GiO20080925

25.09.2008: Wer mit dem Teufel speist...



So betrete deutschen Boden ich,
nur mit Hemden, Hosen und Schnupftüchern
im Kopf ein zwitscherndes Vogelnest
von konfiszierten Büchern.
Dort ist noch immer das hölzern pedantische Volk,
noch immer ein rechter Winkel
in jeder Bewegung, und im Gesicht
der eingefrorene Dünkel.

- Heinrich Heine, Deutschland; Ein Wintermärchen., Caputh II


Einige verstohlene Briefe und geflüsterte Konversationen voller Ränke zwischen verschiedenen Parteien in verrauchten Hinterzimmern gingen dieser Nacht voraus, in der Mathieu de Cheveignei auf Einladung Richard Otto von Trutzfeld mit diesem zu einem "Geschäftsessen" zusammenkommt, auf dass sich der ambitionierte Politiker und der verlorene Sohn der Ventrue, als der sich der Caitiff herausgestellt hat (wenn man den Gerüchten glauben schenken darf), beschnuppern können. Ob Mißtrauen Gewinndenken weichen kann und sich hier eventuell eine Allianz (oder eher feindliche Übernahme, wie es andere sehen) anbahnt, wird man vielleicht schon nach jenen wenigen Stunden sagen können, in denen Trutzfeld Cheveignei "die Glorie des Clans Ventrue" näher bringen will. Halb Verkaufsgespräch, halb Marionettenspiel mit dem auf seine alten Tage doch so jungen Blutsverwandten scheint ein einfaches Unterfangen. Aber vielleicht hat er doch in der Not eine solide Verhandlungsbasis? Wahrlich, wer mit dem Teufel speißt, braucht einen langen Löffel.
 

Kategorien: Sessionankündigung
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