TageBuch20070525

25.05.2007: Jagd und Beute


Offensichtlich hatten mal wieder einige Artgenossen die gleiche Idee: Jagen am Paul-Lincke-Ufer, zwischen Kreuzberg und Neukölln, einer der wenigen gut frequentierten Ausgehgegenden, die nicht in einem Lehen des alten Konsuls liegen. Und so stolperten also Theodor von Hallenstein und Neshaid Hakim Al-Assam, der mal eine Nacht frei bekommen hatte und ersterem das Café Atlantis zeigen wollte, über Juri, Leandra Feodora Lilienfein und Luisa Jael Graves im Café Condoré -- dem umbenannten Atlantis. Neben diesen Artgenossen war auch der Bedienstete von Lyciel Felicitas du Loup anwesend, der wohl einen Platz für seine Herrin freihalten sollte. Peter Hoffmann gesellte sich später auch noch zu den anderen Jägern.

Verlief das Treffen anfangs noch recht friedlich, allein gestört duch Hakims Unausgeglichenheit und Gereiztheit, so begann das Fiasko, als Thomas hereinplatzte. Eigentlich hat er nur kurz reingeschaut und wollte wieder verschwinden, aber offensichtlich war Hakim nicht in der Stimmung, einen Unbekannten, einen Illegitimen einfach so davonkommen zu lassen -- immerhin klärte er ihn danach über seine Recht und Möglichkeiten auf, die ihm nicht die sofortige Vernichtung durch die Geißel Leandra einbrächten. Bis hierhin verlief alles ja noch gut, aber dann machte sich in einem Augenblick, wo niemand auf ihn aufpaßte, Thomas aus dem Staub. Leandra und Theodor machten sich sofort an die Verfolgung und konnten ihn tatsächlich noch schnappen und wieder zurückbringen -- aber für Juri sah die Situation viel schlimmer aus: Nicht nur, daß er es gewesen seien soll, der den jungen Toreador zur Flucht ermuntert hatte, nein, der Mann fuchtelte auch noch mit seinem Katana blankgezogen in der Gegend herum. Zur Erinnerung aus der Einleitung: gut frequentierte Ausgehgegend. Hakim hatte schon früher am Abend Aristide telefonisch um Hilfe in Polizeibelangen gebeten, gerade wegen Juris Idiotie, aber jetzt sahen Aristide, Hakim und Theodor keinen anderen Weg mehr: Theodor lotste Juri zum Hinterausgang und pflockte ihn dort. Hakim, der vorher schon arrangiert hatte, daß Aristide zur Kapelle Tempelhof käme, half dann, den ohnmächtigen Körper in Theodors Auto zu schleppen.

Leandra wurde schnell über die neuen Umstände aufgeklärt und nutzte die Gelegenheit auch Thomas, der noch einige Nächte in ihrer Obhut verbringen sollte, bis Herr Corelli sich für ihn Zeit nehmen konnte und brachte auch ihn zu Aristide. In den neuerworbenen Räumlichkeiten würde Thomas besser aufgehoben sein, als zwischen den Büchern und dem ohnehin schon überreizten Ghul mit dem Leandra ihre Wohnung teilte.

Sehr viel Aufregung also, und sie hat die Stimmung nicht unbedingt verbessert. Es dauerte auch nicht lange, bis sich alle Artgenossen verstreuten und wieder ihrer eigenen Wege gingen.
 

Kategorien: Sessionbericht
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