CharakterEnde

Charakterende


Eine der traurigsten Phasen einer Charakterentwicklung ist, wenn man den Charakter nicht mehr spielen kann. Dafür kann es OT-Gründe oder auch IT-Gründe geben, die hier im einzelnen aufgeführt werden sollen.

IT-Gründe


Vernichtung


Wird ein Charakter vernichtet, so hat man wohl kaum eine andere Wahl, als das Spiel mit diesem Charakter zu beenden. Es gilt zu beachten, dass die Endgültige Vernichtung eines Charakters eine absolute Ausnahmemaßnahme bleiben sollte -- zum einen schadet eine hohe Fluktuation dem Spiel, zum anderen entwerten übereilte Vernichtungen die zwischenvampirische Währung von Schuld und Gefallen.

Starre oder Gefangenschaft


Es kann die Situation geben, wo ein Charakter gegen den Willen des Spieler immbilisiert wird, also dass er nicht mehr umherwandeln kann. Dies kann sogar soweit gehen, dass der Charakter nicht mehr zu Lebzeiten des Spielers jemals wieder ins Spiel kommen kann. Effektiv ist damit das Spiel mit dem Charakter zuende.

Wegzug


Für einen Charakter kann sich seine Situation in einer Domäne dahingehend verschlechtern, dass ein Bleiben zu schwersten gesundheitlichen Verschlechterungen wie 'Tod' führen könnte -- dies ist dann der rechte Zeitpunkt, den Charakter untertauchen zu lassen, vorzugsweise in einer anderen Stadt. Leider bedeutet das, wenn man den Artikel Einstieg des Charakters (ins Spiel) aufmerksam gelesen hat, dass er so bald nicht den Drang zu einem erneuten Umzug verspüren wird; er ist also nicht mehr im Spiel.

OT-Gründe


Im allgemeinen sind die OT-Gründe weitaus dramatischer als die IT-Gründe, da sie die zwischenmenschliche Ebene der Spieler und Spielleitung berühren.

Spielerausstieg


Steigt ein Spieler aus welchen Gründen auch immer aus, dann ist die Darstellung seines Charakters natürlich nicht mehr ohne weiteres möglich. Im Falle von Malkavian oder Nosferatu könnte man sicherlich mit Verdunkelung ●●●○○ argumentieren, um einen anderen Spieler einzusetzen; doch würde das nur die Äußerlichkeiten überdecken, persönliche Verbindungen lassen sich durch keine noch so gute Einführung substituieren.

In solchen Situationen obliegt es der Spielleitung, eine geeignete Lösung für den Verbleib des Charakters zu finden. Es ist aber damit zu rechnen, dass sie Karteileichen mit der Zeit einfach entsorgt, sprich: die endgültige Vernichtung postuliert.

Charaktermißbrauch


Im Falle von Charaktermißbrauch kann die Spielleitung einem Spieler einfach die Erlaubnis für einen Charakter entziehen. Das klingt sehr hart und sehr bürokratisch, aber wenn ein Spieler einen Charakter benutzt, um das Spiel oder anderen Spielern zu schaden (sexuelle Belästigung, boshaftes Stören des Spielablaufs usw.), kann die Spielleitung vor dem Rausschmiss des Spielers vom Spielbetrieb erst einmal eine solche Maßnahme ergreifen. Der Verbleib des Charakters muss dann natürlich entsprechend geklärt werden. Geschickterweise findet man eine IT-Lösung (s.o.: Starre oder Gefangenschaft).

Verlust des Interesses am Charakter


Sehr schade ist es, wenn ein Spieler trotz Unterstützung durch die Spielleitung kein Interesse mehr am Spiel eines Charakters hat. Darunter fällt auch, dass der Spieler für seinen Charakter keine anderen Handlungsoptionen mehr sieht als solche, die ein effektives Ende des Spiels mit dem Charakter bedeuten. In so einem Fall muss auch eine glaubhafte Begründung für seinen Verbleib gefunden werden.

Veränderung der Ansprüche an der Darstellung


Von den OT-Gründen der einzige wohl 'positive' Grund, mit dem Spiel eines bestimmten Charakters aufzuhören: die Erkenntnis zu haben, dass man als Spieler seinen Charakter nicht mehr glaubhaft und überzeugend darstellen kann. Dies kann mit mentalen oder körperlichen Veränderungen zu tun haben, läuft aber immer darauf hinaus, dass der eigene Anspruch nicht mehr erfüllt werden kann. Normalerweise ist dies auch ein Grund, den Charakter dauerhaft 'auf Eis zu legen'.

Spielen des Endes eines Charakters


Wenn OT-Gründe dies nicht verhindern, dann sollte das 'Ende' eines Charakters immer zelebriert werden. Da es ein seltenes Ereignis bleiben sollte, sollte man eine solche Gelegenheit nicht verstreichen lassen -- nichts wäre trauriger, als einen über lange Zeit gespielten Charakter einfach im Off abzufertigen.

Fair-Play-Warnungen


Bei GiO ist es üblich, wenn es geplant ist einen Charakter aus dem Unleben zu befördern, den entsprechenden Spieler zu warnen. Dies passiert, indem die SL angeschrieben wird und ihr diese Warnung mitgeteilt wird. (Meist verlangt die SL natürlich noch nach einem guten IT-Grund.) Die SL warnt dann den entsprechenden Spieler, ohne dabei aber die Art der Gefahr oder irgendetwas anderes zu verraten. Der Spieler soll sich also, im Falle des Falles, darauf einstellen können, dass sein Charakter bald nicht mehr spielbar sein wird.

 

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