TageBuch20091010

10.10.2009: Rosenball & Blut


Comte Jean-Baptiste André de Jarjais Girondel-Bourbon lud zum Ball der Rosen nach München, und Rosen kamen aus ganz Deutschland. Man mochte geteilter Meinung sein über die Reputation des Gastgebers, aber dafür waren die Gäste umso hochkarätiger: Ahnen und Fürsten in jeder Ecke des Saals des klassizistischen Schlosses Nymphenburg, aus Nürnberg Leonard von Geuder-Stratberg, aus Regensburg Reichsfreiherr von Dalberg, aus Teutoburg Johannes Fabian Meyer zu Bentrup, aus Berlin Konsulin Leandra Feodora Lilienfein und später aus Innsbruck Trutz Graf von Kerrsenbrock in Begleitung der Münchner Ahnsherrin Katharina von Habsburg. Daneben waren zahlreiche Fürstregenten, Vogte und Harpyien zugegen -- ein grausam schöner Ball der nächtlichen Eitelkeiten.

Viele lustwandelten in dem ausgedehnten Park, andere schwebten über die Tanzfläche. Manche der anwesenden Gäste gaben kleine Einlagen, um die Stimmung zu unterstützen, so zum Beispiel das Kind des Gastgebers, Cathérine Marie Delacroix, mit ihrem Gesang oder Liz Jung mit einem ihrer berühmten Tänze.

Letzterer war es auch, der zu den Verstimmungen führte. Es war dieser Tanz, der René das Unleben kosten sollte, weil DariusQAnthos Liz Jung den Tanz ermöglichte. Ahnsherrin von Habsburg verhängte eine Blutjagd auf René, der er nicht entkommen konnte.

Der Ball erholte sich nicht mehr von diesem Akt der Grausamkeit. Kurz nach der Vollstreckung verabschiedeten sich die ersten Gäste, manche betrübt, andere schlichtweg empört. Viele konnten aber noch den Sermon des Fürsten Meyer zu Bentrup auf dem Weg nach draußen hören, wie er der Ahnsherrin Konsequenzen für dieses unsägliche Verhalten androhte.
 

Kategorien: Sessionbericht, München
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