HintergrundDeckidentitaet

Hintergrund "Deckidentität"


Nicht jeder Vampir lebt offen unter seinem tatsächlichen Namen. Einige, die gewisse Fehler begangen haben und sich den Folgen entziehen wollen, oder andere, die es für Ihre Aufgabe und Ziele für besser halten, nicht erkannt zu werden, haben sich über die Jahre eine mehr oder minder gute Deckidentität entweder in der sterblichen oder sogar vampirischen Welt zugelegt.

Eine Deckidentität aufzubauen, erfordert eine Menge Zeit und viele Gefallen. Immer schwingt die Gefahr mit, dennoch enttarnt zu werden, da immer eine kleine Spur übrig bleiben wird.
 

Hintergrund "Deckidentität"Beschreibung
 ●○○○○ Deckidentität in der sterblichen Welt. Geburtsurkunden und Eintrag in allen öffentlichen Registern. Plausible Lebensgeschichte.
 ●●○○○ Oberflächliche Deckidentität in der Kamarilla. Name, Erschaffer und Familie werden durch einen Vertreter aus einer anderen Domäne gedeckt. Jede Nachfrage bei anderen birgt jedoch Gefahr des Aufdeckens.
 ●●●○○ Mittelprächtige Deckidentität: Kamarilla Deckidentität, welche mit Familie und anderen Vertretern der Ursprungsdomäne abgestimmt ist. Lebensgeschichte jedoch an einigen Punkten lückenhaft und anfällig. Gefahr birgt eine engere Überprüfung der Geschichte durch die Familie der Verborgenen.
 ●●●●○ Deckidentität aus der Schmiede der Nosferatu: Im Rahmen der Kamarilla gut abgesichert. Familien glauben an die Existenz der Deckidentität und stellen diese auch nicht in Zweifel. Deckidentität wurde mit den Nosferatu abgestimmt und der Familie der Verborgenen wurde gut bezahlt um Stillschweigen zu bewahren. Solange man sich nicht dessen Feindschaft zuzieht, sollte das Unleben unbekümmert verlaufen.
 ●●●●● Nosferatufeste Deckidentität. Grundsätzlich ausgefeilte doppelt abgesicherte Deckidentität, von denen sogar die Nosferatu nichts wissen. Solange man sich nicht selbst verrät ist hier das Risiko einer Entdeckung relativ klein.
Auswirkungen des Hintergrunds "Deckidentität"

Grundsätzlich sei gesagt, daß jede Deckidentität, solange es nicht zu angesagten Nachforschungen im Livespiel bzw. im Einflussspiel zwischen den Sessions kommt, sicher ist. Eine Deckidentität kann durch das Live-Spiel oder das Einflussspiel durch Gefallen weiter verbessert werden. Der Hintergrund bildet nur den Startwert.

Kategorien: Hintergrund
Comments [Hide comments]
2009-05-14 23:34:03
Könnte man für Deckidentität nicht entweder einen Bonus auf den Maskeradewert gewähren? Oder besser noch, im Falle eines Falles fliegt erstmal nur ein Teil der Deckidentität -- effektiv eine Verringerung um 1 Stufe. Sie würde also davor schützen, bei Maskeradeschwierigkeiten persönlich belangt zu werden. Desweiteren könnte diese auch als Schutz dienen, wenn ein Artgenosse vermittels seines Einflusses herausfinden möchte, wer da in seinem Teich fischt. Als Schutzmäntelchen vor 'Enttarnung' fände ich die Deckidentität eigentlich schöner als als schnöder Bonus.
Comment by Britta H.
2009-05-15 07:40:45
Ich finde es super, dass ihr euch so viel Mühe macht alles weiter auszuarbeiten. In mir erwächst aber dabei auch die Frage wie viel irgendwann eine Charaktergeschichte noch wert ist. Es gibt doch auch Nachteile wie Verschuldet u.s.w. da könnte es gut sein, dass sich dann Dinge doppeln. Ich hab nur die Sorge, dass zu viel Punkteregelung irgendwann wie ein Korsett im Spiel wirkt. "Nein, das kann deine Rolle jetzt aber gar nicht machen, du hast nämlich nicht die Punkte in dem Hintergrund und den Vorteil AB und die Fertigkeit XY..." (Denn alles zusammen kann eine Rolle wirklich nur schwer haben.) Ich meine damit, wir spielen halt immer noch Live und eben hab ich schon 3 Dinge (Hintergründe, Vorzüge & Makel und Fertigkeiten.) gefunden, die alle auf die gleiche Sache Auswirkungen haben können. Ich weiß, solche Sachen stehen im Pen & Paper Regelwerk, doch brauchen wir für alles Punkte? Bedingen nicht Ressourcen und einige Vor und Nachteile z.B. eine mögliche Deckidentität genug? Sorry für das Geseier, doch das sind die Gedanken, die mir gerade beim Stöbern in den Kopf kamen.
Comment by FleX
2009-05-15 10:47:49
Einmal angefangen muss man das auch durchziehen. Sprich: Wenn man sich auf einen derart hohen Detailgrad geeinigt hat (das ist durchaus nicht zwingend notwendig), dann muss innerhalb dieses Schärfegrades auch alles mehr oder weniger stimmen. Die Frage - Ist ein so hoher Detailschärfegrad notwendig? - ist allerdings berechtigt. Aber als Grundsatzfrage irgendwie zu groß, um mal nebenbei geklärt zu werden.
2009-05-15 11:00:14
Ich bin mir im Moment nicht ganz sicher, wie die aktuelle SL es hält, da gibt es wohl latente Meinungsverschiedenheiten. Aber "zu meiner Zeit"[TM] galt die Devise: Gute Erzählung spart Punkte. Wer sich die Mühe macht, narrativ einzelne Details auszuarbeiten, kann sich über einen Mangel an Punkten hinwegsetzen. Andererseits müssen dann aber auch nicht ausgearbeitete Werte irgendwo eine Bedeutung haben, damit Punkte reingesteckt werden wollen. Sinn und Zweck des ganzen war es, Wege zu eröffnen, wie EP anders sinnvoll eingesetzt werden können als für Steigerungen. Mit Live-Bedeutung gibt es exakt zwei Möglichkeiten, wobei man darüber diskutieren kann, ob eine Möglichkeit tatsächlich gangbar ist. Man kann WP 'verbrennen' für sichere Erfolge in der Verteidigung (macht praktisch niemand) oder man kann Menschlichkeit als stärker fluktuierenden Wert auffassen und zu Steigerungen per EP ermuntern. Beide Wege stehen offen -- ersterer wird nicht begangen, zweiterer ist nahezu irrelevant, da niedrige Menschlichkeit als cool gilt und auch kaum schlimme Nachteile mit sich bringt. Im Gegenteil werden die Charaktere dafür bewundert, wenn sie es mal wieder so richtig jemanden 'da oben' gegeben haben (eigentlich eher eine Anarcheneinstellung, was meine These vom Anarchenspiel weiter stützt). Ein genutztes Maskeradespiel böte da Auswege: Durch Out-Time-Aktionen könnten sich Charaktere 'weiche' Vorteile verschaffen, die EP für Aktivitäten wären dauerhaft aus dem Spiel. Steigerungen von Werten wäre nur noch eine Option. Deine Befürchtung, dass sich Dinge doppeln, ist unnötig, da es durchaus bekannt ist, dass sich Dinge doppeln und dieses sogar gewollt ist. Wo es nicht gewollt ist, steht dies extra vermerkt (z.B. Ventrue-Clansnachteil und MakelSelektiveVerdauung). Soweit es geht, wurden kumulative Effekte berücksichtigt. Desweiteren gibt es auch VorzuegeUndMakel, die im Live-Spiel Auswirkungen haben (z.B. VorzugMilchgesicht oder andere Modifikatoren für Krafteinsätze). Ich sehe es eher so, dass aus der Beschränkung eines Charakters eher kreative Lösungen für Probleme entstehen, als wenn ein Charakter letztlich alles machen könnte, auch Dinge, die eigentlich nicht ins Konzept passen (Gangrel in der Wirtschaft, Ventrue in zwielichtigen Gassen, Nosferatu im Theater usw.). Auch soll verhindert werden, dass ein zwei Jahrzehnte alter Charakter nach 3 bis 4 Jahren Spiel seine Werte mehr als verdoppeln konnte (und das ist sogar rein rechnerisch möglich). Weniger EP verschieben das Problem nur, lösen es nicht, und ein Spieler kann auch nicht mehr das Gefühl entwickeln, dass sein Charakter sich weiterentwickele (außer natürlich mental). Soweit ich weiß, wird immer wieder mal besprochen, von den EP gänzlich wegzukommen, stattdessen einen Zeitraum vorzugeben, den der Charakter für das Lernen braucht. Ich sehe das so, dass das auch nur effektiv eine EP-Flatrate mit vorher angesagtem Lernen ist -- man muss nicht einmal mehr anwesend sein (doch, halbjährlich einmal, um sich das Wiedereinstiegsgespräch mit der SL zu sparen). Was Deine Deckidentität angeht: Wenn es einem Charakter einen wie auch immer gearteten Vorteil bringen soll, dann gehört es auch ins Regelwerk (weil es nämlich andererseits anderen Charakteren Nachteile bringt). Ansonsten steht eine SL vor zwei Charakterbogen zweier Charaktere und kann daraus nicht ablesen, dass der eine Charakter sicher unter einer Deckidentität existiert, der andere aber nicht. Bringt eine Deckidentität keine Vorteile, ist sie nur Stilmittel, braucht man sowas natürlich nicht. Für StanislavPjotronov darf ich sie mir sogar noch 'nachkaufen', denn auch ich habe sie damals vergessen. Die 3 oder 4 EP ist es mir wert, will mit den Punkten eh nichts großartig anderes anfangen.
Comment by Britta H.
2009-05-15 11:24:29
Verstehe. Gerade den ersten Absatz finde ich gut. Denn ich hatte die Sorge, dass man irgendwie jetzt plötzlich bereits geschriebene Hintergrundgeschichten mit extrem vielen Punkten untermauern muss. (Ähnlich der DSA erwürfelten Charaktergeschichte. ;) ) Bezüglich der kreativen Lösungen hab ich da für Sa. ne lustige Idee. Mal gucken wie es ankommt. :D