BerlinHistorie

Eine kurze Reise durch die vampirische Geschichte Berlin-Brandenburgs



Vorbemerkung


Schon menschliche Geschichtsschreibung ist nie wirklich objektiv; ihr kainitisches Pendant ist literarische Siegerjustiz des jeweiligen Herrschers an seinen gescheiterten Vorgängern. Der folgende Abriß ist ungenau, vage und wahrscheinlich zumindest zu 50% dreist erlogen, stellt aber in etwa den Stand des Wissens dar, der in Berlin von den Älteren, gekannt und verbreitet wird. Die hier niedergeschriebenen Inhalte sind natürlich rein offplay und dienen zur Erbauung als Illustration der Hintergründe und Entwicklungen unseres Spiels. Jede Zeile ist deutlich mit Vorsicht zu genießen und jeder Kainit würde eine andere Version (oder zwei oder drei) davon erzählen.

Das Haus der Heveller 790-1437


Der erste Herrscher über das Gebiet, das einmal Brandenburg werden sollte, war ein aus dem Osten kommender Gangrel, der sich von den heidnischen Slawen offen als deren Hauptgott verehren ließ und dessen Name in manch alten Dokumenten mehr oder weniger zuverlässig als ArgamnachTriglav genannt wird. Er, wie auch seine heimische Kultur, wurde langsam aber stetig durch den Einfluss der lange christlichen Franken und der gerade christianisierten Sachsen, sowie der mit ihnen kommenden Kainiten unter dem Eroberer AntoniusVerquiliusCarolus, einem mächtigen gallischen Ventrueahnen, zurückgedrängt. Bevor er sich weiter gen Osten, noch Jahrhunderte Bollwerk paganistischer Volksstämme, zurückzog, legte er den Erobereren ein Kuckuksei ins Nest. Indem er dem Kriegsherren Woleslav-Stephan aus dem slawischen Stamm der Heveller das Wesen der Vampire offenbahrte, gab er ihm eine mächtige Waffe in die Hand. Der Heidenfürst suchte und fand den kainitischen Anführer der Ursupatoren und wurde dessen Kind, nur um ihn später in einem unachtsamen Moment zu ermorden und seiner Seele zu berauben. So gestärkt, schuf sich der frisch gebackene Vampir eine Vielzahl an Ghoulen und Nachkommen, um gegen die Feinde ins Feld zu ziehen. Aber egal, wie sehr er sich bemühte, er konnte nur wenig tun, um den Fluss der einströmenden Fremden und ihrer vampirischen Herren einzudämmen. Kurzzeitig fand er in dem mächtigen Gangrel JaczoDeCopnic, ein Kind eben des oben erwähnten "Gottes" und Drahtziehers, und dessen Brut Bundgenossen, doch Frustration und heiße Vergeltungssucht trieben die beiden bald aus ihrem eigenen Land fort, dass nun deutsch und christlich geworden war.

Es war am vielversprechendsten Kind des Kriegers, Ilse Reinegger, das Zepter zu übernehmen und das sich verändernde Gesicht des Landes wenigstens mit zu formen. 200 Jahrhunderte gelang es ihr mit wachsendem Aufwand immer wieder eine Synthese aus Alt und Neu zu schaffen und die Region in der Hand ihres Hauses zu halten. Als durch wachsende Bevölkerung und undurchsichtige politische Entwicklungen in den einzelnen Städten, Teile ihres Gebietes nicht mehr für sie kontrollierbar waren, schuf und entsandte sie ein Kind in den Ballungsraum der eng beieinanderliegenden Städte Berlin-Cölln, Spandau, Köpenick und Potsdam. Es sollte ihre letzte Amtshandlung sein, denn kurze Zeit später verstarb sie auf mysteriöse Weise bei einem Brand in ihrer Zuflucht.

Das Haus Breidenstein 1437-1945


Dieses Kind, Gustav Breidenstein, sah sich plötzlich, wenn auch nicht unerwartet oder unvorbereitet, als Erbe eines zerrütteten und armen Landes, das aber ein gewaltiges Potential zeigte. Der Ventrue war Sohn fränkischer Einwanderer und von Geburt an Christ. Nichts verband ihn mit dem Auftrag oder den Ansichten seines Stammhauses. Sein Blick galt der Zukunft und nicht einer von ihm verachteten Vergangenheit. Mit beispielloser Arroganz und Ambition griff Breidenstein immer wieder in die Geschicke der sterblichen Welt durch das Herrscherhaus der Hohenzollern ein und formte binnen der nächsten vier Jahrhunderte erst eine Mark Brandenburg und schließlich ein Königreich Preußen die seine Großmachtphantasien und seine Geltungssucht befriedigten.

Auf diesem Wege machte er sich nur wenig Freunde. Große Teile seines eigenen Clanes brachen mit ihm und seiner Brut: Die west- und süddeutsche Linie Saulus sah sich ihres eigenen hohenzollerschen Stammhauses beraubt und ihr zweites, habsburgisches Stammhaus immer wieder durch ersteres kriegerisch attackiert. Die französischen Ventrue der Linie Alexander litten unter der so urpreußischen Erbfeindschaft mit ihrem Volk. Die britischen Ventrue der Linie Mithras sahen immer wieder ihren See- und Landhandel durch die kolonialen Bestrebungen des aggressiven Staates bedroht. Den Berliner Fürsten tangierte das wenig. Auf der Hochzeit seines Wirkens hatte er den mächtigsten Militär- und stringentesten Verwaltungs- Apparat der Welt auf seiner Seite, kontrolliert durch blutgebunden loyale Kinder, Enkel und Urenkel sowie ganze Heerscharen von Ghoulen. Auf eine sehr reale Weise war Gustav Berlin, war Gustav Preußen. Wie ein unseeliger Schatten, standen seine Visionen Pate für preußische Errungenschaften und nationalistischen Machismo zugleich.

Doch die Welt veränderte sich und der Fürst konnte nicht mehr Schritt halten. Das Zeitalter der Revolutionen ließ ihn erlahmen, die napoleonische (und mit jenen, Toreador) Besatzung seines Landes ruinierte seine Verfassung gänzlich. Als auch in Deutschland die Revolution auszubrechen drohte, übergab er die Leitung seines Hauses und die Regentschaft seiner Domäne an sein Kind Wilhelm Waldburg und zog sich dann ins Dunkel zurück. Waldburg, der die Revolution mit inszeniert hatte, beendete sie so rasch, wie sie gekommen war und suchte dennoch, ein anderes Bild von Preußen zu prägen. Im Gegensatz zu seinem Erzeuger, war er ein umgänglicher Mann von Welt, dem Dialog näher lag als Tyrannei und der einer Zukunft entgegen sah, in der ihr die Deutschen vornehmlich als Kulturvolk und Industrienation an der Spitze der Welt sah. Von Berlin aus spann er seine Fäden und Berlin war es auch, die eine international anerkannte Weltstadt von Format wurde.

Der erste Weltkrieg beendete diese Träume. Zu spät erkannte Wilhelm, dass eine internationale Loge von Ventrue unter der Führung seines zurückgekehrten Erzeugers aus Gewinnsucht und Kriegseuphorie die ohnehin brodelnde Stimmung in Europa nutzte, um die Länder des Globus gegeneinander zu hetzen. Menschen wie Kainiten wollten diesen Krieg, der Europa verwüsten sollte, auf eine Weise, die heute kaum noch verständlich scheint. Die Weimarer Republik, konfus und anarchistisch, hin- und hergerissen zwischen politischen Extremen und von großer Armut geprägt, lies die Träume des Fürsten schließlich ganz wie eine Seifenblase zerplatzen und er bot kaum mehr Gegenwehr, als in den Untergrund zu flüchten, als sein Erzeuger wieder die Macht an sich riss.

Doch Gustav, kaum noch fähig auf rasche Veränderungen zu reagieren, erlangte niemals die Kontrolle über die Nazikriegsmaschinerie, die er im Ersten Weltkrieg ausgeübt hatte. Hilflos und voller Zorn sah er zu, wie sein so mühsam vorbereitetes Kartenhaus seinem Einfluss entglitt und in sich zusammenbrach. Kein Kainit kontrollierte den Schrecken des Dritten Reiches und als es in den Flammen alliierter Bomben endete, starb ein Großteil derjenigen, die Preußen mitgeprägt hatten. Die Herrschaft des Hauses Breidenstein endete, wie sie begann, in einem fast entvölkerten Berlin aus schwelenden Trümmern.

Das Triumvirat 1945-1996


Das deutlichste Merkmal der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war die Tatsache, dass keine einzelne Fraktion je wieder einen soliden Anspruch auf die Gesamtherrschaft erheben konnten, wie zuvor. Die einzelnen brandenburgischen Städte wurden Minidomänen unabhängiger Fürsten und Berlin wurde, wie Deutschland im Ganzen, in zwei Hälften geteilt. In der Oststadt ergriff der Rote Rat der Brujah unter seinem deutschen Kommissar ChristophDurier das Heft, band den geschwächten Gustav Breidenstein in Ketten aus Blut. Mit Hilfe der französischen Toreador unter der Primogena AntoinettE konnte Wilhelm Waldburg in Westberlin ebenso ein kleines Reich errichten, indem er aber Sklave der Besatzungsherrschaft war, wie andernort sein Erschaffer auch. In Potsdam erhob der schon im Dritten Reich aus jahrhundertelanger Starre erwachte Woleslav-Stephan sein Haupt und sammelte im PotsdamerZirkel alte hevellische Verbündete und neue machthungrige Ahnen. Er war politisch unabhängiger als seine gescheiterten Nachfahren, aber die Last von einem ganzen Jahrtausend drückte nicht nur auf seine Schultern sondern vernebelte auch so seinen Verstand, dass er fast handlungsunfähig war. Die drei Parteien hielten einen grollenden Frieden miteinander, indem die Nosferatu unter dem gelehrten Ahnen EllisonHumboldt als neutrale Vermittler zwischen allen Seiten agierten und dabei eine Macht erlangten, die kaum anderswo in Europa zu diesem Zeitpunkt so konzentriert gewesen sein dürfte.

Interregnum 1996-1999


Die Wende brachte eine Reihe von schockierenden Veränderungen mit sich. Kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verschwand ein Großteil der Brujah spurlos und die Nosferatu ergingen sich in einem blutigen Konflikt innerhald der eigenen Familie, der sie fast alle auslöschte. Der nach Rache dürstende Gustav erlangte so seine Freiheit und strebte danach, seine Rivalen entweder zu unterwerfen oder zu vernichten.

Der Burgfrieden des Triumvirates zerbrach und die aufgestaute Aggression entlud sich im Winter 1995 im Schwarzen Krieg, einer gewaltigen Konfrontation zwischen Camarilla, Sabbat, Anarchen, freien Clanen und Werwölfen. Die Bilanz des furchtbaren dreiwöchigen Blutvergiessens: Mehr als 50 Kainiten fanden den endgültigen Tod. Gustav Breidenstein wurde durch ein Mitglied seiner eigenen Brut zerstört. Das Eingreifen des Justikars und Rache an den Verantwortlichen hängt wie ein Damoklesschwert über der kopflosen, fast bürgerlosen Domäne.

Wilhelm Waldburg arrangierte sich mit Woleslav-Stephan, der bald darauf wieder in Starre versank, und wurde einmal mehr Fürst von ganz Berlin, während sein Blutsbruder AlbrechtVonMagdeburg Herr über Potsdam wurde. Man glättete die Wogen der Maskeradebrüche und konsolidierte die Macht, in der Hoffnung, ein neues Zeitalter der Stabilität, gleich dem Aufschwung der Menschen genießen. Doch daraus wurde nichts, denn der wohl von zuviel Blut verfluchte Berliner Thron brachte seinem Herren Unglück. Von den Kainitenfürsten deutschlandweit an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängt und durch die Ermordung seiner Geliebten AntoinettE schwer erschüttert, fiel Wilhelm erst dem Wahnsinn und schließlich einer von seinem eigenen Clan ausgerufenen Blutjagd anheim.

Sein Nachfolger wurde PeterKleist, ebenso Kind Breidensteins und, wie sich herausstellte, eben jener Mörder des Fürsten im Schwarzen Krieg. Kleist wurde bald nachgesagt, die Seele seines Erzeugers genommen zu haben, denn der eigentlich so friedfertige Krämer Kleist, wurde zu einem blutdürstigen Tyrannen, dessen Herrschaft nach nur einem Jahr endete, als er seinen Potsdamer Rivalen auf einem Empfang ermordete und anschließend dem Volkszorn ob des Todes des sehr beliebten Albrecht erlag. Das Haus Breidenstein hatte in den letzten Nachfahren damit endgültig und unwiderruflich sein Ende gefunden.

Das Haus der Heveller kehrt zurück 1999-2003


In Brandenburg erhob sich ErianaDeBuckowicz, Kind und Erbin Woleslav-Stephans, und einte mit und durch ihren ausführenden Arm JaczoDeCopnic die Fürsten der Kleindomänen zum hevellischen Reichsbund, eine Arbeit die jahrzehntelang auf konspirativen Treffen des Potsdamer Zirkels vorbereitet worden war und nun Früchte trug. Ende des Jahres 1998 war ganz Brandenburg wieder in der Hand eines Hevellers und der Berliner Verweser MarcelKrämer vom Clan Brujah unterwarf sich erst der Fürstin und dankte schließlich ab. Ein ehrgeiziges Projekt sollte auf Berliner Boden entstehen. Die Kainiten der Großstadt sollten weitgehende Unabhängigkeit von Eriana und den ihren erhalten. Sie gaben sich eine demokratische Verfassung und wählten einen Fürsten aus ihrer Mitte, den Toreador BenedictDiachiami. Der schwor der Großfürstin die Lehenstreue und durfte daraufhin freie Gewähr in Berlin erhalten. Doch Diachiami brach sein Wort und strebte danach, Berlin aus der Gewalt der Heveller zu lösen. Die reagierten auf die einzige Art, die sie kannten und ein neuer Krieg drohte.

Der Justikar der Ventrue ReinhardtVonTrotta schritt gerade noch rechtzeitig ein, bevor es Tote gab, und teilte die Stadt erneut. Alle den Hevellern treu gesonnenen Teile wurden in Westberlin unter der Herrschaft des Tremere CharimIslavHiob gesammelt, während Diachiami im Osten frei gewähren durfte. Gewissermaßen als Wacht Berlins wurden in Mitte ein Archont und in Potsdam der mächtige Nosferatu Eike von Repgow angesiedelt. Man gewöhnte sich daran und lebte aneinander vorbei, verdammt zur Untätigkeit, wie schon oft in der Berliner Geschichte.

Das Attentat der Lady Patrizia von Brabant auf Virginia Eleonora Visconti im Hamburger Atrium 2001, dass einen Großteil der deutschen Toreador und so auch die Führungsriege Ostberlins dahinraffte, hinterließ dort ein Machtvakuum, das schnell von Westen her gefüllt wurde, nachdem Eriana als Garantin des Berliner Friedens ihrem Vasallen Hiob beim Justikar das Gewähr zur Ursupation erlangen konnte. Hiob freilich konnte sich nur kurz an seinem vergrößerten Gebiet erfreuen, denn er trat auf Drängen seines Clanes zugunsten seines einstigen Kanzlers, des Ventrueahnen Friedrich Lothar von Habsburg aus der Linie Saulus, ab. Habsburg regierte mit dem Wohlwollen der Heveller und deutschlandweiter Anerkennung.

Doch auch sein Glück währte nur kurz - Auf der Hofhaltung zur Feier seines einjährigen Thronjubiläums brach der Sabbat in blutgeifernden Horden über die Domäne herein und die wenigen, die fliehen konnten, schätzten sich glücklich, noch einmal mit dem Leben davon gekommen zu sein.

Habsburg selbst, ob des Gesichtsverlustes vom eigenen Clan weggelobt, schnell zum Archonten berufen und in die Ferne entsandt, konnte seine Stadt nicht zurück erobern. Ein weiterer Nachfahre des Woleslav-Stephan fühlte sich aber dazu berufen: Wilhelm von Stornbeck, gerade frisch gebackener Ancilla und Kind des Zweiten Weltkriegs sammelte eine betrachtliche Streitmacht, die teils aus pfründegierigen Söldner, teils aus fanatischen Patrioten, teils aus wütenden Exilanten bestand. Ihm winkte auf Versicherung der Camarilla die Fürstenwürde, könnte die Stadt nur zurückerobert werden.

Die Heveller blieben im Konflikt scheinbar merkwürdig neutral, halfen weder Camarilla noch Sabbat und waren, wie sich erst zum Ende des Krieges herausstellte, bereits zu dessen Anfang spurlos verschwunden. Gerade waren der Erzbischof des Sabbat gefallen und dessen Truppen besiegt, da kamen die restlichen Ahnen des Potsdamer Zirkels, der überbleibenden jüngeren Verbündeten der Heveller, mit einer bestürzenden Botschaft. Stornbeck selbst hatte einst dem Sabbat Tür und Tor geöffnet, um dann als heldenhafter Befreier die Stadt übernehmen zu können. Seine eigenen Streiter wenden sich gegen ihn und er findet schließlich auf der Flucht in einem Bunkerversteck den Tod.

Vlad von Stolzenfels vom Clan Brujah und Victor Albrecht Haberland vom Clan Malkavian wurden als Doppelgestirn Herrscher von Berlin-Potsdam und letzte Überbleibsel des einst mächtigen Hevellerreiches. Ihre Ägide währte jedoch nur kurz, denn eine gefährliche Bewegung hat sich unter den nach dem Weggang der Heveller führerlosen Gangrel etabliert.

Revolution und Reconquista 2003-2005


Samuel Fitzpatrick ist Enkel des Kriegsfürsten JaczoDeCopnic und Kind der Anarchistin DanielleDiron. Von rassistischer Ideologie beflügelt, und von geraubtem Blut berauscht, sammelte der Jünger des Germanischen Glaubens eine große Brut um sich, erklärte den Austritt aus der Camarilla und ermordete die Ahnen des Potsdamer Zirkels. In Berlin rief er sich zum Fürsten aus und wollte einen nach religioösen Prinzipien geführten Freistaat errichten.

Unterdessen konstituierte sich unter der Führung der Ancillae Johann Ludwig Maximilian Dortu (Brujah, Nachfahre des ChristophDurier) und Freiherr Maximilian von Salm-Kyrburg (Ventrue, Nachfahre des Friedrich Lothar von Habsburg) ein Hoher Rat aus Camarilla Kainiten, die eine politische Geißelung des Aktes der Gangrel suchten und die Macht über Berlin mit Unterstützung der Camarilla zurückerhalten wollten.

Erste Erfolge wurden mit dem Entsatz des Graf Henry James von Moltke erzielt, der im Auftrage des Archonten von Habsburg zwischen Fitzpatrick und Rat vermitteln sollte. Der Diplomat stellte sich jedoch rasch als gewiefter Winkeladvokat heraus, der sich mit großem Geschick vor allem sein eigenes Nest für die Zukunft bereitete. Das Ende seiner Bemühungen war ein Toleranzedikt der Camarilla, dass die Gangrel schuldfrei stellte und ihnen die Herrschaft Brandenburgs gab, während Berlin-Potsdam zurück in die Hände der Camarilla überführt und der Herrschaft von Salm-Kyrburgs überantwortet wurde. Dieser und sein Richelieu Falkenhayn entmachteten Schritt für Schritt den demokratischen Rat und waren dennoch erfolgreich und vom Volk geschätzt. Der Fürst war so charismatisch wie sein Stellvertreter gewievt und ihre Politik brachte eine Periode der Stabilität und des Vertrauens, die schon keiner mehr für möglich hielt.

Doch zu groß waren Falkenhayns Ambitionen, für die er seinen Herrscher immer wieder gewinnen konnte. Die steigende Arroganz, Forschheit und der Ventrue stieß andere Clane vor den Kopf, vor allem die Toreador und Brujah, die nach einer Periode der Schwäche wieder über mächtige Ahnen, engagierte politische Freunde und vor allem ein neu geschmiedetes Bündnis zueinander verfügen. Der Putsch kam schließlich überraschend, auf jener Hofhaltung die gerade den überwältigenden überregionalen Triumph gegen die Bremer Setiten und das so begründete neue Bündnis mit der Fürstin Hamburgs feiern sollte.

Der Bund von Dornen und Blüten 2005-heute


Hans Kohlhase wurde einst in Berlin für sein Aufbegehren wider die Obrigkeiten hingerichtet. Aus dem Tode auferstanden und lange Zeit Gegner der Ventrue hinter der brandenburgischen Obrigkeit, ergriff er mit Unterstützung des Toreador Arcangelo Diachiami, Sproß des ermordeten Fürsten BenedictDiachiami, in einem gewaltigen politischen Schlag und ohne jedes Blutvergießen die Macht. Schnell von allen anderen Domänen anerkannt, leutete die Regentschaft des Ahnen eine nun schon seit drei Jahren andauernde Periode des Friedens und florierenden gesellschaftlichen Lebens ein. Der Autokrat Kohlhase hält die Zügel der Macht fest in der Hand und sammelt auch im Umland Berlins ständig neue Vasallen. Er allein herrscht mit blutigem Heft und scheint wild entschlossen, es nie wieder loszulassen.
 

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