Waffen

Waffen und Kampf


Eins vorab, das Spiel bei GiO ist weder ein reines Kampf- noch reines Gesellschaftsspiel. Erstaunlich häufig entwickelt sich ein gesellschaftlicher Abend zum Gemetzel an Sabbat oder Anarchen (oder die Brujah ticken mal wieder aus), andererseits können auch bewaffnete Zusammenkünfte interessante soziale Entwicklungen beinhalten. Jeder Spieler sollte sich vorher überlegen, ob es tatsächlich seinem Charakter zuzutrauen ist, auch auf Einladungen mit einer Pistole zu kommen oder vielleicht immer ein Schwert im Rucksack zu tragen. Zu bedenken ist, daß alle Waffenbesitzer IT auch mal in eine Polizeikontrolle geraten können!

Waffen werden allgemein in zwei Kategorien eingeteilt: Nahkampfwaffen und Schußwaffen.

Nahkampfwaffen sind Schwerter, Dolche, Äxte, Kampfstäbe, Eisenrohre, Knüppel ... also alles, was richtig viel Sauerei macht.

Bei GiO wird ausschließlich mit sogenannten Latex- oder Polsterwaffen gekämpft. Diese können in Berlin z.B. bei "Serious Games" oder "Traak" gekauft oder im Internet (Stichwort LARP-Waffen) bestellt werden. Latexwaffen sehen echten Waffen natürlich nicht täuschend ähnlich, was den Vorteil hat, daß es keine aufgeregten Anrufe besorgter Bürger gibt, die mit Schwertern und Äxten bewaffnete Jugendliche vor ihrem Haus zusammengerottet sehen.

Der Kampf mit Latexwaffen erfordert genauso viel Geschick wie der mit echten Nahkampfwaffen, aber zum Glück weniger Kraft (so läßt sich die an sich schon größere Körperkraft von Vampiren problemlos darstellen). Im Kampf ist natürlich der gesunde Menschenverstand nicht auszuschalten: Schläge und v.a. Stöße gegen Gesicht, Hals und Genitalien (ja, das tut auch Frauen weh!) sind unbedingt zu vermeiden. Zwar kommen solche Patzer schon mal vor, im Normalfall wird es aber bei einer OT-Bitte um mehr Vorsicht bleiben. Wenn sich solche Dinge aber häufen, wird die SL dem entsprechenden Spieler nahelegen, seinem Charakter eine Waffe von geringer OT-Gefährlichkeit in die Hand zu geben -- vorzugsweise Wattebällchen. Stechen ist mit solchen Waffen generell verboten, da der Kernstab aus Glasfaserverbundstoff durch den Schaumstoff treten könnte; außerdem schmerzt es höllisch.

Alle Nahkampfwaffen müssen vor erstem Gebrauch von der SL zugelassen werden. Dazu testet die SL die Waffe in einer "Kampfsituation" am Waffenbesitzer, also bitte nicht das väterliche Katana einfach in Latex eingießen!

Als Schußwaffen werden bei GiO die üblichen Faschings-Spielzeugpistolen verwendet, die man bevorzugt im Februar praktisch überall in der Stadt kaufen kann. Ob Munition (Knallplättchen) verwendet wird oder nicht hängt u.a. davon ab, ob die Waffe ungeladen ein lautes "Knacken" beim Abdrücken erzeugt. Ist das Knacken laut genug, um auch nachts im Park bei einem Schußwechsel gehört zu werden, kann auch mal auf Munition verzichtet werden. Die meisten Spieler bevorzugen aber Munition, auch um das Nachladen realistisch darstellen zu können.

Die in letzter Zeit immer häufiger verbreiteten Softair-Pistolen sind bei GiO grundsätzlich nicht zugelassen. In Ausnahmefällen können sie genehmigt werden, wenn der Spieler sich verpflichtet, die Waffe immer und ausnahmslos ohne Kartusche und ohne Munition zu benutzen. Desweiteren sollte sie einen Stöpsel von einer kräftigen Signalfarbe im Lauf haben, damit die Polizei notfalls auch aus der Entfernung erkennen kann, daß es sich nicht um eine scharfe Waffe handelt. Bei Fehlverhalten in dieser Hinsicht wird es keine Warnung vor dem sofortigen Ausschluß aus der Gruppe geben!
There are no comments on this page.