TageBuch20070826

26.08.2007: Treffen der Tremere


Wilhelm von Miller empfing seine Ordensbrüder und -schwestern im Großen Konferenzsaal des Gildenhaus, um das einzuleiten, was unter den jungen Adepten 'als große Ödnis' bekannt ist: das übliche Abliefern von Berichten und Informationen, kleine und große Erfolgsmeldung -- oder diesmal auch Mißerfolgsmeldungen. Theodor von Hallenstein eröffnete den Brüdern und Schwester von seinem Fehler Medea gegenüber, ebenso Herr von Miller. Ganz neue Töne für die jungen Adepten Luisa Jael Graves und Neshaid Hakim Al-Assam, diese Demut, diese Einsicht. Nicht, daß die darin liegende Befriedigung der einen oder dem anderen an diesem Abend ein Trost gewesen sei, haben beide doch mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen: Graves mit ihrer naiven Vorstellung vom Vampir als edlem Wesen, Al-Assam mit seiner ebenso naiven Vorstellung, daß die Artgenossen doch zumindest danach streben sollten, ihre zivilisatorischen Leistungen zu erhalten und nicht sofort mit der Erschaffung zu geifernden und brutalen Bestien zu degenerien.

Ja, dieses Treffen hatte wohl mehr von einer gemeinsamen Beichte. Wenn nicht dieser Etikette-Exkurs gewesen wäre. Anscheinend sah die Spitze der Kapelle Berlin-Köpenick die Notwendigkeit, absolute Grundlagen der Traditionen und der Begrüßung zu repetitieren. Nach diesem Kurs für Säuglinge (und der sichtlichen Unbefriedigung von Herrn von Miller bzgl. der erhaltenen Antworten) fand die Runde dann auch ihr Ende -- sehr zur Erleichterung so mancher Adepten.
 

Kategorien: Sessionbericht, Tremere
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