TageBuch20090516

16.05.2009: Dantes Symposium


In dieser Nacht war es endlich soweit: der Gangrel Dante führte das Tagungszentrum Jugendklub Koca, sonst nur eine Stätte der oberflächlichen Vergnügungen, seiner eigentlichen Bestimmung zu. Ob es sich hinblicks der doch eher überschaubaren Gästezahl tatsächlich wie vollmundig angekündigt um ein Symposium, oder doch nur um eine Tagung/Nachtung handelte, wird ihn dabei nicht interessiert haben. Denn in seinem gefühlt mehrstündigen Vortrag, der einleitende Worte, Gedichtvortrag, Impulsreferat, Rezitation, Kommentar und Diskussionseinleitung in einem war, ging Dante augenscheinlich voll auf. Sofern es tatsächlich sein Ziel war, sich von seinen "als bloßes Schlachtvieh präsentierenden" Clansgeschwistern zu distanzieren, so ist ihm dies sicherlich gelungen -- immerhin verbrachten Winter Duncan, Jester und Vigor den Großteil des Abends lieber im Freien (mit angeblich ebensolchem Thema) als an Vortrag oder Diskussion teilzunehmen. Aus wohl anderen Gründen konnte ebensolches Verhalten auch bei Medea beobachtet werden, die es sich nicht nehmen ließ, mehrere potentielle Diskutanten, primär Mathieu de Cheveignei, wegzulocken.

Die Tapferen, Ausharrenden --Leandra Feodora Lilienfein, der Vicomte Antoine Adrien de Gramont, Fräulein Tipp und Dorothea Bishop-- wurden ganz gemäß dem Thema des Abends "Eine archäologische Ursprungsforschung in der Welt der Mythen und Legenden" mit dem Vortrag verschiedener Geschichten belohnt: von Dantes Erzählungen über Mythos und Wahrheit des Gilgamesch-Epos, ergänzt durch Ausführungen von Ruben Alexander Carrol zu Nezach Nebukadnezar, über MariaPatriciaGralewskis Liebeserklärung zu den sagenumwobenen Drachen bis hin zu Schauergeschichten der Wilhelmina Murnau oder der Abhandlung Cheveigneis zum Strigoi Vii wurde viel erzählt und noch mehr angedeutet.

Ob es die Fülle der Vorträge, der Geruch der Räucherstäbchen, das Flackern der Kerzenleuchter oder das Summen des Overhead-Projektors war -- eine rege Diskussion mochte sich (eventuell auch aufgrund der parlamentarischen Bestuhlung) nicht so recht einstellen, für diejenigen, die sich ihre Konzentration bewahren konnten, dürfte der Abend wenn schon nicht unterhaltsam so denn zumindest lehrreich gewesen sein.
 

Kategorien: Sessionbericht
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