TageBuch20100807

07.08.2010: Der Wunsch nach einem ruhigen Abend


„Ich weiß, es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich eine Einladung ausgesprochen habe. Drei Jahren ... nun ja. Was soll ich sagen?!? Ich fand es viel schlimmer, dass meine Gäste so lange auf sich haben warten lassen! Lass mich überlegen ... zuerst kam Daria Angela Magnus, die zwei Gastgeschenke mitbrachte, von denen das eine Zündstoff für eine hitzige Debatte über Offenherzigkeit und Vegetarismus lieferte und das andere --ebenfalls entflammbar-- mich nach einem kleinen Wutausbruch wieder beruhigen konnte. Denn entgegen dem Ansinnen meiner Einladung wollten sich nämlich die wenigsten meiner Gäste von den aktuellen Problemen ablenken lassen. Sehr zu meinem Missfallen, muss ich sagen. Ich fürchte übrigens, dass deswegen Fräulein Tipp nie wieder mit mir reden wird. Meinst du, wir sollten ihr Blumen schicken?!?

Mein Lieber, ich wollte doch einen Raum zu schaffen, an dem man sich begegnen konnte, um sich wieder auf die angenehmen Seiten im Leben zu besinnen. Böse Stimmen vermuteten allerdings, ich hätte die Einladung hauptsächlich als private Informationsveranstaltung genutzt, um mich über die Resultate der Hofhaltung zu informieren! Ha! Jeder weiß doch, dass ich politisch vollkommen uninteressiert bin! Bewundernswert übrigens, wie sich Ruben Alexander Carrol zurückhielt, um nicht gleich allen Anwesenden sein neues Amt unter die Nase zu reiben.

Sag mal, findest du auch, dass dieses Blau hier im Hintergrund viel zu Yves-Klein-Oscar-de-la-Renta-80er-Jahre-Synthetik-Pullover-mässig rüberkommt? Ist das Aquamarin? Ich brauche mehr ein Blau Richtung Lapislazuli ... aber nicht sowas hier. Verstehst du?!? Wirf das bitte in den Müll! Apropos Müll: Frau Murnau kam auch irgendwann aus der Tonne gekrochen. Ich habe kaum mit ihr gesprochen. So ein Pech.

Mit dir wollte ich übrigens noch über diverse ... sagen wir mal ... Sicherheitslücken sprechen. Nein, nein. Kein Grund zur Besorgnis, aber hatte ich ein sehr verunsicherndes Gespräch mit Dorothea Bishop und Julian Jascheroff von Calenberg. Ach... bitte organisiere mir ein Treffen mit Harry von Arnim-Suckow. Er meinte, er hätte da eine Lösung anzubieten! Die Ventrue kannst du dir sowieso mal als „tendenziell verlässliche Geschäftspartner“ notieren. Der Vicomte de Gramont war auch mein Gast. Und sehr gut elegant angezogen, wie ich fand.

Kennst du diese Momente, von denen man dachte, man hätte mit ihnen längst abgeschlossen und dann wird man doch wieder von der Vergangenheit eingeholt? So einen Moment hatte ich an dem Abend noch ein anderes Mal, als plötzlich Eli, ein alter Bekannter von mir aus Hamburger Zeiten vor mir stand. Denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um nach Berlin zu kommen! Neonat des Clans des Mondes. Now you know ... don't talk to him, Sweetheart! Ich frage mich, was ihn tatsächlich herführt. Seine Clansschwester Elisabeth Rust kam ebenfalls vollkommen verspätet an und wirkte den ganzen Abend über merkwürdig abwesend. Und blass. Da fällt mir ein, dass ich mich gar nicht ausgiebig mit Liane Fetijane unterhalten habe!

Tja, alles in allem ein recht bedrückender Abend. Aber ich hab mein Bestes gegeben. Ich wünschte, du wärst dort gewesen!“

 

Kategorien: Sessionbericht
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