Blutsband

Blutsband


Ein Blutsband ist eine der vielfältigen Wirkungen der vampirischen Vitae. Vermittels eines Blutsbandes wird die emotionale Grundstimmung des Opfers gegenüber dem Vampir beeinflußt, von dem die Vitae stammt. Als Abart des Blutsbandes kann das Vinculum gelten, das bevorzugt im Sabbat praktiziert wird.

Das Blutsband wirkt sowohl auf Menschen als auch auf andere Vampire, möglicherweise gar auf andere übernatürliche Wesen.

Abstufungen des Blutsbandes


Ein Blutsband erreicht nie sofort seine volle Wirkung. Es muß über den Verlauf mehrerer Nächte, üblicherweise drei, aufgebaut werden. Bei Vampiren, die über besonders potentes oder besonders dünnes Blut verfügen, kann dies abweichen. Der entsprechende Vorzug oder Makel muß dazu auf dem Charakterbogen vermerkt sein (●●●●● Starkes Blut, ●●●●● Anämie usw.). In einer beliebigen Nacht kann immer nur eine weitere Stufe eines Blutsbandes erworben werden, wenn die Spielleitung nichts anderes verlautbart. Es können aber mehrere Blutsbänder nebeneinander verstärkt werden.

●○○ Erste Stufe


Die erste Stufe eines Blutsbandes erhält Wirkung, wenn das Opfer Blut im Wert von 1 Blutpunkt vom Vampir trinkt. Das Blutsband erster Stufe hält ungefähr 1 Jahr, wonach es verschwindet. Es gilt dabei zu beachten, daß jeder Vampir mit seiner Erschaffung genau diesen ersten Schritt eines Blutsbandes eingegangen ist.

Unter der Wirkung der ersten Stufe wird der Blutgeber dem Opfer nicht mehr gleichgültig sein können. Das kann soweit gehen, daß jede eigene Handlung, jede Idee, jeder Gedanke unter dem Gesichtspunkt betrachtet wird, wie der Blutgeber dazu stünde. Die Gefühle gegenüber dem Blutgeber können dabei zuneigend oder ablehnend sein. Vorstellbar wäre, daß man bei einer Gelegenheit dem Blutgeber einen Gesprächspartner ausspannt, nur damit der Blutgeber nicht mit ihm reden kann -- nicht weil der Gesprächspartner so interessant ist.

●●○ Zweite Stufe


Die zweite Stufe eines Blutsbandes erhält Wirkung, wenn das Opfer Blut im Wert von 1 Blutpunkt vom Vampir trinkt und bereits ein Blutsband erster Stufe zu diesem Vampir wirkt. Das Blutsband zweiter Stufe hält ungefähr 2,5 Jahre, wonach es zu einem Blutsband erster Stufe wird.

Das Opfer empfindet starke Sympathie zum Blutgeber und ist geneigt, dessen Meinungen, Vorstellungen und Positionen zuzustimmen und zu übernehmen. Es würde sich nicht für den Blutgeber aufopfern, aber solange es gefahrlos ist, dessen Partei zu ergreifen, wird man dieses tun.

●●● Dritte Stufe


Die dritte Stufe eines Blutsbandes erhält Wirkung, wenn das Opfer Blut im Wert von 1 Blutpunkt vom Vampir trinkt, ein Blutsband zweiter Stufe bereits zu diesem Vampir und noch kein Blutsband dritter Stufe zu einem anderen Vampir wirkt. Das Blutsband dritter Stufe hält ungefähr 50 Jahre, wonach es zu einem Blutsband zweiter Stufe wird.

Im Opfer wird eine bedingungslose Hörigkeit entfesselt, das starke Verlangen, dem Blutgeber gefallen zu müssen im eigenen Handeln und Reden. Der Blutgeber wird zu dem wichtigsten Wesen in der Existenz des Opfers, dem alles, auch das eigene (Un-)Leben geopfert wird. Jedes bißchen Aufmerksamkeit seitens des Blutgebers wird zu einem Fest für die eigene geschundene Seele.

Weitere Stufen


Weitere Stufen gibt es nicht. Ein Opfer kann keine weiteren Auswirkungen verspüren jenseits der dritten Stufe eines Blutsbandes. Es liegt aber im Ermessen der Spielleitung, die Wirkungsdauer heraufzusetzen oder das Brechen des Blutsbandes schwieriger zu gestalten, sollte das Opfer weitere virtuelle Stufen jenseits der dritten eingegangen sein,

Gesellschaftliche Bedeutung des Blutsbandes


Läßt man mal alle Vampirschöpfungsmythen außen vor, erfordert es nicht sonderlich viel Phantasie, daß nach relativ kurzer Zeit (also wenigen Jahrhunderten) die Möglichkeiten und Gefahren des Blutsbandes erkannt wurden. Die vampirische Gesellschaft --zumindest das vermag man wohl über die Jahrtausende als Konstante betrachten-- war schon immer von den finstersten Seiten der menschlichen Psyche geprägt, animalische Triebe, ein Vielfaches stärker und intensiver als die der kulturverhafteten Menschen, formten sehr bald ein Klima, in dem das Blutsband als geläufiges Mittel zur Machtausübung genutzt wurde.

Ghule


Eine der wohl ersten Anwendungen des Blutsbandes, schon allein aufgrund der größeren Menge an 'Versuchskaninchen', war wohl das Binden von Menschen, um sie sich gefügig zu machen und ihrer Loyalität sicher zu sein. Wie bereits gesagt, läßt man alle Schöpfungsmythen beiseite und betrachtet die Fakten, so muß man davon ausgehen, daß auch die ersten Vampire am Tag in einen todesähnlichen Schlaf versanken, wo jede Anstrengung unverhältnismäßig viel Kraft erfordert, wobei noch nicht einmal das Sonnenlicht als primäre Gefahr gewertet wird. Der Nutzen treuer Gefolgsleute, die im Sonnenlicht wandeln können und frei vom Schlafbedürfnis am Tage sind, durfte schon den ersten Vampiren ins Auge gestochen sein.

Als Folge dieses Blutsbandes wird Ghulen im mindesten übermenschliche Stärke gewährt -- zuteilen können Ghule sogar weitere Kräfte aus dem Blut ihres Herren gewinnen. Ghule können die Vitae nutzen, um Wunden zu heilen oder Disziplinen zu nutzen, die Blut erfordern. Ghule nutzen die Kraft der Vitae, des Fluchs, der die übernatürliche Macht der Vampire begründet, aber sie leiden auch drunter, indem sich ihre animalischen Triebe stärker ausprägen: Ein Ghul kann ähnlich einem Vampir ausrasten.

Desweiteren altern Ghule nicht, solange vampirische Vitae in ihrem Körper ist. Sollte ein Ghul in die Situation kommen, längere Zeit ohne das Blut eines Vampirs auskommen zu müssen, so altert sein Körper nach, bis er den Zustand seines natürlichen Alters erreicht hat. Dieser Vorgang kann innerhalb weniger Tage stattfinden. Es ist leicht vorstellbar, daß ein Ghul, der 200 Jahre lang im Dienste seines Herren stand, durch Vitae-Entzug stirbt. Aufgrund der Tatsache, daß der Körper eines Menschen lebt, wird auch die vampirische Vitae und ihre Wirkung abgebaut. Jede Stufe hält 1 Monat (bei einem Spiel im Wochenrhythmus sind 4 Wochen vielleicht angemessener), so daß ein Ghul also monatlich Blut im Wert von mindestens 1 Blutpunkt benötigt, damit das Band erhalten bleibt.

Disziplinierung und Strafe


Es ist kein weiter Schritt vom Binden von Menschen dahin, dieses auch bei Vampiren zu versuchen. Vampire haben praktisch keinerlei Vorteile daraus, an einen anderen Vampir gebunden zu werden, außer daß der Geschmack voller und kräftiger ist -- die Vitae können sie nur genauso nutzen wie normales menschliches Blut und altern tun sie eh nicht mehr.

Das Blutsband dient zwischen Vampiren zum Herstellen von Loyalitäten, derer man sich anderweitig nicht sicher sein kann. Es wird genutzt, um zu strafen ohne zu töten, ein Schicksal in ewiger Verdammnis, noch größer als der vampirische Fluch allein: Dazu verdammt, den zu lieben, den man wohl am meisten zu hassen wünscht, den, der über einen gerichtet hat. Kein Feind kann so groß sein, daß er nicht dennoch einen wertvollen Blutsklaven abgibt. Zumindest ist das die Sicht des Herrschers. Andere Motivationen zum Blutsband zwischen Vampiren sind in seinen Augen ein Angriff auf seine Souveränität, beraubt ein volles Blutsband ihn doch der Möglichkeit, einen Untertanen, einen Feind oder einen Verurteilten selbst zu binden -- so bleibt allein die Vernichtung.

Intrige und Manipulation


Oft spukt den Artgenossen der Gedanke im Kopf herum, Blutsbänder zu verwenden, um ihre persönlichen Ziel voranzubringen, sich ein Heer untoter, loyaler Sklaven zuzulegen, um damit Dominanz im kleinen oder im großen Maßstab zu erlangen. Fast genausooft bleibt es bei diesen Gedanken und wird nie umgesetzt. Aber warum?

Wer blutsbindet läuft Gefähr, unwillkommene Aufmerksamkeit seiner Artgenossen auf sich zu lenken, die er bislang nicht blutsbinden konnte oder nicht wollte. Auch wenn Mißgunst und Neid allein wohl reichen würden, so ist doch auch die Einsicht vorhanden, daß ein Artgenosse, der zu solchen Mitteln greift, auch vor einem selbst nicht halt machen wird und in der Tat eine große Gefahr darstellt. Auf dieser Basis wird man schnell Verbündete um sich sammeln können, um dem Emporkömmling entgegenzutreten. Blutsbänder gelten weithin als unbrechbar, wenn auch die Ältesten wissen, daß dem nicht so ist. Und so bleibt nichts anderes übrig, als den Blutsherren zu vernichten, um jedes einzelne Band, das er aufgebaut hat, zu durchtrennen.

Aus diesen Gründen werden Blutsbänder wenn überhaupt nur im Stillen und Verborgenen geknüpft. Viel Aufwand fließt darein, jede Verbindung zu einem selbst zu vertuschen. Und die Gefahr, entdeckt zu werden, ist groß, werden Artgenossen gebunden, deren Positionen zuvor doch zu stark von der des Intriganten abwich. Macht man sie sich jedoch zuvor zu Verbündeten -- nun, wozu noch binden?

Es kommt selbstverständlich vor. Bei hunderttausenden von Vampiren wird es immer wieder solche Fälle geben. Doch gibt es bis heute keine solche Geschichte, die für den Initiator gut ausgegangen ist.

Erkennen von Blutsbändern


Beim Erkennen von Blutsbändern gibt es drei Seiten zu berücksichtigen:
  1. die des Bindenden, des Blutsherren,
  2. die des Gebundenen, des Blutsklaven, und
  3. die der Außenstehenden

Ein Blutsband zeigt keinerlei sichtbare Auswirkungen, weder in der Aura noch irgendwie sonst. Allein das Verhalten des Blutsklaven mag Aufschluß darüber geben, aber dies ist ein unsicherer Maßstab -- Vampire sind wankelmütig und ihr Verhalten nicht immer berechenbar. So kann der Blutsherr sich also nie sicher sein, ob seine Vitae die Wirkung gezeigt hat, die er erwartete.

Der Gebundene selbst wird wohl nur dann das Blutsband bemerken, wenn er entweder um Blutsbänder bescheid weiß oder schon früher einem unterworfen war. In beiden Fällen benötigt er noch eine gewisse Selbstreflexionsgabe, um die Änderung seiner Gefühlswelt damit in Verbindung bringen zu können. Im Normalfall wird der Blutsklave erst dann erkennen, daß er gebunden wurde, wenn es bereits zu spät ist, und sein Herz vor erzwungener Liebe entfacht ist.

Außenstehende haben wie der Blutsherr keine Möglichkeit, mittels ihrer Sinne das Blutsband zu entdecken. Allein das Verhalten des Blutsklaven kann als, wenn auch unsicherer, Anhaltspunkt dienen.

Den Hexern steht jedoch eine Möglichkeit zur Verfügung, ein Blutsband nachzuweisen. Mit ihrer verderbten Blutmagie, ihrer Thaumaturgie, können sie ein Ritual durchführen, wodurch sie die Wahren Namen derjenigen in Erfahrung bringen können, an die der Blutsklave gebunden ist. Nicht nur das volle, das dreistufige Band kann, auch das ein- und das zweistufige Band können damit nachgewiesen werden.

Wissen um das Blutsband


Gerade jungen Vampiren, also denen, die noch nicht freigesprochen wurden, dürften sowohl die Natur als auch die Durchführung von Blutsbändern unbekannt oder zumindest ominös seien. Aber selbst ältere Jungvampire werden wohl mehr Fehlinformationen als Wahrheiten haben. Wie häufig müssen Vampire oder Menschen trinken? Zu Vollmond, Neumond, jede Nacht oder jede Woche? Geht es vielleicht gar in einer Nacht? Reicht ein Tropfen oder muß es gleich eine Gallone sein? Muß er überhaupt trinken oder reicht es, wenn ein Tropfen die Haut benetzt, oder kann man das Opfer gar drin baden? Es gibt vieles, was man falsch machen kann, und Experimente sind gefährlich, zumal man nicht unbegrenzt Versuchspersonen heranziehen kann. Spätestens beim Ausprobieren der Wirkung auf andere Vampire hat man nicht allzuviele Möglichkeiten. Und wer einst herausgefunden hat, wie es sicher funktioniert (aber nicht unbedingt den optimalen Weg gefunden hat), wird seinen Vorteil bestimmt nicht einfach aufgeben, indem er anderen davon erzählt -- man denke doch nur an den Aufwand und die Gefahr, die man eingegangen ist.

Blutsband und freier Wille


Daß das Blutsband den freien Willen unterdrückt, ist sicherlich mittlerweile deutlich geworden. Hier geht es vielmehr darum, daß es doch seltene Umstände gibt, in denen ein Vampir doch freien Willens ein Blutsband eingeht. Lassen wir mal sowas Exotisches beiseite wie Selbstlosigkeit, um jemanden anderen zu retten oder zu schützen. Es geht hierbei um einen konkreten, persönlichen Vorteil für den Vampir, der sich bindet.

Da gibt es einerseits die Möglichkeit, auf Basis der fremden Vitae und vermittels eines Lehrers die ihr innewohnenden Fähigkeiten zu nutzen und gar zu erlernen. Dies stellt die einzige Möglichkeit dar, Kräfte zu erlernen, die dem Blut fremd sind (Diablerien sind, strenggenommen, kein Erlernen). Der Nutzen liegt wohl auf der Hand.

Schwerer zu erkennen ist der Nutzen, wenn zwei Vampire einander binden. Dadurch erhält man zwar einen loyalen Verbündeten, der für einen empfindet wie man für ihn, man verdoppelt aber auch die Angriffsfläche. Und dennoch: Für so manches Vampirpaar ist dies eine mehr denn reizvolle Option. Gerade Liebende unter den Vampiren, und solche gibt es tatsächlich, empfinden das gegenseitige Blutsband als das, was menschlicher Liebe und Ehe am ähnlichsten kommt. Und für Vampire bedeutet es tatsächlich Liebe bis in alle Ewigkeit mit dem Wesen, das man zuvor auch ohne Band liebte.

Brechen eines Blutsbandes


Ein Blutsband kann auf verschiedene Weisen ein Ende finden. Im folgenden sind die bislang bekannten und regeltechnisch gedeckten aufgelistet. Es gibt dabei zu bedenken, daß das Wissen darum praktisch nur den Ältesten bekannt ist und denen, die über fundiertes Wissen über die Natur der Vitae verfügen wie z.B. Tremere, in geringerem Umfang auch Nosferatu.

Endgültiger Tod des Blutgebers


Eigentlich klar, aber doch erwähnenswert: Wenn der Blutgeber den Endgültigen Tod erleidet, das Ziel des mystischen Bandes also wegfällt, dann endet damit die Wirkung. Durch die Brutalität des Abbruchs kann das Opfer jedoch kurzzeitig die Orientierung verlieren und Geistesstörungen erhalten. Das Gefühl eines unendlichen Verlustes stellt sich in jedem Fall ein.

Die Kenntnis darüber kann mit der Kenntnis von der Existenz von Blutsbändern einhergehen.

Tremere-Ritual: ●●●○○ Transsubstantion der Sieben


Die Transsubstantion der Sieben ist ein Ritual, womit neugeschaffene Tremere offiziell in das Haus und seine Strukturen aufgenommen werden. Dabei findet ein Wandlung des Blutes des Anwenders in ein Gemisch aus dem Blut der Mitglieder des Rates der Sieben statt. Dieses Gemisch bricht jedes bestehende Blutsband und fegt es beiseite. Der Konsument dieses Gemisches ist daraufhin zu einer Stufe an den Rat der Sieben gebunden.

Rein technisch betrachtet handelt es sich bei dem Vorgang des Bindens um ein Vinculum, wo die eigene Vitae nicht beteiligt ist. Vinculi besitzen die gleiche Wirkung wie dieses Ritual -- siehe dazu auch den Text unter der Überschrift "Eingehen eines Vinculums". Die Transsubstantion dagegen scheint nur eine Art Teleportation der Vitae zu sein.

Außerhalb der Tremere ist dieses Ritual unbekannt. Die Auswirkungen auf die Tremere ist selbst den Tremere selber wohl erst in den höheren Adeptenrängen wenn nicht gar erst Regentenrängen bekannt.

Tremere-Ritual: ●●●●● Abstreifen der Fesseln


Die Tremere haben still und heimlich im Laufe der Jahrhunderte ein Ritual entwickelt, dessen einziger Zweck dem Abstreifen des Blutsbandes dient. In der quasireligiösen Organisation von Haus Tremere ist die Existenz dieses Rituals ein gut gehütetes Geheimnis, wenn auch Gerüchte über die Möglichkeit seiner Existenz weit über die Mauern des Hauses verbreitet sind.

Gerade im Hinblick auf die Existenz eines einfacheren Rituals, dessen Nebenwirkung gleich noch ein gewisses Maß an Loyalität gegenüber dem untoten Haus Tremere erzeugt, stellt sich die Frage nach der Existenzberechtigung dieses Rituals. Ist die Teilnahme an der Transsubstantion der Sieben nur denen erlaubt, in deren Adern das Blut von Tremere und seinen Nachkommen fließt? Oder gibt es andere Gründe für dessen Existenz?

Eine der Komponenten für dieses Ritual ist das Blut des Blutgebers. Jeder Tremere ist an den Rat der Sieben in der ersten Stufe gebunden, das Blut erhalten sie durch die Transsubstantion der Sieben, dem oben vorgestellten Ritual. Ein Tremere, der die Fesseln seines Clanes abzulegen wünscht, würde dieses und nur dieses Ritual benötigen, nicht die Transsubstantion, die im Falle, daß er sich durch einen anderen Vampir hat blutsbinden lassen, nicht nur das Brechen des Bandes sondern auch die Disziplinierung in Form einer engeren Bindung an den Clan übernähme. Das Abstreifen der Fesseln deutet vielmehr daraufhin, daß altgediente Tremere sich mehr Unabhängigkeit vom Clan erwünschen. Dazu nehmen sie inkauf, daß sie einen jungen Tremere schaffen müssen, der gar nicht erst der Transsubstantion unterzogen wird, um an das Gemisch zu kommen, daß sie einst an die Tremere band.

Eingehen eines Vinculums


Das Vinculum ist eine etwas andere Form eines Blutsbandes, wo mehr als ein Vampir sein Blut dazugibt. Üblicherweise wird auch das Blut des Trinkenden darunter gemischt und allen Teilnehmenden zu trinken gegeben. Einerseits wird durch die pure Masse der Teilnehmer jedwedes Blutsband beseitigt, andererseits etabliert sich dadurch ein mehr oder minder ausgeprägtes Loyalitätsgefühl unter den Teilnehmern. Entdeckt oder zumindest im breiten Maßstab eingesetzt wurde das Vinculum in den Jahren, die der Anarchenrevolte vorausgingen, womit sich die Anarchen aus den Blutsbändern der Ahnen befreien konnten. Heutzutage gilt das Vinculum als die Sicherheit innerhalb des Sabbat gegenüber Infiltration und Verrat.

Im Gegensatz zum Blutsband, das eine Form der Liebe erzeugt, erzeugt das Vinculum Loyalität und Zusammengehörigkeitsgefühl. Es ist feiner abgestuft und kann sowohl nach oben als auch nach unten schwanken bei jeder Anwendung -- es ist also instabiler und diffuser.

Willensanstrengung



Aussitzen



 

Kategorien: Spieltipps
There are 10 comments on this page. [Show comments]