VanitasBeziehungen

Vanitas: Beziehungen zu anderen Charakteren


Bei Beziehungen gibt es symmetrische und asymmetrische Beziehungen. Bei ersteren nehmen beide Parteien dieselbe Rolle ein, wohingegen bei letzteren immer eine aktive und eine passive Partei besteht. Die passive Partei muss von ihrem Glück nichts wissen, kann es aber. Bei symmetrischen Beziehungen wissen immer beide von ihrem Verhältnis.

Beim Bau eines Charakters können beliebig viele solcher Beziehungen zu anderen Charakteren gewählt werden, aber nicht weniger als der Charakter Ziele, Bedürfnisse und Unzulänglichkeiten hat. Da diese wiederum vom Alter des gespielten Charakters abhängen, gilt dies auch für die Untergrenze der Beziehungen.

Es ist schwierig solche Beziehungen aus dem Nichts für Charaktere zu entwerfen oder auch nur auszuwählen, und bevor man nur halbherzig irgendwas zusammenstellt, um die Mindestanforderungen zu erfüllen, ist es geraten: Zurück ans Reißbrett und solange überarbeiten und dran basteln, bis das Ergebnis zufriedenstellt.

Anders gesagt handelt es sich bei Beziehungen um eine Aufführung von Charakteren, mit denen der eigene Charakter soweit zu tun hatte, dass ein Verhältnis abseits von Gleichgültigkeit entstanden ist. Personen, die einem Charakter gleichgültig sind, gibt es unzählige. Aber einige haben genug Leidenschaft bei einem erzeugt, dass sie für den eigenen Charakter wichtig genug sind, sie aufzuzählen. Beziehungen zu Charakteren können sich ändern, die Person als solche dahinter aber eher nicht. Natürlich kann es vorkommen, dass nach zahlreichen Jahrzehnten jemand, den man einst als Freund schätzte, einem fremd geworden ist und man nichts mehr mit ihm anzufangen weiß. In solchen Fällen schaut man, welche Rolle derjenige früher eingenommen hat und wer ihn wohl ersetzt haben könnte.

Abhängigkeit (aktiv)


Im Falle einer aktiven Abhängigkeit ist der Charakter von seinem Beziehungspartner abhängig. D.h. ein Ziel oder ein Bedürfnis ist nur mit der Hilfe des Beziehungspartner zu erreichen bzw. zu erfüllen. Nahezu alle Vampire stehen nach ihrer Erschaffung in einer Abhängigkeit zu ihrem Erschaffer. Der abhängige Charakter ist sich der Tatsache bewusst, dass er vom Wohlwollen des anderen Charakters abhängig ist. Eine Abhängigkeit kann auch eine Form der Erpressung sein: Wenn ein Charakter erpresst wird, ist er von seinem Erpresser abhängig, dass dieser seine Drohung nicht wahr macht.

Abhängigkeit (passiv)


Als Gegenstück zur aktiven Abhängigkeit zeigt die passive Abhängigkeit die Position dessen an, von dem der abhängige Charakter abhängig ist. So ist der Erschaffer gegenüber seinem Kind in der Lage, dass das Kind von ihm abhängig ist und ohne seine Unterstützung in der nächtlichen Welt bald sein Ende fände. Später kann eine Abhängigkeit darin bestehen, dass der Fürst sich vor dem Primogen legitimieren muss und dieser von den Stimmen der Erstgeborenen abhängig ist.

Freundschaft


Bei einem freundschaftlichen Verhältnis ist es dem Charakter unmöglich, seinem Freund Hilfe zu verweigern bei dessen Zielen und Bedürfnissen. Im Gegenzug muss der Charakter auch nie damit rechnen, dass sein Freund zum Nachteil des Charakters arbeitet.

Umwerben (aktiv)


Umwerben (passiv)


Feindschaft


Bei einem feindschaftlichen Verhältnis ist es dem Charakter unmöglich, seinem Feindbild Hilfe zu leisten bei dessen Zielen und Bedürfnissen. Im Gegenzug muss der Charakter auch immer damit rechnen, dass sein Feindbild wann immer möglich zum Nachteil des Charakters arbeitet.

Konkurrenz


Bei der Konkurrenz stehen zwei Parteien im Wettstreit um begrenzte Ressourcen wie Geld, Land, Menschen, Blut, Einfluss oder Macht. Damit es sich um eine Konkurrenz handelt, müssen beide Parteien sich dessen bewusst sein. Ist nur eine Partei aktiv daran beteiligt, fällt die andere Partei ins Namens- und Gesichtslose und es wird zu einer 'Unterdrückung von Konkurrenz' -- die zweite Partei ist als Person dann irrelevant. In einer Konkurrenzsituation ist keine Zusammenarbeit im umkämpften Bereich möglich. Außerhalb oder gegen eine äußere Bedrohung ist dies jedoch möglich, wobei alle Parteien beachten sollten, dass die Zusammenarbeit auch immer zum Nachteil der Konkurrenz gestaltet werden kann: Ein Waffenstillstand lädt eben immer auch dazu ein zu hintergehen.

Bündnis


Bei einem Bündnis ist es dem Charakter unmöglich, seinem Bündnispartner Hilfe zum Erreichen dessen Ziele oder Befriedigen dessen Bedürfnisse auszuschlagen. Es kann explizit aber weiter zum Nachteil des Bündnispartners gearbeitet werden.

Vertrauensperson (aktiv)


Der Charakter befindet sich in einer Vertrauensabhängigkeit zu einer anderen Person. In patriarchalischen Familien bspw. orientiert sich der Charakter an dem Familienoberhaupt, dem Patriarchen. Im Gegensatz zur 'Abhängigkeit (aktiv)' besteht keine äußere Notwendigkeit der Beziehung, vielmehr ist es ein inneres Bedürfnis, sich jemanden anzuvertrauen. Ein Charakter kann nicht willentlich gegen seine Vertrauensperson arbeiten und ist geneigt, dessen Angriffe eher wohlwollend auszulegen.

Beispiel: Fräulein Tipp orientiert sich an Hans Kohlhase als Patriarch der Brujah.

Vertrauensperson (passiv)


Der Charakter geriert sich als Vertrauensperson für jemanden anders oder für eine Gruppe anderer. Er wird als solche auch akzeptiert.

Beispiel: Fürst Hans Kohlhase bietet sich seinem Clan als Vertrauensperson an oder unternimmt zumindest nichts dagegen, als solche betrachtet zu werden.

 

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