GildeFautori

Gilde Fautori


Die Gilde der sozialen Künste ist jünger als die anderen, und kämpft noch immer um ihren Platz in der Familie gegen die oft überzogene Arroganz der »wahren Künstler« der Gilden Apollon und Pygmalion.
Die Mitglieder der Gilde Fautori – Kunstliebhaber, Politiker, Mäzene, Rhetoriker, Bon Vivants, Salondamen und –herren – lieben die Kunst. Mehr noch: Sie verehren und vergöttern sie.
Befreit von dem Makel der ewigen Ichfixiertheit, der es so vielen unmöglich macht, die Kunst des anderen zu schätzen, widmen sich die Mitglieder dieser Gilde ganz der Förderung der Kunst an sich – Die Kunst ist ihr Gott, und sie sind die Priester dieses Göttlichen.
Der leider historisch völlig unkorrekt zum Schimpfwort degradierte Begriff »poseur« vermag nicht zu fassen, was das Herz dieser Gilde – zu der ich im übrigen selbst gehöre – ausmacht.
Wir erreichen durch unser Wirken, dass große Kunst ihr Publikum erhält. Wo wir Schönheit und Genie finden, nehmen wir uns dessen an, sorgen für die Bedürfnisse und schaffen so den Freiraum, den der Künstler für sein Schaffen braucht.
Kunst ist wertlos, wenn sie nicht wahrgenommen wird. Kunst um der Kunst willen ist Vergeudung. Durch unser Wirken tragen wir sorge, dass viele die wahrhafte Kunst erleben können. Durch unseren schöpferischen Prozess, unsere gesellschaftliche Kunst, durch die Orchestration der Massen und auch der Blinden erschaffen wir den Künstler selbst.
Wir behaupten nicht, wichtiger zu sein als der Künstler selbst. Aber wir lassen uns auch nicht mit Undank entlohnen oder verspotten, denn ohne unser Zutun wäre schon manches Genie unerkannt gestorben und vergangen.
Wir missionieren im Namen der Kunst. Wir beleben sie und schaffen das Umfeld, in dem sie entstehen kann und Wertschätzung erfährt. Unter unserer Führung entsteht das Klima, in dem Künstler heranreifen und Kunst schaffen können, und indem wir dies tun, geben wir der Welt mehr Schönheit.

Passion



(Stand 2012)
 

Kategorien: Toreador, Spielinhalt
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