ViktorHaberland

Victor Albrecht Haberland


Wir haben die Schuld des Angeklagten im Flug der Schwalben gesehen... Allein, die Vorsicht gebot, auch noch in den Eingeweiden zu lesen... Es ist nun ganz klar, dass allein er verantwortlich sein kann... Nein, nein, Kinder, legt nicht Hand an ihn... Wir werden seinen Namen einfach aus dem Buch des Lebens tilgen...

Aus dem Dunkel der Geschichte kam der bleiche, hoch aufgeschossene Mann, der, stets in schwarze Trauergewandung gehüllt, vorsichtig lauernd wie eine Spinne schleichend, Wahrheiten in den Wind flüsterte, die aus dem Teersee seines vom Wahnsinn zerrütteten Geistes ab und zu an die Oberfläche drangen. Niemand weiß, warum Woleslav Stephan ihm die Herrschaft über sein geliebtes Potsdam übertrug, als er gen Osten verschwand. Bekannt ist nur, dass Haberland den damaligen Fürsten Berlins VvStolzenfels noch aus seinen Tagen als Neonat Jahrhunderte zuvor kannte und dass er ihn auf seine psychotische Art und Weise sogar geliebt haben soll und sich in allen Entscheidungen an "des Schicksals auserwählten Krieger" hielt. Gemeinsam mit Stolzenfels fiel er nur ein Jahr nach seinem Herrschaftsantritt der mordlustigen Attacke der Freien Gangrel zum Opfer, allein sein Wille scheint auch jetzt, Jahre später, noch immer von den Malkavianern Berlins vollstreckt zu werden, während sein Kind Zodiak, Elysiumshüter des neuen Brujah Ahnen auf dem Thron Berlins, das alte Gebiet seines Vaters für sich beansprucht. Über das Sterben der Ahnen wurde vom Camarillajustikar der Tremere der Mantel des Schweigens gedeckt, ja der Potsdamer Zirkel sogar als Sabbatverräter abgetan, während mit den Gangrel Frieden geschlossen wurde. Doch gerne erinnern die Kinder des Mondes daran, dass gerade die Tremere einige Monate vor dem Tod des Ahnen seine Leibghoulin Beatrice heimtückisch dahingemordet hatten. Bevor die Asche des Ahnsherren 1 Jahr nach seinem Tod rituell dem Wind übergeben wurde, wurde oft in Berlin mit angstvoller Stimme über den Zyklus des verhüllten Mondes gesprochen, eine Art Rachefeldzug der Malkavianer. Und jetzt, da sie fast alle wichtigen Ämter in Berlin besetzten und zahlenreicher vertreten sind als jedes andere Blut, muss man sich unwillkürlich fragen, wie ruhig die Seele Haberlands tatsächlich schlummert.
 
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Kategorien: Charakter, Malkavian, Camarilla
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