Domaene

Domänen


GiO bespielt die Domänen Berlin - Domäne der Katharina Kornfeld in Berlin, Kohlhase in FF./O bzw. Brandenburg und Potdam - Domäne des Rudolf Schüssler in Potsdam und verwaltet virtuell einige weitere Domänen (z.B. Rheinsberg, Dresden, ...). Deutschlands Fürsten beanspruchen viele Gebiete für sich, von denen einige durch andere Spielgruppen in der Nod\'s last Chapter bespielt werden. Siehe also bei Deutschlands Fürsten, wenn Du einen Überblick über die Verhältnisse in Deutschland erfahren möchtest.
 (image: https://www.chronik-nlc.de/gemeinsames/nlc_klein.png)

Was ist eine Domäne?


Was ist eine Domäne? Die Frage läßt sich wohl leichter beantworten, wenn wir anfangs klären, was eine Domäne nicht ist.

Eine Domäne ist keine Stadt. Eine Domäne ist kein Ort oder Landstrich, eine Domäne ist kein Gebäude, kein Wald. Nichts dergleichen. Eine Domäne ist kein auf einer Landkarte eingezeichnetes Gebiet, die Grenzen sind nicht absolut und unveränderlich, sie sind im Gegenteil höchst dynamisch. Eine Domäne ist kein irgendwie gearteter Container, Platzhalter, Behältnis, was auch immer, der oder das einfach nur mit Vampiren befüllt werden müßte. Es gibt keine leeren Domänen.

Ist irgendwo ein Vampir, der ein Jagdgebiet für sich beansprucht, so ist das seine Domäne. Kommt ein anderer Vampir, so muß er sich dem ersten Vampir entweder unterwerfen oder ihm das Gebiet, also dessen Domäne streitig machen. Kann ersterer Vampir seinen Besitz nicht behalten ist seine Domäne nicht mehr.

Eine Domäne ist etwas Persönliches, nichts Geographisches, auch wenn ein Vampir etwas Geographisches beansprucht. Der Behälter der gefüllt wird mit etwas, ist der Anspruch eines Vampirs, der mit einem Gebiet, einem Revier befüllt wird. So trägt jeder Vampir seine Domäne eigentlich immer mit sich. In diesem Sinne gibt es sowas wie Domänen-(neu-)gründungen nicht -- eine Domäne ist keine Siedlung, die mit einem Spatenstich begründet wird. Eine Domäne ist das, was ein Vampir für sich beanspruchen kann. Eine Domäne ist das, worauf ein Vampir seinen Anspruch auch durchsetzen kann.

Wann immer ein Wechsel im Besitz geschieht, so endet die Domäne an der Stelle und das Gebiet wird der Domäne eines anderen einverleibt. Beide Domänen mögen sich über ähnliche Gebiete erstrecken, aber daß das Gebiet mit dem ursprünglichen deckungsgleich ist, ist eher die Ausnahme (außer im Live-Spiel, aber das soll dieser Text ändern helfen). Vielleicht wird eine Domäne in einen größeren Besitz eingegliedert, vielleicht kann der neue Besitzer, obwohl er den vorigen Besitzer ausstechen konnte, das neue Gebiet gar nicht vollständig für sich beanspruchen.

In der vampirischen Gesellschaft hat sich über lange Zeit herausgebildet, daß einzelne Vampire mit der Hilfe anderer Vampire agieren, um einen Anspruch durchzusetzen. Wenn dem neuen Herren solche Unterstützung fehlt, kann das Domänengebiet stark schrumpfen, da die Unterstützer des vorigen Herren dem neuen Herren entgegenarbeiten. Es liegt dann an dem neuen Herren, seine Widersacher zu bekehren oder zu beseitigen oder sich eigene verbündete Artgenossen zu beschaffen, die ihm im Streit gegen die Widersacher zur Seite stehen.

Eine Domäne geht mit vielen Rechten einher, aber es gibt auch Pflichten. Die oberste Pflicht ist traditionell die Wahrung der Maskerade, für die ein immenser Einfluß auf die Welt der Sterblichen notwendig ist. Das ist es, was die Patrizier so erfolgreich macht. Sie untermauern ihren Anspruch mit der Fähigkeit, das Gebiet tatsächlich kontrollieren zu können. Nur wenige Plebejer oder Gangrel sind in der Lage, einen Einfluß anzuhäufen, der notwendig ist, um auf Dauer gegen die Unfähigkeit der Untertanen, die Maskerade zu wahren, zu bestehen.

Das probate Mittel, solcher Unfähigkeit zu begegnen, ist für die, die nicht über genügend Einfluß verfügen, die Zahl der Unfähigen zu verringern, d.h. Verbannung oder Vernichtung. Und jeder Vampir ist auf irgendeine Art und Weise unfähig, die Maskerade zu wahren. Durch dieses Vorgehen verringert sich jedoch auch die Zahl der potentiellen Verbündeten, die Einfluß auf die Welt der Sterblichen ausüben können, wodurch wiederum das Gebiet, das kontrolliert werden kann, unweigerlich schrumpfen muß, um den Anspruch zu verteidigen. Domänengröße ist also ein ziemlich direktes Ergebnis des persönlichen Einflusses eines Fürsten und seiner Verbündeten.

Eigentlich brauchen wir keine Domänenübersicht. Wir brauchen vielmehr eine Fürstenübersicht. Die Vampirfürsten sind es, um die sich die Domänen drehen. Jeder Fürst hat seinen Anspruch; und alle Vampire, die diesen Anspruch akzeptieren und in seiner Domäne leben, sind ihm untertan. Es ist sehr entscheidend, diesen Wechsel in der Perspektive zu vollziehen, weil damit die Etablierung von Fürsten als stabiles Element weitaus wichtiger wird, als eine Stadt als Domäne zu verkleiden.

Zu den Fürsten gehören dann eventuell vorhandene Ältestenräte, dann noch die Vasallen von Fürsten und Ältesten und zuguterletzt die Untertanen.

Der Wechsel von der Domänen- auf die Fürstensicht entspricht dabei dem Wechsel von der Untotengeographie hin zu Untotensoziologie, zur Gesellschaft. Immerhin wollen wir nicht Grenzziehung spielen, sondern uns als Spieler als Teil einer geheimen Gesellschaft von Vampiren fühlen.

Spielrunden


Traditionell haben die Spielrunden in Deutschland immer Domänen bespielt, ein Ansatz der zu einem wahren Flickenteppich mit unzähligen Nano-Domänen geführt hat. Eine Alternative zu diesem Ansatz ist, als neue Spielrunde ein Gebiet zu wählen, daß durch den Konflikt mit dem Fürsten, der durch eine andere Spielrunde etabliert ist, geprägt ist. Dies bietet beiden beteiligten Spielrunden ein gewisses Maß an Spielpotential, das innerhalb der 'zivilisierten' Umgebung der Camarilla und mit ihren Mitteln gelöst werden muß. Die kooperierenden Spielrunden sollten zu der Übereinkunft gelangen, den 'gemeinsamen' Fürsten als gemeinsamen NSC zu betreiben.

 

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