MathieuDeCheveignei

Mathieu de Cheveignei


Und jetzt sagen Sie uns bitte, bitte Monsieur,
denn verstehen Sie, es ist so wichtig für uns alle,
sagen Sie mir also, was sie denken:
Darf ich vielleicht auf den Frieden hoffen, den ich mir so sehnlich wünsche? ...
Sagen Sie mir, zieht ein Sturm auf?
Mathieu de Cheveigneis letzte Worte bevor er von einem gedungenen Attentäter zerfetzt wurde.

Mathieu de Cheveignei zeigte sich im Juli 2008 zum ersten Mal der Gesellschaft der Camarilla in Berlin, als er Medea und Hans Bergener bei einem konspirativen Treffen auf dem Gebiet des Rosengartens überraschte. Der Termin scheint umso erstaunlicher, da er selber angibt, die meiste Zeit seiner etwa hundertjährigen Existenz im Einflussgebiet der Berliner Fürsten verbracht zu haben. Noch perplexer stimmt es dann, wenn hinzukommt, dass er nach eigenen Angaben zwar ein erfolgreiches eigenständiges Leben geführt hat, aber nicht die geringste Erfahrung im Umgang mit anderen seiner Art hat. Ob sich nun etwas daran ändert, ist fraglich.

Zwei Wochen nach seiner Entdeckung erhielt der vampirische Kaspar Hauser die Gelegenheit zu einer Audienz beim grimmen Berliner Fürsten Hans Kohlhase, der, entgegen seiner üblichen Gewohnheit der blutlüsternen Gerichtsbarkeit der Intoleranz gegenüber Abweichungen, von dem Kuriosum amüsiert genug schien, um ihm zu erlauben, seine Existenz fortzusetzen. In den Status eines Kindes versetzt, sollte er nun als Mündel seiner Entdecker in die Gesellschaft eingeführt werden.

Die nächste Überraschung folgte nur einen Monat später, als nach intensiven Briefwechseln und einem angespannten Treffen hinter verschlossenen Türen Richard Otto von Trutzfeld mit dem Segen des Fürsten im Namen des Blutes Ventrue die Mentorenschaft über Mathieu, der wohl eindeutig ein Ventrue sei, übernahm. Kaum war die fragwürdige Tat besiegelt, wurde der frisch Adoptierte dann auch sogleich auf der Vorfeier der Pythischen Spiele zu Hamburg zum ersten Mal der gesellschaftlichen Elite vorgeführt und erhielt einen ersten Eindruck vom Tanz auf dem brennenden Parkett der hohen Politik.

Der melancholische Vampir, der wirkte, wie das vergessene, leicht verstaubte Relikt einer anderen Epoche, - einst niemandem vertraut -, wurde aus zwielichtigen Gründen sehr schnell zum Spielball der Mächtigen und der Ambitionierten geworden. Obwohl ihm das sonst übliche Startkapital in der Camarilla drastisch fehlte, scheint es doch etwas in seiner Vergangenheit zu geben, dass das gierige Interesse mehrerer Fraktionen erweckt hat. Erst mit niemandem verwandt, schien er so mehr Verwandschaft gefunden zu haben, als für seine fragile Seele gut sein konnte.

Doch Mathieu schien allem zum Trotz mehr denn je entschlossen, die lange Zeit seiner Isolation dauerhaft zu beenden und sich den Wagnissen des Nachthofes zu stellen, auf der Suche nach Antworten zu den Fragen, die ihn bewegten. Auf der Suche nach Identität, auf der Suche nach Sinn. Dabei verfing er sich zusehends in den dunklen Mysterien unter dem Teppich der Berliner Gesellschaft, war sowohl involviert in die Ermittlungen bezüglich geheimer Briefe und bedrohlicher Anschläge, als auch in die Wagnisse um die Ermittlungen gegen die Freien Gangrel.

Erst kurz von Verletzungen genesen, die er sich bei der Verteidigung einer ermittlerischen Expedition nach Brandenburg zugezogen hatte, verbrachte er nur einen weiteren Abend fest im Sattel und scheinbar neu erstarkt mit Domänenpolitik beschäftigt, da wurde er als Kollateralschaden zum Opfer eines gedungenen Attentäters, der einen wichtigen Zeugen der Camarilla im Fall gegen die Freien Gangrel umbringen sollte.

 

Kategorien: Charakter, Ventrue, Camarilla
There are no comments on this page.