TageBuch20070414

14.04.2007: 'Steinerne Zeugen' -- Schnitzeljagd im Angesicht des Chaos


Wie merkwürdig! Obwohl sich die Gerüchte verdichten, daß die Geißel des Fürsten, Leandra Feodora Lilienfein, einen Schlag gegen den Sabbat vorbereitet, obwohl in Brandenburg Samuel Fitzpatrick seinen vertraglichen Pflichten nicht nachkommt, lädt dieser neue Tremere Theodor von Hallenstein (merken: 'der neue Tremere' ist mittlerweile nicht mehr Neshaid Hakim Al-Assam, der ist ja schon einige Zeit in der Stadt) zu einer Art Schnitzeljagd ein -- und was für einer!

Im Gegensatz zu den Einladungen der letzten Zeit war diese aufgrund der geringeren Gästezahl mal angenehm ruhig -- und dennoch waren viele Blutsverwandte da. Neben dem Gastgeber hat's noch den stocksteifen Wilhelm von Miller, Neshaid Hakim Al-Assam und deren Schwester im Blute Luisa Jael Graves dahin gezogen. Damien Bannickburn scheint seine Zeit, bis sein Geld aus London ankommt, wohl damit totzuschlagen, Einladungen zu besuchen -- immerhin besser als sein neuangekommener Clansbruder Juri, der zwar gücklicherweise auch nur Zeit totschlug, dafür aber mit seinem Zwei-Meter-Katana (gefühlte Länge, tatsächlich wohl nur eins zwanzig) bewaffnet genug war, auch anderes zu töten. Lilienfein, war ebenfalls zugegen, sowie Lex, dem kiffenden, siffigen und sabbelnden Gangrel, der seit kurzem in der Stadt ist. Und dann waren da noch Lyciel Felicitas du Loup und Alara Cunningham.

Achja, Cunningham! Anfangs hat sie wie alle anderen auch nach den kleinen versteckten Beuteln mit den Rätseln dran gesucht. Anfangs hat sie auch mitgerätselt -- teilweise waren das schon ziemlich haarige Rätsel (im übertragenen, nicht wörtlichen Sinne). Diese Rätsel mußte man lösen, nein, man mußte die Antwort auf das jeweilige Rätsel laut aussprechen, während man den Beutel dazu in der Hand hat, damit er seinen Inhalt freigibt -- ich sag ja, was für ein Angeber, unser Gastgeber. Aber effektvoll, das muß ich zugeben. Aber zurück zu Alara: Erst verschwindet sie und taucht dann mit aufgeschnittener Kehle wieder auf -- und merkt nichts davon! Wie krank kann man sein? Und wie naiv kann man sein, eine solche Frage in Bezug auf eine Malkavian zu stellen? Für dieses Pack gibt es vermutlich echt kein Limit, wie weit man gehen kann. Und das gab's auch nicht für Alara! Nachdem sie die Wunde auf Anraten praktisch aller Anwesenden dann doch geheilt hat (Memo: Sie hatte keine Anstalten gemacht, bis von Miller sie berührt hat. Verbindung? Dieser Schuft!), war auch erstmal alles in Ordnung -- für eine halbe Stunde oder so, dann fing sie an, das Messer, das sie sich mittlerweile durch die Hand gestoßen hat, hin- und herzudrehen. Wer zum Teufel ist so leichtsinnig und hat ihr ein Messer gegeben?

Ich kürze das jetzt mal ab: Irgendwann konnte Lilienfein herausfinden, daß Alara so abdreht, weil FrankMeyer (ein Gangrel aus Hamburg) wohl Thor Klauendenker vernichtet habe! Was für eine Nachricht! Die, die Thor kannten (mit Ausnahme von Alara), hätten wohl fast einen Freudentanz ausgeführt (ich übertreibe, aber Übertreibung verdeutlicht).

Der Rest des Abends war dann nicht mehr so spektakulär. Es wurden die Preise vergeben für diejenigen, die am meisten Rätsel geknackt und damit am meisten Steine in der Tasche hatten (daher wohl die Sache mit den steinernen Zeugen): Sowohl von Miller als auch Lilienfein erhielten jeweils eine Flasche 180 Jahre alten Blutes -- wer weiß, wie weit sich von Hallenstein dafür bei den Giovanni verschulden mußte, um da ranzukommen!
 

Kategorien: Sessionbericht
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