TageBuch20060909

9.9.2006: Pokern mit Simon


Wow. Was für eine Party. Geld, Blut, Gewalt, endlich mal die Sau rauslassen und abdrücken!

Das Pokern, mit einem neuen Ghul von Vera als Geber, verlief ja noch zivilisiert, auch wenn nicht alle mitspielen konnten. Da wir zu viele für ein Spiel und zu wenige für zwei Spiele waren ... naja, oder an letzteres in der Art "Erwachsenenspiel" und "Kinderspiel" hat wohl niemand gedacht. Nach den ersten vorsichtigen Runden erbat Leandra Feodora Lilienfein ein neues Blatt und trieb nachfolgend die Einsätze aus unerfindlichen Grund und als wäre sie nicht bei der Sache in die Höhe. Dies zwang so einige zum Ausstieg: Aaron Lynenkamp der eine Sproß von Viktor Gideon Alburn, dessen größter Wunsch (zumindest nach Ansicht seines Sires) wohl ein Bugatti war - heute sollten die Seitenspiegel erspielt werden - hat so ziemlich alles verloren, was ihm sein Sire bei seinem Austritt zuschanzte. Während Dr. Rudolf Schüssler, mal wieder im Lande, kaum noch über seine Jetonberge schauen konnte. Wenig schwer also zu erraten, der Gewinner des Abends war bis dato Schüssler. Aber auch Elisa ging mit einem kleinen Gewinn nach Hause. Das heißt, wenn alle brav ihre Rechnung an das angegebene Konto begleichen.Der Pokertisch

Aber das Pokern war ja eigentlich nur der Auftakt -- als Neshaid Hakim Al-Assam mit einer Shisha voll Opium ankam und das mit Alkohol versetzte Blut gleichzeitig seine Wirkung zeigte, wurden alle ein wenig locker. Nun erreichten schnell die Rufe nach intensiveren Erlebnissen ihren Höhepunkt. Truth or Dare, das Spiel der Malkavs! Unter früheren Fürsten der Domäne bei Todesstrafe verboten, vom legendären Edward Hyde patentiert, von seinen Groß- und Urgroßkindern wieder zum Leben erweckt. Kein Wunder, daß ausgerechnet Aaron am lautesten nach dem Spiel ruft!

Alburn erklärte schnell für all die, die das Spiel noch nie gespielt hatten, die Regeln. Gedreht wird mit einer Waffe. Der "Getroffene" (abgedrückt wird an diesem Punkt noch nicht) wählt zwischen Wahrheit oder Pflicht. Der Drehende kann daraufhin entweder eine Frage stellen oder eine Handlung fordern, die sofort noch in dieser Runde zu erfüllen ist. Sollte der Getroffene die Frage nicht beantworten oder Pflicht nicht erfüllen wollen, schuldet er dem Drehenden einen Gefallen. Sagt er offenkundig die Unwahrheit, darf er gern einmal den Flug einer großkalibrigen Kugel in Augenhöhe betrachten.
Naja, und wie es bei derartigen Spielen immer ist, es gibt keine Zuschauer und alles an diesem Abend bleibt unter den Anwesenden, da sonst eine, nennen wir es "interne Blutjagd", auf den Verräter ausgerufen werden darf.
Keiner stieg aus --klar-- und so begann das Spiel mit Aristide Gillette, Simon Lion, Leandra, Aaron, Elisabeth Winterfeldt, Alburn, Dr.Schüssler, Vera Corrêa und Hakim. Wundert es jemanden, daß Blut geflossen ist? Interessante Animositäten kamen zum Vorschein. Alburn und Simon scheinen sich nicht zu mögen. Dafür hat Simon Probleme mit Kindern an sich. Aaron hat wohl mehr als geschwisterliche Gefühle für seine Schwester Elisabeth, aber gleichzeitig auch für die abwesende Toreador Angelique de Bonvallé. Hakim und Dr. Schüssler kreisten um ein Glas mit Blut -- nein, es war nicht von Menschen. Aristide und Leandra verbrachten einen Großteil der Nacht und nach einer Pflicht "Trink von mir" im Zwiegespräch. Vera war, ob selbst getroffen oder stellvertretend, mehr als einmal Mittelpunkt. Ihr neuer Status als Simons Mündel war eben ein gefundenes Fressen für alle, die Simon oder Vera eins auswischen wollten.

Am Ende fehlte Aristide die halbe Schädeldecke, Alburns Eingeweide lagen im Raum verstreut, Simon hatte ein paar Kugeln abbekommen und ein Auge verschenkt, und die weniger Abgehärteten mußten bald Buch führen mit Gefallensschulden und neu erworbene Blutsbände.

Aber eines ist klar: das wird wohl nicht die letzte Party dieser Art gewesen sein, die Simon gibt. Scheinbar war es noch nicht abschreckend genug und vieles blieb noch ungesagt oder ungetan.

 

Kategorien: Sessionbericht
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