In dem immer noch freundlich-charmanten Kainiten schlummert seitdem eine Fremdartigkeit, die so manchen seiner alten Freunde von früher gehörig erschauern lässt, ja scheinbar sogar seine alte Flamme Bea Güldenberg von ihm fort getrieben hat. Was ist nur dort draußen in Skandinaviens Wäldern geschehen? Nun also lebt der ehemalige Vogt zurückgezogen in Berlin und erscheint nur ab und zu zwischen Melancholie und Gereiztheit pendelnd auf Treffen der Kainiten. Dem neuen Fürsten dient er vor allem durch seine profunden Kontakte zu Polizei und Studentenszene und seine recht schlagkräftige Hilfe im Krisenfall, die nunmehr gänzlich ohne Skrupel eingesetzt wird, wenn es zum Konflikt kommt. Böse Zungen behaupten, sein bisheriger Werdegang gleiche so sehr dem seiner Erschafferin, dass auch er früher oder später zum Sabbat überlaufen werde. Vielleicht ist es gerade deshalb ein Punkt der Besorgnis, dass Aristide eine scheinbar immer engere Freundschaft zu Victor Alburn, der Geißel vom Clan des Mondes knüpft. Und sagt man nicht auch vom Sabbat, er habe keine Angst vor dem Feuer und könne seine Rasereien lenken, wie es Aristide seit seiner Rückkehr schon mehrfach beeindruckend unter Beweis gestellt hat?
Deletions:
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt.


Revision [302]

Edited on 2006-07-03 23:03:01 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [Kurzinfo]
Additions:
>>Clan: Brujah
Erschaffer: Corinne de Lesseps
Status: Neonat
Spieler: BenHaedrich>>


Revision [301]

Edited on 2006-07-03 23:00:48 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [Link]
Additions:
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg]] wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt.
Deletions:
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg wird]], ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt.


Revision [300]

Edited on 2006-07-03 23:00:30 by Masin Al-Dujaili (Admin-Konto) [+r, Link]
Additions:
//Ich habe eine Schuld an dieser Stadt, wegen all dem, was meine Familie Schlechtes getan hat, wegen all dem was ich an Gutem nicht getan habe. Jedesmal, wenn ich hier bin, vergieße ich für diese Stadt das Blut ihrer Feinde. Das macht die Schuld nicht geringer, aber es hilft, sie zu verdrängen. Einmal wird der Tag kommen, da ist diese Schuld beglichen. Ich fürchte diesen Tag mehr als alles andere. Denn nur //mein// Blut kann sie abwaschen.//
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen [[FMvSalmKyrburg Maximilian von Salm-Kyrburg wird]], ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt.
Deletions:
//Ich habe eine Schuld an diese Stadt, wegen all dem, was meine Familie Schlechtes getan hat, wegen all dem was ich an Gutem nicht getan habe. Jedesmal, wenn ich hier bin, vergieße ich für diese Stadt das Blut ihrer Feinde. Das macht die Schuld nicht geringer, aber es hilft, sie zu verdrängen. Einmal wird der Tag kommen, da ist diese Schuld beglichen. Ich fürchte diesen Tag mehr als alles andere. Denn nur //mein// Blut kann sie abwaschen.//
Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen Maximilian von Salm-Kyrburg wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt.


Revision [299]

The oldest known version of this page was created on 2006-07-03 22:39:32 by Ben Haedrich [+r, Link]