PythischeSpiele2012OneShotToreador

Pythische Spiele 2012 - One-Shot-Toreador



Hier findet Ihr Kurzbeschreibungen von Toreador-Konzepten, die Ihr auf den Pythischen Spielen 2012 spielen könnt, wenn Ihr keinen regulären Toreador-Charakter habt.

Habt ihr Euch für einen entschieden schicken wir Euch mehr Hintergrunddetails und Charaktermotivationen.

Die Delegation aus Bath, UK


Edward Williams - Der Triumph der Mittelmäßigkeit (vorgestellt in FB-NLC in KW 5) --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Edward ist ein Ahn der Toreador und Fürst der kleinen englischen Kultur- und Erlebnisstadt Bath. In den Gilden ist er als Gnostes der Gilde Fautori (für Salonkultur) und Technites der Gilde Apollon (für Gesangsvortrag) tätig. Er ist ein strikt konservativer Gentleman vom alten Schlage, mit einer wilden, flegelhaften Vergangenheit, die er allzu gern vergessen würde. Er ist eher ein passiver Genießer, als ein aktiver Schöpfer, und tritt darum wohl am liebsten als zurückhaltende Muse und großzügiger Förderer auf. Edward ist ein angenehmer Gesprächspartner, der sich extrem gut in der Etikette auskennt, aber nur sehr selten auf den Rechten seines Stand besteht, solange man ihm mit Respekt und einem Mindestmaß an Zivilisiertheit begegnet. Er mag das Gespräch mit Jüngeren und zeichnet sich dort durch einfühlendes Verständnis, Witz und Charme aus. Nur ein Narr würde jedoch sein Alter vergessen und die stählerne Faust unter dem samtenen Handschuh.

Morgaine Deladier - Die Priesterin der Sinne (vorgestellt in FB-NLC in KW 5) --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Morgaine ist ein Enigma. Die Ancilla der Toreador und Seneschall von Bath, sieht aus wie ein Hippie, schafft Schönheit wie ein Genie, gebärdet sich wie eine Exzentrikerin und macht Politik wie ein alter Hase. Niemand weiß sie zu deuten, blickt antwortlos fragend in ihre völlig vom Wahnsinn zerfressene Seele. In den Gilden ist sie als Technites der Gilde Apollon (für Performance Art) und Synergates der Gilde Pygmalion (für Installationskunst) tätig. Es ist nicht wirklich möglich, sie zu kennen oder sie zu ergründen, denn wahrscheinlich kann sie das nicht einmal selbst. Sie ist empathisch, zugewandt und sehr (ja vielleicht, ein wenig zu sehr) enthusiastisch an ihrem Gegenüber interessiert, gibt dabei aber kaum etwas von sich selber Preis. Ihre Unterstützung und ihre Menschlichkeit sind echt, aber ihr zerrütteter Verstand auch.

Matthias von Gräfenberg - Das Herz aus Stahl --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Matthias ist ein Ancilla der Toreador und Vogt von Bath. In den Gilden ist er als Technites der Gilde Minerva (für Bau und Restauration antiker Waffen und Rüstungen) und als Synergates der Gilde Fautori (für seine Tätigkeiten zur Wahrung der Gesellschaft) tätig. Er ist ein schneidig-eleganter Offizier und bisweilen etwas wüster Haudegen, unter dessen charmanter Oberfläche sich eine eiskalte Bestie verbirgt. Unter manchen Toreador etwas deplatziert, könnte er sich bei Ventrue wohler fühlen.Wie viele Offiziere vom alten Schlag hat Matthias etwas auf rauhe Art recht einnehmendes und attraktives. Seine dünne Maske der Zivilisiertheit fällt jedoch leicht, wie man es in seinen anzüglichen Blicken und verächtlichen Bemerkungen erkennt. Gegenüber seinem Fürsten ist er jedoch wie verwandelt, völlig devot und angepasst.

Mina Jackson - Die Madonna der Huren (vorgestellt in FB-NLC in KW 2)


Mina Jackson war als Sterbliche eine schwer misshandelte Prostituierte untersten Ranges, die es als Neonatin der Toreador nicht nur geschafft hat, ein eigenes halblegales Imperium aufzubauen und dabei die Arbeitsbedingungen ihrer Kolleginnen erheblich zu verbessern, sondern darüber hinaus ihren Finger immer am Puls von Bath zu haben. In den Gilden ist sie als Synergates der Gilde Chronos (für die Entwicklung von Web 2.0 Anwendungen) und als Paideuma der Gilde Fautori (für Versorgung der Gesellschaft mit Annehmlichkeiten) tätig. Mina wirkt realistisch und bodenständig und ist durch ihre ehrliche Direktheit ziemlich sympathisch. Ihre sehr hohe Menschlichkeit lässt sie empathisch auf andere eingehen und verleiht ihr eine hohe emotionale Bandbreite. Doch wenn sie sich ärgert oder unsicher wird, kommt die klischeehaft internalisierte Rolle der ordinären Bordsteinschwalbe wieder hervor.

Raúl Antonio Gomez Iglesias - Der Blick in den Abgrund --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Raúl ist ein Neonat der Toreador, der eher am Rande der restlichen Gesellschaft von Bath lebt, aber eigentlich auf keiner Party seines Clans fehlt. Berühmt für seine verstörenden Photocollagen die nur einem absolut kranken oder gleichsam brillanten Geist entstammen können, ist er ansonsten für sein exzessives Feiern mit Sex, Drogen und Gefahr, immer an den Rand des Todes und jedes mal ein Stückchen näher, bekannt. In den Gilden ist er als Synergates der Gilde Pygmalion (für seine Photographien) und als Paideuma der Gilde Minerva (für seine Licht- und Soundinstallationen für Parties) tätig. Raúl lebt am Limit und ist damit eine ständige Gefahr für sich und andere, denn er kennt weder Vorsicht, was sich selbst angeht, noch Skrupel, andere, die sich mitreißen lassen, auf seine Höllentrips mitzunehmen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis seine Destruktivität sein Genie überwiegt und die Älteren ihn stoppen müssen.

Joanna Bennett - Der Kuss, der nie sein sollte (vorgestellt in FB-NLC in KW 4) --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Joanna, eine Neonatin der Toreador, hätte nie ein Kainit werden sollen. Auch wenn sie über Stil und Brillianz verfügt, denen ein Toreador bedarf, fehlt ihr die Kühlheit und Rücksichtslosigkeit der wahren Rose, so dass sie eine traurige und trotzige Hilflosigkeit als Lebensstil zelebriert. In den Gilden ist sie als Paideuma der Gilde Pygmalion (für Kohleskizzen) und Blastema der Gilde Fautori (ihre ätzende Kritik hat durchaus Pepp) tätig. Wahrscheinlich könnte Joanna ihrem menschlichen Wesen nach viele Freunde haben, aber sie fühlt sich durch ihren Kuss wahrhaft verdammt und macht diesem erdrückenden Gefühl durch beißenden Zynismus und Weltuntergangsstimmung Luft. Sie würde sehr gerne wirklich zu den Toreador gehören, um irgendeinen Sinn in ihrer Existenz zu entdecken, aber sie fühlt einfach alles als hohl und leer. Würde ihr jemand einen Sinn geben, sie würde ihm gänzlich verfallen.

Die Delegation aus Besancon, Frankreich



Hélène Marguerite de Rochechouart-Barbazan - Der Dorn im Herzen (vorgestellt in FB-NLC in KW 3) --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Hélène ist eine Ahnin der Toreador und die vielleicht erbitterste politische Konkurrentin des Brujah-Fürsten Ibn Kali in der französischen Provinzhauptstadt Besancon. In den Gilden ist sie als Gnostes der Gilde Minerva (für Garten- und Fontänenkonstruktionen) und als Technites der Gilde Pygmalion (für die Komposition von Kammermusik) tätig. Erblickt man die Dame, so sieht man den vorrevolutionären Hochadel Frankreichs in all seinen Facetten vor sich. Sie ist gebildet und gewitzt, anmutig und aufreized, Etikette-versiert und vergnügunsfreudig - Aber sie ist eben auch wandlungsunfähig und technokratisch, aufbrausend und grausam, arrogant und herablassend. Hélène kann ihr sterbliches wie unsterbliches Blut auf die edelsten und längsten Linien der Geschichte der Noblesse zurückführen und sie kann es der modernen Welt nicht vergeben, dass dies alles nichts mehr zählen soll. Darum hält sie um sich permanent eine Blase der Vergangenheit, in der Rosen am Gift der Dekadenz welken.

Arnaud Beauregard - Des Kaisers neue Kleider --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Arnaud ist ein Ancilla der Toreador und gleichzeitig doch Hüter des Elysiums von Besancon, für einen Fürsten, mit dem sich der eigene Clan nicht grün ist. Eine schwierige gesellschaftliche Position, die er jedoch schon lange zu meistern versteht. In den Gilden ist er Technites der Gilde Minerva (er ist Hofschneider aller Ahnen und Ancillae der Stadt) und Synergates der Gilde Fautori (für seine langjährige Tätigkeit als Hüter) tätig. Arnaud kreiiert Haute Couture, doch seine Fähigkeit der Maßschneiderei geht bis hinunter zur Seele seines Kunden. Er kleidet Leute nicht ein, er macht sie ganz nackt und zeigt den tief im inneren verborgenen Glanz. Sein Gespür für das rechte Maß ist legendär, vielleicht auch deshalb weil er nie vorschreibt, sondern nur empfiehlt, nie anleitet, sondern nur unterstützt. Vielleicht könnte die majestätische Phantasie-Welt in der seine Ahnin und ihr Hofstaat leben, ohne ihn gar nicht existieren.

Giuliana Ruggiero - Die Bankerin der Träume (vorgestellt in FB-NLC in KW 6) --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Giuliana ist eine Ancilla der Toreador, die sich im Exil von ihrer italienischen Heimat, in der Stadt niederließ, mit der sie alte Geschäftskontakte verbinden. In den Gilden ist sie als Technites der Gilde Fautori (als Förderin von Künstlern und Initiativen) und Synergates der Gilde Chronos (als Teilhaberin eines Digitalisierungsprojektes vatikanischer Archive) tätig. Giuliana hat den unterkühlten Stil der einflussreichen Privat-Bankerin, welche die Mächtigen der Welt beim Vornamen kennt und ihren Klienten nicht mehr hinterherlaufen muss. Von sich selbst sagt sie, sie sei dafür da, anderen zu ermöglichen ihre Träume zu erfüllen. Kann man sie überzeugen, steht einem die Welt offen - enttäuscht man sie, braucht man eigentlich bei niemandem sonst mehr nachfragen. Am Ende zählen für sie Zahlen und Fakten, nicht ein wie auch immer geartetes Genie. Diese Haltung macht ihr weitaus nicht nur Freunde in einem so selbstverliebten Clan, aber die Alten verlassen sich auf sie.

Jérome Bérenger - Das Gesicht, das Du kennst (vorgestellt in FB-NLC in KW 2) --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Jérome ist eine Neonat der Toreador, der in Besancon zur Entspannung zurückgezogen lebt, aber unter seiner sterblichen Identität Justin Sheperd, ein international bekanntes Male Model des ersten Ranges ist. In den Gilden ist er Synergates der Gilde Apollon (als Model) und Paideuma der Gilde Fautori (als Mentor vieler kommender Stars auf dem Laufsteg). Überall auf der Welt sieht man sein Gesicht, sei es bei Fashion Shows, sei es auf Werbeplakaten oder auf Parties des internationalen Jetset. Aber das ist eine Maske, hübsch, professionell und beliebig ab- und anlegbar. Die Person Jéromes kriegt kaum jemand zu sehen und sein Innenleben hält er gut verborgen. Von vielen begehrt und von niemandem erkannt, hat er in der Vampirgesellschaft politische Ambitionen, die weit über seine simple Fassade hinaus gehen und als Galan der Ahnherrin scheint er seinem Ziel auch immer näher zu kommen.

Beatrijs Hogstraaten - Der Star nach dem Fall (vorgestellt in FB-NLC in KW 6)


Beatrijs ist eine Neonatin der Toreador, die in Besancon die Unerkanntheit sucht, die ihr in ihrer niederländischen Heimat nicht mehr vergönnt ist. In den Gilden ist sie Paideuma der Gilde Apollon (für Gesang) und Blastema der Gilde Minerva (für ihre Schmuckkollektion). Die junge Frau war ein früher Star der Reality-Show Welle, die ab Anfang der 2000er Jahre von den Niederlanden aus in den verschiedensten Formaten Europa einnahm. Absoluter Favorit einer beliebten Star-Casting Show, waren ihr nach ihrem Sieg mehrere Alben und diverse Werbeaufträge, sowie eine eigene kleine Accessoire-Linie sicher. Als sie jedoch von ihren Produzenten für den nächsten angesagten Act wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wurde, half ihr Talent ihr nicht über den schnell wachsenden Schuldenberg und die Depressionen hinweg. Als Toreador möchte sie ihr belächeltes Schmuddel-Image loswerden und allen zeigen, was wirklich in ihr steckt.

Kent Barrows - Das Auge des Betrachters (vorgestellt in FB-NLC in KW 7)


Kent ist ein Neonat der Toreador, der sich eher kurzfristig in Besancon bei Arbeiten zu seinem nächsten Film aufhält, bei dem er Regie führt. Rastlos überall auf der Welt unterwegs, produziert der Filmemacher anspruchsvolle, verdreht komplexe Kunstfilme für einen wachsenden Kreis von Fans im Internet. In den Gilden ist er als Synergates der Gilde Pygmalion (als Regisseur) und Paideuma der Gilde Chronos (für die Nutzung/Entwicklung von Internet-Portalen als Forum) tätig. Kent ist eine elitäre, neurotische Künstlernatur, wie sie dem Bilderbuchklischee entspricht. Er stellt immens größe Ansprüche an andere, noch viel größere an sich selbst und unmöglich hohe an seine Art. Dabei pendelt er zwischen Akkuratheit und eiserner Selbstdisziplin einerseits und monatelang arbeitslosen Tiefs der Kreativität, die er (auch eher klischeehaft) mit Drogentripps und Bettgeschichten zu überbrücken versucht. Vielleicht ist seine größte Inszenierung er selbst.


Die Delegation aus Bologna, Italien


Salvatore Cavinato - Der Erforscher des großen Tiers --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Salvatore ist ein Ancilla der Toreador, der in seiner Heimat, der italienischen Provinzhaupt- und Kulturstadt Bologna, als gefürchteter Vogt und noch berüchtigterer Salonlöwe bekannt ist. In den Gilden ist er als Technites der Gilde Fautori (quasi als Schutzpatron der Stadt) und Synergates der Gilde Pygmalion (als Journalist ist er regelmäßig mit Essays in Fachjournalen vertreten) tätig. Salvatore ist ein lustbetonter, eleganter Dandy durch und durch, der sich (als bekennender Anhänger der Thelema-Religion und hermetischer Okkultist) in der Esoterik-Welle der 20er Jahre etablierte und heute immer noch heimisch fühlt. Neben seiner Aura des mysteriös-verruchten ist er auch bekannt für seinen Hang zur Philosophie. Seinem Gegenüber fühlt er immer ganz genau auf den Zahn und hat schon so manches Weltbild von konventioneller Moral methodisch zerpflückt. Das ausgerechnet ein solcher Freigeist Vogt (und noch dazu so erfolgreich) ist, lässt sich wohl nur damit erklären, dass er Dinge kann, die er allen anderen voraus hat.

Adelaide Fontana - Welcome to Burlesque (vorgestellt in FB-NLC in KW 7) --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Adelaide ist eine Ancilla der Toreador, Betreiberin und in raren Auftritten Bühnenstar des berüchtigten Nachtclubs "Rumore" im Herzen von Bologna. In den Gilden ist sie als Technites der Gilde Apollon (für ihre Kombination aus Kabarett und Variété-Tanz Auftritten) und als Synergates der Gilde Fautori (als Betreiberin dieses außergewöhnlichen Forums) tätig. Adelaide fing einmal ganz klein an, heißt es, eine junge Rose ohne Förderer mit nichts als Charme und ihrem Körper. Von einer Hinterzimmer-Mädchen für Mafiosis arbeitete sie sich hoch, bis sie heute das angesagteste und vielseitigste Elysium der jüngeren Kainiten der Domäne betreibt, in dem sich manchmal auch Ahnen sehen lassen, um nostalgisch den Gedanken verflossener Freuden zu gedenken. Immer gilt "anschauen, aber nicht anfassen", sie kennt ihre Kunden und schneidert Auftritte nach Maß - ihre Headline-Honeys verweben geschickt Satire und Entertainment zu Kunst und Gefühl; Prostitution wird man in ihrem Etablissement nicht finden - alle Macht liegt beim Tease im Striptease.

Clemente Vernengo - Pygmalion in Ketten (vorgestellt in FB-NLC in KW 3) (weg --hat alle Hintergründe erhalten)


Clemente ist ein Neonat der Toreador, der zu den künstlerisch aktivsten, aber auch verstörendsten Mitgliedern seines Clans in Bologna gehört. In den Gilden ist er als Synergates der Gilde Pygmalion (als Bildhauer) und Paideuma der Gilde Fautori (als "Muse", siehe unten) tätig. Von Clemente weiß jeder, dass er völlig geistesgestört ist, aber weil seine Geschichte viele inspiriert und es eh "nur" Menschen betrifft, schweigt und genießen die anderen Kainiten: Am Anfang beginnt es immer mit einer Zufallsbegegnung, aus der sich schnelle Leidenschaft entwickelt. Clemente verfolgt als Stalker den Menschen seiner Wahl und treibt ihn zum Äußersten, um ihm alle Emotionen in ihrem wahrhaftigsten Ausdruck zu entlocken. Jede neue Regung, die er erzeugen konnte, zeichnet sich auf dem Gesicht einer Marmorskultpur des Opfers ab. Hat er die Person ganz erfahren und ist diese nur noch eine ausgebrannte Hülle, weiht er mit ihrem Blut die Statue zum Leben, so wie einst Pygmalion Galatea durch einen Kuss erwecken wollte. Natürlich schlägt dies immer fehl und die perfekte Gefährtin bleibt nur ein steinernes Konstrukt... Dann muss er erneut auf die Suche gehen, immer voller Hoffnung, ein Gefangener seiner Obsession.

Lee-Anne Hotchner - Die Fremde in einem fremden Land (vorgestellt in FB-NLC in KW 8)


Lee-Anne ist eine Neonatin der Toreador, die es kurz vor ihrem Kuss als amerikanische Austauschstudentin in Kunstgeschichte nach Bologna verschlagen hatte. In den Gilden ist sie als Paideuma der Gilde Pygmalion (Kunstgeschichte und Kommentar) und Blastema der Gilde Minerva (Restauration) tätig. Lee-Anne erfüllt das Bild vom amerikanischen Toreador in den kritischen Augen ihrer europäischen Vettern: Sie ist unverkennbar Goth, hat einen Lebenshorizont der direkt aus den Fox News zu kommen scheint, kann vampirpolitisch fast als Anarch eingeordnet werden und findet ihre neue Existenz "ganz furchtbar romantisch". Es ist gut möglich, dass die junge Kainiten tatsächlich einmal als so zweidimensionales Abziehbild gewann, aber niemand überlebt seine Zeit als Kind, wenn er nicht an den Realitäten der Camarilla wächst. Es scheint jedoch genug nutzen in dem Stereotyp zu geben, als dass Lee-Anne es immer noch mit aller Konsequenz durchzieht.

Jean-Francois Pereira - Der Laudator der Maden (vorgestellt in FB-NLC in KW 4) --weg --hat alle Hintergründe erhalten


Jean-Francois ist ein Neonat der Toreador, der ziellos seit einigen Jahrzehnten durch Europa zieht und etwa seit Anfang der 2000er in Bologna ein temporäres Heim gefunden hat. In den Gilden ist er als Synergates der Gilde Pygmalion (als Dichter) und Paideuma der Gilde Minerva (er baut und repariert Uhren, um sich Ordnung und Struktur zu geben) tätig. Jean-Francois wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Kanada geboren und schloss sich den freiwilligen Streitkräften im Ersten Weltkrieg an, nachdem er mit 15 seinen Ausweis gefälscht hatte, um beitreten zu können, nachdem sein älterer Bruder in Frankreich gefallen war, was ein großes Loch in die Familie gerissen hatte. Verwundet, traumatisiert und schwerst alkoholabhängig, wurde er ein Mitglied der "Verlorenen Generation" von Bohémiens und Künstlern im Paris der 20er Jahre, die sich ihren Weltschmerz und ihre Orientierungslosigkeit von der Seele schrieben. Statt entdeckt zu werden, wie Miller oder Hemingway, erhielt er den Kuss, der ihn restlos entwurzelte. Seither ist er eine gescheiterte Existenz, deren brillanter Ausdruck und ästhetische Haltlosigkeit viele genug fasziniert haben, um ihn ein paar Jahre durchzufüttern, bevor sie ihn in die Wüste schicken.

Karla Scherer - Die Fremde in Deinem Zimmer (vorgestellt in FB-NLC in KW 8)


Karla ist eine Neonatin der Toreador, die sich in Bologna niedergelassen hat, nachdem sie aus ihrer österreichischen Heimatstadt Wien in hohem Bogen rausgefolgen ist. Auch in Italien wird sich zeigen müssen, wie sehr die Dame und die Domäne sich vertragen. In den Gilden ist sie als Synergates der Gilde Fautori (als Aufdecker, siehe unten) und als Paideuma der Gilde Pygmalion (für ihre Photos) tätig. Karla ist der Alptraum eines jeden Stars, denn sie gehört zur Elite der Paparazzi. Mit scharfem gesellschaftlichen Gespür, untrüglichem Timing und völliger Gewissenlosigkeit folgt sie seit Jahren der Prominenz aus Politik und Entertainment und zerrt den schmutzige Wäsche ans Licht der Öffentlichkeit. Zu oft schon für den Geschmack vieler Kainiten, hat sie dabei auch Details über Verbindungen von Sterblichen in die Reihen der Camarilla aufgedeckt. Doch statt die Maskerade zu schützen, erpresst sie die so kompromittierten Domitoren gerne oder verkauft an den meistbietenden weiter. Es geht ihr dabei nie wirklich um die Informationen oder die Gefallen, sondern nur um den Rausch der Macht.


Zwei Reisende aus Brno, Tschechien


gemeinsamer Hintergrund zu beiden Charakteren


Die Familie Skovajsovi (männl. sing. Skovajsa, weibl.sing. Skovajsová) ist seit etwas mehr als 1 Jahrhundert das Herrschergeschlecht unter den Kainiten der bedeutenden tschechischen Handels- und Gerichtsstadt Brno und gleichzeitig das ehrgeizige Experiment einer Toreador-Ahnin, aus ihren sterblichen Wurzeln durch gezielte eugenische und soziale Experimente exemplarische Vorbilder der Exzellenz für Clan Toreador zu schaffen. Die Domäne ist größtenteils mit Nachkommen aus doppelt kainitisch-sterblicher Verwandschaft der Fürstin Eliska bevölkert, gefangen in destruktiven Familienbanden, aus denen es kein Entkommen gibt. Geboren in der CSSR während der Wende-Zeit, führten Tereza und Tomás ein Leben inmitten von Reichtum und Privilegien, scheinbar frei sich zu entfalten und doch immer unter der schattenhaften Kontrolle der "Tante", die immer im Dunstkreis der Eltern und aller anderen Verwandten zu finden war. Subtil ermutigt zu Inzest, um "die Blutlinie rein zu halten" und sich vor den erdrückenden emotionalen Repressionen in diverse Süchte flüchtend, wurden die Geschwister bis zu ihrem 21. Geburtstag, der Nacht ihrer Erschaffung, von der Welt isoliert und ganz auf ihr Schicksal eingestimmt. Heute sind sie die Stars des Hofes, tollwütige Schoßtiere und eiskalte Trophäenkinder der Fürstin, geborene Harpyien. Nach einem Leben in viel zu großer Abhängigkeit und Nähe sind Tereza und Tomás einander Lieblingsfeind geworden, ohne jedoch von ihrer innigen Nähe bei allem tödlichen Hass abzulassen. Das Paar kann gar nicht ohneeinander.

Tereza Skovajsová - Der Lohn der Sünde --weg


Tereza ist eine Neonatin der Toreador aus Brno; noch dazu ein direktes Kind der Fürstin Eliska. Sie ist die sterbliche und kainitische Schwester von Tomás Skovajsa. In den Gilden ist sie als Synergates der Gilde Pygmalion (Fresken mit barockem Memento-Mori Bezug) und als Paideuma der Gilde Nemesis (als vernichtende Theaterkritikerin, besonders der Arbeit ihres Bruders) tätig. Tereza ist ein dunkles Barbie-Püppchen, verdorbene Unschuld vom Lande durch den Filter eines Tim Burton-Films. Alles ist Ästhetik und nichts davon rein; alles ist Oberfläche und darunter lauern Untiefen. Sie kann auch Lebendiges schaffen, aber nur wenn sie etwas zerstört. Und noch im Ascheregen wird sie tanzen und lachen.

Tomás Skovajsa - Die Strafe der Tugend --weg


Tomás ist ein Neonat der Toreador aus Brno; noch dazu ein direktes Kind der Fürstin Eliska. Er ist der sterbliche und kainitische Bruder von Tereza Skovajsová. In den Gilden ist er als Synergates der Gilde Apollon (Schauspieler im Bereich des experimentellen Theaters) und als Paideuma der Gilde Nemesis (als vernichtender Kunstkritiker, besonders der Arbeit seiner Schwester) tätig. Tomás sieht aus und verhält sich wie ein verstörendes Relikt aus einem Jane Eyre-Roman, ein Kavalier mit Abgründen durch den Filter eines Kenneth Brannagh-Films. Alles ist Frage und keine Antwort verschafft je Klärung; alles ist Tiefe und die Spirale führt immer nur nach unten, läßt man sich darauf ein. Er kann auch Beständiges schaffen, aber nur, wenn er jemandes Seele wie eine Zwiebel pellt. Erst in einer Welt aus Scherben wird er ausruhen und schließlich ausbluten.


Geliebt und Mißbraucht, Ghoule auf den Spielen


Antonia Wedekind - Die Herrin als Dienerin


Antonia hatte jahrelang alles - Nach einem Studium des Medienmanagements machte sie Karriere in einer der Top-Talent-Agenturen Deutschlands und wurde schließlich selbst zur Abteilungsleiterin, bei der sie sich als die letztlich Entscheidende für den Lebensalltag der größten Stars wiederfand. Es war eine Rolle in der sich die emotional verkümmerte Frau gefiel, Caesaren-gleich mit dem Daumen erhoben, über Künstlerschicksale zu entscheiden. Ihr Ruf, Spreu vom Weizen gnadenlos trennen zu können und ein Genie in Organisation und Promotion zu sein, wurde ihr schließlich zum Verhängnis. Heute hat sie nur noch einen Klienten, einen Star, einen Gott. Isoliert von ihren einstigen Kollegen, war ihr sorgfältig vorbereiteter Fall in der Branche nur der Auftakt zu einer Existenz der ewig dienstbaren Anbetung an einen Toreador, der nach den Sternen griff.

Michael Reuther - Ein Mann für tausend Nächte


Michael war attraktiv und charmant und er war sich dessen sehr bewußt... Schließlich hatte er jahrelang an seinem Äußeren, seinem Auftreten, jedem letzten Detail seiner Präsentation gearbeitet. Getrieben von einer Mischung aus Müßiggang und kalter Kalkulation, hatte der Gigolo sich darauf verlegt, sich reiche Damen oder Herren zu suchen, sie sich emotional und sexuell ganz hörig zu machen und anschließend gehörig abzuzocken. Seine Taktik der verbrannten Erde ließ allzu oft ruinierte Karrieren, leere Bankkonten und zerrüttete Familien zurück. Der Toreador der ihm begegnete, ließ den Mann für eine Nacht aber schlichtweg nicht mehr gehen; der Räuber war von einem Raubtier gefunden worden. Unter der Fessel von Blutsband und der Macht der Präsenz lernt er jetzt, Nacht für Nacht, was Abhängigkeit und Hörigkeit wirklich bedeuten.

Victoria Hassler


Niemand kannte Victoria je wirklich. Ihren Klassenkameraden war sie unheimlich, weil sie ein solches Chamäleon war, fähig sich jeder sozialen Struktur mühelos ohne eigene Identität anzupassen. Ihren Lehrern imponierte sie durch ein untrügliches Gedächtnis und die Fähigkeit, Wissen und Können blitzschnell und makellos zu adaptieren. Weil sie altbekanntes beliebig neu kombinieren und brillant wiedergeben konnte, dachte jeder, sie wäre kreativ und begabt. Doch in all dem war nie ein Funken Originalität. Andere wussten diese Kombination aus Talent und Einfallslosigkeit zu nutzen und so wurde die Frau ohne Eigenschaften schließlich eine Meisterin des Fälscherhandwerks. Der Toreador, der sie seit geraumer Zeit protektioniert und benutzt, verschafft sich einerseits Sicherheit und Wohlstand (vom Ausweis bishin zu endlos Geld) durch ihre Arbeit, aber viel wichtiger noch: Anerkennung. Denn keiner weiß, dass der verborgene Meister keinen Funken Talent besitzt, aber alle scheinbar so von großer Begabung zeugenden Werke in Wahrheit aus der Werkstatt der Ghoulin kommen.

Louis Behrendt - Jeder spricht mit dem Barmann


Ein flinkes Lächeln, ein verstehender, aber unverbindlicher Blick, das rechte zur Hand, ob Zigarette oder Taschentuch. Louis ist für Dich da, während die Gläser klirren und der Alkohol in Strömen fließt. Eigentlich studierte der junge Mann einmal Soziologie und der Job in der begehrten Szenekneipe war nur ein lukrativer Nebenjob, um sich einen ausschweifenden Lebesstil zu finanzieren. Aber sein scharfes Auge und geduldiges Ohr machten ihn zusammen mit unbestreitbaren Künsten im Cocktail-Mixen zu einem Star an der Theke. Ganz freiwillig war es sicherlich nicht, dass er eine mögliche brillante Karriere als Wissenschaftler aufgab, denn der Toreador, der bald hinter ihm stand, hatte ganz andere Pläne. Jetzt ist er der lebende Finger am Puls der Zeit seines Meisters, kennt jede der tausend Geschichten in den nackten Straßen der Stadt und sein Rat bei einem guten Glas hat schon manchen vielversprechenden Menschen einen Weg einschlagen lassen, den die graue Eminenz im Hintergrund befahl.

to be continued...
 

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