TageBuch20070512

12.5.2007 : Frühjahrseinladung der Malkavianer


Wie heißt es so schön: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Genau dies trifft auch auf die vergangene Nacht zu. Obwohl es sich für einige auch noch zu Letzterem entwickeln mag.

Zunächst einmal waren erwartungsfreudig folgende Artgenossen der Einladung des Gastgebers Luigi Vittorio Lucheni gefolgt: Stanislav Pjotronov, Leandra Feodora Lilienfein, Raff, Garb, Aaron Lynenkamp, Alara Cunningham, Lyciel Felicitas du Loup und ihr Ghul, Dr. Rudolf Schüssler und seine beiden Ghulinen Sodom und Gomorrha, eine Frau Liz Jung vom Clan der Toreador, Medea, Luisa Jael Graves, Theodor von Hallenstein, Wilhelm von Miller, Baroness Nadine zu Kreszt, Julie Serrano sowie Zodiak und seine Ghulin Vivien.

Dabei zeichnete sich der Beginn des Abends doch vor allem durch eins aus: Warterei! Zunächst auf die Ankunft des Malkavian-Ancillas Rudolf Schüssler und seiner domänenfremden Begleitung. Dann, als dieser es endlich geschafft hatte uns doch noch mit seiner Anwesenheit zu beglücken, darauf, dass der Gastgeber sich endlich bereit fand, die schon vorher angekündigten Spiele zu beginnen. Probleme mit der Technik, die manchen Artgenossen die Abwesenheit Hakims sehr bewusst werden ließen, sorgten für weitere Verzögerungen.

In einem mehr oder weniger erfolgreichen Versuch, seine Gäste vor größerer Verstimmung durch die unbeabsichtigte Verzögerung zu bewahren, bat Lucheni sie sich doch zunächst Gedanken über die Bildung von zwei Teams zu machen und dafür Vorschläge zu entwickeln, wobei er ein einfaches Patrizier gegen Plebejer von Anfang an ausschloss. Nicht wirklich überzeugend kam von Herrn von Miller die Idee ein Frauen- und ein Männerteam aufzustellen, welches von Stanislav sehr viel kreativer mit einem „Brujah gegen den Rest“ gekontert wurde. Ein sehr amüsanter Vorschlag bedenkt man, dass er an diesem Abend der einzige anwesende Brujah war.

Nach mehrmaligen Beschwerden von einigen Gästen und nach der Ankunft Schüsslers konnten die Spiele dann aber doch begonnen werden. Zunächst durften Aaron und Julie, welche zwischenzeitlich vom Gastgeber als Teamleiter bestimmten worden waren, sich ihre Teams wählen. Aarons Teams A bestand aus ihm selbst natürlich, des Weiteren Schüsslers Ghulinnen Sodom und Gomorrha, Leandra Lilienfein, Raff, Frieda Kahlo alias Vivien, ihres Zeichens die Ghulin Zodiaks, Lyciel Felicitas du Loup und Luisa Jael Graves. Das Team Julies, Team B, bestand aus ihr, Garb, Alara Cunningham, Frau Jung, Medea, Theodor von Hallenstein, Wilhelm von Miller und Baroness Nadine zu Kreszt.

Die anwesenden Ancillae (Zodiak, Stanislav, Lucheni und Schüssler) bildeten die Jury, welche sich die schwierige Aufgabe auferlegten, die Teams bei der Erfüllung der ihnen gestellten Aufgaben zu bewerten. Beide Teams bekamen zwei Joker in Form von zwei Juroren, welche sie bei jeweils einer Aufgabe um Hilfe bitten durften. Dabei durfte aber jeder Juror insgesamt nur einmal aufgerufen werden.

Erste Aufgabe: Jedes Team musste sich für das andere zwei Örtlichkeiten überlegen, in welchen diese eine improvisierte Handlung spielen mussten. Sieger war dasjenige Team, welches die unterhaltsamere und überzeugendere Performance gab.

Ja, liebe Mit-Neonaten, dafür sind wir ja da, um unsere Ancilla zu unterhalten!

Die beiden Örtlichkeiten für Team A waren der Backstage-Bereich eines Theaters und eine Zahnarztpraxis. Das Team hatte nach einigen Anlaufschwierigkeiten durchaus sichtbaren Spaß auf der improvisierten Bühne, aber leider reichte es nicht aus die Jury zu überzeugen.
Diese fanden Team B mit seiner Darstellung einer Autobahnraststelle, unterlegt mit Momentaufnahmen aus einem Stripclub, etwas amüsanter.

Ach ja, erschwerend hatte das jeweils gegnerische Team die Möglichkeit einen Ortwechsel durch ein vereinbartes Signal herbeizuführen.

Zweite Aufgabe: Alle Teilnehmer eines Teams wurden gebeten sich der Größe nach in einer Reihe aufzustellen und dann aufgefordert, eine Geschichte zu erzählen. Allerdings durfte dabei jeder nur ein Wort sagen. Und das Ganze sollte möglichst dann auch noch grammatikalisch korrekt sein. Wieder galt die unterhaltsamste Geschichte als Sieger.

Diesmal begann Team B mit einer Geschichte über seltsame Vorkommnisse an einer Autobahn. Allerdings zeigte sich dabei, dass scheinbar nicht jedes Mitglied des Teams kontinuierlich den Deutschunterricht besucht hatte. Team A überzeugte mit einer Erzählung, die sich selbst für die Erzählenden auf seltsame Weise von der Schur eines Brauereipferdes zu seltsamen Geschehnissen im Kindergarten entwickelte.

Danach hatten die Gäste zunächst die Möglichkeit bei einer 'kleinen Zigarettenpause' sich wieder zu sammeln und sich mehr oder weniger geistreichen Unterhaltungen zu widmen. Allerdings entwickelte sich auch diese Pause für einige allzu bald zur nächsten Geduldsprobe, denn es wollte und wollte nicht weitergehen.

Dritte Aufgabe : Hierzu waren zwei Powerpoint-Präsentationen vorbereitet worden, welche nun von je einem Mitglied aus jedem Team kommentiert werden mussten. Allerdings ohne die eigene Präsentation vorher zu kennen. Kein allzu leichtes Unterfangen! Nach ja: Ist es nötig zu erwähnen, dass wieder die ansprechendere Präsentation den Sieg davon tragen würde? Ich denke nicht.

Der Sieg ging an Team B, repräsentiert durch Frau Jung, welche einen amüsanten Vortrag über artefaktejagende Aliens und dimensionsstabilisierende Bakterien hielt. Für Team A referierte Lyciel zu den Folgen einer Ausstellung über den Antichristen. Es folgte wieder eine Pause des kollektiven Stöhnens. Herr Zodiak nutzte diese auch sogleich, um sich zu verabschieden und ernannte seine Ghulin Vivien als seine Stellvertreterin in der Jury. Medea verbrachte die Pause damit, die eigene Teamleiterin als lebendes Blutgefäss anzuzapfen, was diese für den Rest des Abends so ziemlich aus der Bahn warf. Die Stimmung aber erreichte damit einen absoluten Tiefpunkt, dass Lucheni, wohl eigentlich in der Hoffnung seinen Gästen doch noch einmal etwas Begeisterung entlocken zu können, den Preis bekannt gab: Die Gunst ein Kind zu zeugen, protégiert durch den Oranienburger Fürsten Dr. Rudolf Schüssler! Zugegeben eigentlich kein schlechter Preis, aber wirkliche Begeisterung wollte sich nicht einstellen. Vielmehr wurde der Preis von einigen Artgenosssen als unverantwortlich kritisiert.

Auch die vierte Aufgabe half da nicht mehr viel: Beide Teams durften sich erneut einen Ort überlegen, an dem das andere Team eine Szene spielen musste und zusätzlich 10 Wörter, die diese während der Szene nicht benutzen durften. Benutzte ein Teammitglied ein 'verbotenes' Wort schied es aus. Verlierer war das Team mit der meisten Auscheidern.

Nun, Team A spielte sich unter mit Hilfe des Herrn Lucheni mäßig durch ihre Gruppentherapie-Szene mit insgesamt zwei Rauswürfen, während Team B seine Teilnahme an der Aufgabe gleich völlig versagte, und auch freundliches bis recht bestimmtes Zureden des Gastgebers und der Jury vermochten sie nicht umzustimmen. Es mag auch daran gelegen haben, dass zwischenzeitlich sich einige Mitspieler schon auf den Nachhauseweg gemacht hatten und es den Teamleitern nicht wirklich gelang ihre Teams beisammen und motiviert zu halten.

So musste die Spielerei letztlich abgebrochen werden.

Dafür führten, die schon den ganzen Abend über zwischen Zodiaks Ghulin Vivien und Medea ausgetauschten Sticheleien, welche sich mit fortschreitender Stunde zu handfesten Beleidigungen ausgeweitet hatten, dazu, dass Medea kurz vor ihrem fluchtartigen Verschwinden an der Seite von Frau Jung und Herrn von Miller, der Konkurrentin die Kehle aufschnitt. Das Ableben der Ghulin konnte nur durch das schnelle Eingreifen von Alara Cunnigham und Vittorio Lucheni verhindert werden. Lucheni gelang es danach allerdings nicht mehr die Flüchtenden einzuholen, um sie zur Rede zu stellen.

Auch eine kurze Befragung der Clansschwester von Millers Luisa Graves über mögliche Zufluchtsorte ergab nichts, dafür wurde diese mit einer Botschaft für Herrn von Miller bzw. Frau Jung losgeschickt. Letztere sollte sich noch am selbige, spätestens aber am nächsten Abend bei Herrn Schüssler melden, um diesen, da er sie ja in die Berliner Domäne eingeführt hat, Rede und Antwort zu stehen über ihre Beteiligung an den Angriff auf Vivien.

Kurz darauf verabschiedeten sich auch Leandra Lilienfein und Stanislav Pjotronov. Allerdings kamen sie nicht weit, da sie zunächst im Treppenhaus einer sehr verstörten Luisa wieder auf die Beine helfen mussten, welche noch damit beschäftigt war ihre aufgeschnittene Kehle zu heilen und sich zu fragen, was eigentlich gerade passiert war (eine Frage, die sie noch einige weitere Nächte verfolgen sollte).

Die noch vorhandenen Gästeschar aus Clan Malkavian löste sich dann ebenfalls so nach und nach auf.

Nachwehen eines Frühjahrsfestes: Es ist kaum eine Nacht her und schon flatterte ein Schriftstück auf den Schreibtisch unseres geliebten Prinzen, unterschrieben von drei hochrangigen Mitgliedern des Clans des Mondes: eine Anklage gegen Medea!
 

Kategorien: Sessionbericht
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