StanislavPjotronov

Stanislav Pjotronov


Ein Menschenleben lang folgte ich einem Traum, die Menschen unter der Führung von unsterblichen Wesen in ein goldenes Zeitalter zu führen. Ein Menschenleben lang bekämpfte ich alle, die sich diesem Traum in den Weg stellten -- mit der Feder und mit dem Schwert; ein Menschenleben lang hat es gedauert, zu erkennen, dass dieser Traum die Menschen in den Abgrund führte. Ich diente den Alten meines Blutes und sie haben unseren Traum verraten; ich diente den Alten anderer Geblüter ihren Traum zu verwirklichen und sie haben auch diesen verraten. Ich diente meinem eigenen Traum -- und habe ihn verraten. Jetzt fürchte ich mich vor meinem nächsten Traum und doch fiebere ich ihm entgegen: Es muss einfach mehr geben in dieser Welt der Dunkelheit.

Stanislav Pjotronov auf dem Konklave in Teutoburg 2006Spätsommer 2004 erwachte Stanislav Pjotronov in Marburg aus der Starre; er konnte sich bis zu seinem Endgültigen Tod nicht daran erinnern, wie er in diese geriet. Bis auf die wenigen Gegenstände, die er am Leibe trug, und die Einschusslöcher über seinem Kurzzeitgrab hatte er keinerlei Hinweise. Er erzählte gerne jedem von den bruchstückhaften Erinnerungen, die er in den Nächten vor seiner Starre verortet, einer Jagd quer durch deutsch Wälder -- und Stanislav die Beute.

Stanislav hatte eine wechselhafte Vergangenheit, die ihn zum Schluss in einen Zustand fortgeschrittener Resignation versetzt hatte; alle Träume, an die er in seinem Unlebensjahrhundert verfolgt hatte, hatten sich als hohl und leer erwiesen, oder er wurde von den Protagonisten dieser Träume bitterlich enttäuscht. Einst ein glühender Kommunist hat er in den 80er-Jahren den Kommunismus selbst verglühen sehen. Seitdem war er auf der Suche nach einem Traum, den zu leben es sich lohnte. Zuletzt fiel er durch die Betonung unkonservativen --manche würden wohl auch 'anarchistischen' sagen-- Gedankenguts auf -- vielleicht ein letztes Anzeichen eines zurückkehrenden Brujah-Idealismusses, vielleicht aber auch der Beginn eines Abgleitens in einen Bruch mit den Werten der Camarilla. Auf jeden Fall stand er kurz davor, eine neue Phase seines Unlebens zu beginnen.

Stanislav kämpfte bis zum Schluss mit seinen Dämonen. Es war bekannt, dass er in den Wintersemestern an der Universität Potsdam als Gastprofessor Seminare in Politologie abhielt. Es gab auch Gerüchte, wonach er in den Berliner Umlanden nach etwas suchte. Er war zerrissen zwischen der Angst vor der Zukunft und der Ungewissheit seiner Vergangenheit. Der Dienst unter dem Ahnsherren Arcangelo Diachiami, den er Oktober 2006 begann, schien seine Zerrissenheit zumindest oberflächlich geflickt zu haben -- gegenüber seinen Familienmitgliedern war er weiterhin der große Bruder, doch führte ihn sein Dienst jetzt noch häufiger in die Einsamkeit, und wer vermochte schon zu sagen, welchen Gedanken er dann nachhing.

Es wird keine Gelegenheit mehr geben, ihn das zu fragen, denn er fiel im Kampf gegen Sarah O\'Brien durch deren Hand, nachdem er von einem ihrer Untergebenen in Starre geschlagen wurde. Münchhausen rettete seine Seele, als er den Akt der Diablerie unterbrach. Vielleicht wird man sich Stanislavs letzten Einsatzes erinnern, wo er zahlreiche von O'Briens Getreuen mit in den Endgültigen Tod nahm und so den Truppen Kohlhases mit den Sieg ermöglichte.

Gouvernement


Gouvernement von Stanislav Pjotronov in Sachsen-AnhaltWährend einer Einladung der Regierungsspitze in Sachsen-Anhalt ohne den Fürsten, drängt sich Stanislav als Gouverneur des Gebietes Salzland auf. Niemand nahm dran Anstoß und Comte Matthieu Marie de Montluçon, Fürst über Sachsen-Anhalt, legitimierte diesen Anspruch.

Folgende Artgenossen halten sich dauerhaft in Stanislavs Gouvernement auf:
 

Kategorien: Charakter, Brujah, Camarilla
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