TageBuch20060916

16.9.2006: 1. Internationales Rudolf Schüssler-Symposium für Sozioökonomische Forschung


Wo anfangen, und wie? Ist es überhaupt möglich, die ersten ruhigen Minuten des Abends im Lichte der späteren Ereignisse noch wahrzunehmen?

DrRudolfSchuesslers Vortrag war ja von den Fürstinnen Marburgs und Hamburgs rigoros abgelehnt worden. Nichtsdestotrotz hatten sich erfreulich viele Blutsverwandte im Kongressraum versammelt, darunter Herr Thane aus Teutoburg, Dr. Schüssler natürlich, Viktor Gideon Alburn, Elisabeth Winterfeldt, sogar Lucius war mal wieder aufgetaucht. Später kamen noch Stanislav Pjotronov dazu, Wilhelm von Miller, Leandra Feodora Lilienfein, Simon Lion mit seinem Mündel Vera Corrêa und einem neuen Ghul. Auch ein völlig fremder Malkavianer hatte sich eingefunden, dessen Name niemandem bekannt war und der kaum mehr sagte als diesen Namen.Dr.Schüssler bei seinem Vortrag

Aber das waren noch nicht alle Gäste. Mitten im Vortrag von Dr. Schüssler, der einige Anwesende stark an ihre eigenen Unizeiten erinnerte, sprang Herr Alburn auf und bereitete die passende musikalische Untermalung für denjenigen, der im Anmarsch war: Edward Hyde!

Hyde! Ein schwarzes Loch, um das alles kreist und das alles verzerrt, was in seine Nähe kommt. Hyde kann man nicht beschreiben. In einem Moment ein regloser Zuhörer neben Elisa, im nächsten tobender Derwisch im Zentrum der Aufregung.

Ich versuche, nicht an Hyde zu denken. Ich versuche, mich an andere Gespräche zu erinnern, oder daran, wie es dazu kam, daß Dr. Schüssler in Starre von Simon Lion weggeschafft wurde, während Alburn und Stanislav sich gegenseitig an die Kehle gingen. Was es mit dem herausgerissenen Herzen auf sich hatte, das in einer Plastikmülltüte durch die Gegend geworfen wurde. Oder wie es dazu kam, daß -- nein. Mit dem reglosen Körper von Alburn auf dem Rasen hatte wieder er zu tun. Ich versuche, nicht an ihn zu denken. Wegen ihm wurde Vera von ihrem Vormund fast in die Starre geprügelt, nachdem sie Hyde mehrmals in blinder Raserei an den blutenden Hals gesprungen war, um dieses unglaublich verlockend duftende Blut zu trinken. Später umkreisten sich Vera und Hyde bei einem malkavianischen Duell, zu dem Hyde die Toreador gefordert hatte, weil sie vor anderthalb Jahren den abtrünnigen Tremere Armand Courtais getötet hatte. In der offiziellen Sprachregelung war es natürlich nicht Courtais gewesen, sondern "ein Mitglied des Sabbat, das sich das Aussehen des camarillatreuen, im Kampf gegen den Sabbat gefallenen Tremereneonaten Armand Courtais gegeben hat, um dessen Andenken zu beschmutzen".

Hyde war der Mittelpunkt des Abends, er hat jede Tagesordnung, die vielleicht existierte, zerfetzt und neu auf seine Weise zusammengesetzt. Kaum einer, der an diesem Abend nicht aus der Nähe in diese leuchtenden, wahnsinnigen und doch so unwiderstehlichen hellblauen Augen gesehen hat.

Es steht zu hoffen, daß Hyde Berlin wieder verlassen hat, nachdem er Vera "die Liebe entrissen" und "auf seinem Altar geopfert" hat. Was auch immer er damit meinte, zumindest die älteren Malkavianer schienen ihn verstanden zu haben. Diese Nacht, diese wenigen Stunden waren ein Vorgeschmack auf das, was Berlin erwartet, sollte Hyde sich entschließen, die Stadt unter seine Herrschaft zu bringen. Wollen wir hoffen, daß er diese Idee niemals ansprechend finden wird.

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Ein Blick in den Geist der Malkavian


Das Netz regt sich. Tausend kleine Weberbeine laufen die Strickleitern des zeitlosen Grauens entlang, knüpfen neue Verbindungen, lösen alte auf. Ein Spiel, ein Gewaltakt - alles ist eins im Zentrum des Chaos.
Die Stimmen sprechen; in Gesang, in Tanz, in Quantenphysik und Blutspritzern.
Das Wendefest kommt, der Altar noch unbefleckt.
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
Ich mag den Sommer, ich liebe Erdbeeren, den Geruch von Schweiß auf deiner Brust. Einmal hat meine Schwester meiner kleinen Miss Moffett den Kopf kaputt gemacht. Dann habe ich geweint. Dann habe ich ihr den Kopf kaputt gemacht. Sie hat nicht geweint. Ist das gerecht?
Schmutzige Gören, alles schmutzige Gören, die bestraft werden müssen...
Ist die Existenz Gottes unabhängig von der Natur des Betrachters, können wir daraus schließen, dass wir nicht Teil seiner Glorie sind, sonst wäre unsere Perspektive die gleiche. Gott ist also von uns getrennt. Die Tatsache, dass er trotzdem noch unser Gott ist, ist höchst besorgniserregend. Er kennt uns doch gar nicht.
Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald, dort war es finster und auch so bitter kalt. La,la,la,la, LACH NICHT ARSCHLOCH!
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
... kontemplation der ursubstanz. aktualisation des selbstkonzeptes. griff in die welt. berühren, ohne berührt zu werden. füße berühren den boden nicht...
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
Schweigt!
...
Das Wendefest kommt, der Altar noch unbefleckt.
...
Ein Botschafter muss gehen.
...
Wer wird uns vertreten?
...
Der Avatar des Netzwerks.
Der Weg der linken Hand.
Die Essenz der Bestie.
Der Tänzer der Spirale.
Die lebende Flamme.
Der Lichtbringer.
Die Geißel Berlins.
Des guten Doktors Antonym.
HHHHHHHHHHHHHHHHHHHHYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYDDDDDDDDDDDDDEEEEEEEEEE
...
aufzucken von furcht. bedenken des gesagten. abwägen der konsequenzen. hyde? ... hyde.
...
Wir stimmen zu. Hyde wird gehen.
Es wird dunkel im ewighellen Netz des Wahns. Die Traumschatten der Toten verflüchtigen sich. Der Wille, SEIN Wille, erfüllt den Raum. Ein Lachen, kalt, hart, seine Kanten schneiden. Auf den Straßen Berlins geht ein Mann, lässt die Spitze des Gehstocks mit Silberknauf wie ein Skalpell nachlässig über den Straßenbelag fahren. Hält inne vor dem Tagungszentrum. Saugt gierig die Luft ein. Stößt sie aus, irgendwie leerer. Ein Feuerzeug schnappt auf. Eine Zigarre brennt. Kalte blaue Augen blicken über den Rand des getönten Kneifers.
Home sweet Home.

Fortsetzung folgt...

 

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