AristideGillette

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Aristide de Lesseps




Ich habe eine Schuld an dieser Stadt, wegen all dem, was meine Familie Schlechtes getan hat, wegen all dem was ich an Gutem nicht getan habe. Jedesmal, wenn ich hier bin, vergieße ich für diese Stadt das Blut ihrer Feinde. Das macht die Schuld nicht geringer, aber es hilft, sie zu verdrängen. Einmal wird der Tag kommen, da ist diese Schuld beglichen. Ich fürchte diesen Tag mehr als alles andere. Denn nur mein Blut kann sie abwaschen.

Aristide Gillette, der vor einem Jahr aus ungeklärten Gründen den Namen seiner als verfemte Sabbatianerin gestorbenen Erzeugerin Corinne de Lesseps annahm, liebt die Literatur und hasst die Gewalt. Leider spielt dem sprichwörtlich leidenschaftlichen Brujah das Schicksal allzu oft übel mit und er muss seine alte Reiseschreibmaschine ruhen lassen und zu seiner abgewetzten doppelläufigen Schrotflinte "Betsy" greifen. Aristide, der seit etwa vierzig Jahren ein Kainit ist, ist ein Musterbeispiel für unkonventionelle Karrieren, wie sie nur in Berlin möglich sind. Gezeugt als Anarch sind seine Lebenslinien immer wieder mit Berlin verknüpft, bis er schließlich 2004 nicht nur unverhofft die Fronten wechselt, sondern auch noch Vogt des damaligen Prinzen Maximilian von Salm-Kyrburg wird, ein Amt, dass er über ein Jahr lang mit grimmiger Effizienz ausführt, bis Gerüchte über eine geistige Manipulation seiner Person zu einem regelrechten Clanszwist zwischen den Gelehrten und den Königen führt, eine der vielen Tropfen, der das Faß des Putsches zum Überlaufen bringt.
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