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Ambrosius Hieronymus Klein


"Herr Klein, sind wir mal ehrlich; die Camarilla ist kein Beliebtheitswettbewerb und wenn wir bei der Wahrheit bleiben wollen, dann belegen Sie auch bei mir eher einen der unteren Ränge, doch Herr Klein, sie sind ein Geschäftsmann und als solcher - lassen Sie uns Geschäfte machen..." --Auszug aus einem Gespräch mit Mathieu de Cheveignei.

"Es wird einmal der Tag kommen, wo das [...] Volk zu diesen steinernen Stätten wandelt, um sich auf ihnen in kultischen Spielen zu seinem unvergänglichen neuen Leben zu bekennen." --Auszug aus der Rede von Joseph Göbbels zur Eröffnung der Thingstätte bei Heidelberg, 1935.

Und auf einmal war Krieg
Wir kannten ihn nicht mehr
In Vergessenheit geraten
War auf einmal ein Krieg
Und auf einmal war Krieg
Unsre Kinder sind Tod
Verbrannt in Ruinen hinterlassen vom Krieg

Und auf einmal war Krieg
Und die Mütter sie schrien
Nach Rache und Vergeltung
Nach einem neuen Krieg
Und auf einmal
Und erneut kommt ein Krieg
Bringt Verderben und Tod
Und Du kämpfst allein
Wenn erneut kommt ein Krieg

Alles Leben ist Krieg
Alles Leben ist Pein
Und Du kämpfst allein
Deinen eigenen Krieg
Das ist Krieg

--Wumpscut - Krieg

Ambrosius Hiernoymus Klein, in der Gesellschaft schlicht als Herr Klein bekannt, kam zu Beginn des Herbstes im Jahre 2008 nach Berlin.

Er entstammt der Zeit des Dritten Reichs und ist auch mehr als 60 Jahre nach dessen Untergang noch immer überzeugter Anhänger des Nationalsozialismus. In der globalisierten Welt, in dem Multikulti-Milieu der Hauptstadt, in der politisch eher links gerichteten Gesellschaft der Vampire Berlins bringt ihm das oftmals Anfeindungen ein -- aber auch stumme Anerkennung, dass er nach all den Jahrzehnten immer noch an Prinzipien festhält, so verachtenswert sie von der Masse --gerade heutzutage-- empfunden werden.

Er verschaffte sich einen festen Platz im kollektiven Gedächtnis der Berliner Artgenossen, als er auf der Hofhaltung --frisch in der Stadt, wie er war-- in eine Kampfkandidatur um den Geißelposten gegen die Amtsinhaberin zog und unterlag. Sein Fanatismus, sein Ehrgeiz und seine Zielstrebigkeit werden auch heute noch öfter als zusätzlicher Fluch denn als Segen betrachtet.

Aber die Zeit bringt Wandel, und der Aufenthalt im Berlin hat Ambrosius Hieronymus Klein besonnener gemacht: Für seinen Dienst am Blut der Hexer hat der nationalistische Tremere in den vergangenen Jahren entgegen seiner Ideologie handeln müssen und sich mit vollem Körpereinsatz der jüdischen Kultur und Glaubenswelt gewidmet. Die Zusammenarbeit in einem Mehr-Religionen-Gildenhaus muss ihm ebenfalls Nacht für Nacht wie eine schallende Ohrfeige vorkommen. Als aussichtsreicher und strebsamer Vertreter seines Geblüts arrangierte er sich aber scheinbar schnell mit den Gegebenheiten und bemüht sich nun um eine eigene Hausmacht.

Sein Weltbild geriet wohl ins Wanken, doch wahre Überzeugung lässt sich nicht von den äußeren Umständen beschneiden. Was einst für ihn das Reich war, ist nun die Camarilla in seinem Weltbild. Weit jenseits des Patriotischen hat er so zumindest ein gesellschaftliches Konzept für seinen brennenden Fanatismus gefunden.

Nachdem Herr Klein nun seit knapp einem halben Jahr verschwunden war, trat er am 15. Oktober 2011 wieder in die Gesellschaft. Ruhig, fast besonnen mutet er an, den ein oder anderen Scherz auf den Lippen scheint er wie ausgewechselt das soziale Pakett zu betreten.

"Es wird Zeit mich meinem... sozialen Aufstieg zu widmen."
Aus dem Gespräch mit Herrn Ruben Alexander Carrol

 

Kategorien: Charakter, Tremere, Camarilla
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